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K+S-Aktie: Prächtige Cashflow-Renditen in Aussicht

Simon Ruic / 26.08.22 / 10:03

Zwischen Mitte April und Anfang Juli hat die K+S-Aktie (WKN: KSAG88) rund die Hälfte ihres Werts eingebüßt. Seither geht es jedoch wieder schrittweise aufwärts: Allein am Donnerstag legte der Titel nach einem positiven Citigroup-Statement um +7,61% zu. Nach Handelsstart klettert das Rohstoff-Papier heute weiter um +2,3% auf 24,30 €. Angesichts der üppigen Cashflow-Renditen, die Anleger des MDAX-Konzerns in nächster Zeit erwarten, bleibt der Wert ein Schnäppchen.

Die K+S AG mit Sitz in Kassel bietet eine Vielzahl von Rohstoffen an, die vor allem der Landwirtschaft in Form von Dünger zugutekommen. Der Bergbaukonzern gehört zu den bedeutendsten Salz- und Kali-Anbietern weltweit und ist vor allem in Europa sowie Nord- und Südamerika tätig. An der Börse hat das MDAX-Unternehmen derzeit einen Wert von 4,5 Milliarden €.

Citigroup prognostiziert steigende Kalidüngerpreise

Anleger haben dem Minenbetreiber gestern einen gehörigen Schub verpasst: Die K+S-Aktie ist um +7,61% auf 23,75 € hochgesprungen, nachdem die US-Bank Citigroup auf ein signifikantes Angebotsdefizit auf dem Kalidüngermarkt verwiesen hatte. Mit der kommenden Düngesaison würden die Preise steigen, da derzeit weltweit etwa 10% Kapazitäten fehlten, sagte Citigroup-Analyst Mubasher Chaudhry.

Die starke Reaktion an der Börse auf diese Einschätzung sollte nicht überraschen, da der Kalipreis historisch betrachtet stets der herausragende Makro-Faktor für die Bewertung der K+S-Aktie gewesen ist. Zudem kommen derzeit einige Argumente zusammen, die die These des Citigroup-Experten stützen.

Kalipreisauftrieb von Nachfrage- und Angebotsseite

So sorgen derzeit drei wichtige Faktoren dafür, dass die Nachfrage nach kali- und magnesiumhaltigen Produkten kurz- und mittelfristig hoch bleiben dürfte: Zum einen verringert der Ukraine-Krieg spürbar die weltweiten Getreideexporte, da allein 28% der globalen Weizenausfuhren aus Russland und der Ukraine stammen.

Entsprechend muss die Nachfrage nach Weizen und Korn anderweitig gedeckt werden – voraussichtlich von Ländern mit weniger fruchtbaren Böden, die daher wiederum mehr Düngemittel benötigen.

Der zweite Aspekt ist das globale Bevölkerungswachstum und der dritte die Zunahme extremer Wetterereignisse. Enorme Hitze, Stürme und Überschwemmungen zerstören Ernten und machen daher eine Effizienzsteigerung erforderlich – etwa durch mehr Düngemittel.

Hinzu kommt, dass auch das Angebot an Kali auf absehbare Zeit eingeschränkt bleiben dürfte aufgrund der Sanktionen gegen Russland und Belarus – zwei sehr wichtige Produzenten des Rohstoffs. Auf die beiden Länder entfallen jeweils ca. 16% der weltweiten Kaliproduktion. Da die osteuropäischen Konkurrenten Belaruskali und Uralkali nun von einem Großteil des Weltmarkts praktisch ausgeschlossen sind, rückt K+S in die Top-3 der wichtigsten Lieferanten.

Nach Angaben der International Fertilizer Association (IFA) wird das weltweite Kaliangebot erst im Jahr 2026 wieder das Niveau von 2021 erreichen. Auch das heißt im Klartext, dass die Preise hoch bleiben werden. Wie hoch genau, ist jedoch eine Frage der Spekulation. Mir persönlich scheint mittelfristig eine Verdopplung gegenüber den Vorjahren realistisch.

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Potenziell üppige Renditen für Aktionäre

Bereits im zweiten Quartal konnte K+S deutlich von hohen Dünger- und Kalipreisen profitieren. So hat der MDAX-Konzern den Q2-Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf über 1,5 Milliarden € mehr als verdoppelt. Trotz Gasengpass und -umlage bestätigte das Unternehmen zuletzt seine Prognosen für 2022 und rechnet für das Gesamtjahr mit einem freien Cashflow (FCF) von 770 bis 990 Millionen €.

Was werden die Kasseler mit dieser riesigen Menge an gewonnenen Barmitteln tun? Wahrscheinlich wird das Unternehmen eine seiner beiden 400-Millionen €-Anleihen zurückzahlen, die im April 2023 (Kupon 2,625%) und im Juli 2024 (3,25%) fällig sind. Zudem kann der Minenbetreiber das Geld für den Schuldenabbau verwenden.

Dass K+S jedoch seine gesamten Verbindlichkeiten von rund 400 Millionen € zurückzahlt, halte ich für unwahrscheinlich. Damit könnte letztlich durchaus ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag für die Ausschüttung an Aktionäre übrigbleiben. Bei 191,4 Millionen ausstehenden Aktien könnten somit 2-3 € je Anteilsschein rausspringen – bei aktuellen Kursen von rund 24 € eine satte Cashflow-Rendite.

2023 dürfte zudem ein mindestens genauso erfolgreiches Jahr für Kali-Produzenten werden. Das erwartet jedenfalls Mosaic, der größte Akteur der Branche. Der freie Cashflow könnte bei K+S damit erneut um eine Milliarde € erreichen und Aktionären sogar noch mehr zugutekommen. Für den MDAX-Konzern wäre dann eine Ausschüttung von 4-5 € je Aktie möglich – eine FCF-Rendite von 18-22%.

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Hier winkt ein Schnäppchen

Nach der Auflösung der Kali-Kartells 2013 war die Aktienentwicklung von K+S eher enttäuschend und das Unternehmen hat enorme Verbindlichkeiten angehäuft. Mit dem Verkauf des US-Salzgeschäfts 2021 kam jedoch der befreiende Schritt, um die Schuldenlast zu reduzieren und sich voll auf das operative Geschäft zu konzentrieren.

Der Krieg in der Ukraine hat schließlich zu erheblichen Verwerfungen auf dem Kalimarkt geführt, von denen die Kasseler jedoch profitieren. Auch wenn die steigenden Gaspreise in Zukunft eine Belastung für den Konzern darstellen könnten, scheint mir die Aktie angesichts der starken potenziellen Anleger-Benefits mit einem KGV (2023e) unter 4 viel zu günstig bewertet.

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