Sascha / 19.10.21 / 11:17

Telekom-Aktie: Das Sentiment ist grausam!

Die einstige Volksaktie, also die Aktie der Deutschen Telekom (WKN: 555750), befindet sich schon seit einigen Tagen auf dem Weg in Richtung Süden. Nicht einmal eine Bestätigung der Kaufempfehlung durch den Analysten Robert Grindle von der Deutschen Bank konnte zuletzt weitere Kursrücksetzer verhindern. Wo liegt das Problem?

Die Deutsche Telekom ist die Dachgesellschaft hinter Europas größtem Telekommunikationskonzern und hat ihren Hauptsitz in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. In erster Linie betreibt das Unternehmen Fest- und Mobilfunknetze. Auf diesen baut dann das Dienste-Angebot wie beispielsweise der Service MagentaTV auf. Der Konzern ging aus der Privatisierung der staatseigenen Deutschen Bundespost (ehemalige „graue Post“) hervor, so dass er sich heute noch zu einem großen Teil im Besitz des deutschen Staates befindet.

Einigung mit Softbank in der Causa T-Mobile US

Vor kurzem stand die T-Aktie seit längerer Zeit endlich mal wieder positiv im Rampenlicht. Grund war eine Einigung des Bonner Konzerns mit dem japanischen Technologie-Investor Softbank. Denn sowohl die Deutsche Telekom als auch Softbank hielten (und halten) eine größere Beteiligung an T-Mobile US, einem der führenden Mobilfunkanbieter in den USA.

Die Deutsche Telekom wollte nun ihre Beteiligung an T-Mobile US (hervorgegangen übrigens aus der einstmals übernommenen VoiceStream Wireless!) ausbauen und Softbank seine Beteiligung reduzieren. Ergo einigten sich beide Konzerne auf einen entsprechenden Deal. Im Rahmen dessen kaufte die Deutsche Telekom Softbank einige T-Mobile US-Aktien ab und bezahlte diese teilweise in eigenen Aktien.

Deutsche Bank-Analyst Robert Grindle sehr bullish

Dieser Deal wurde zunächst gefeiert. Softbank steigt bei der Deutschen Telekom ein, hieß es. Ein Ritterschlag. So schien es zumindest. Doch schon wenige Wochen später begannen die Japaner damit, T-Aktien bei institutionellen Anlegern zu platzieren, ergo zu verkaufen. Damit wurde das Narrativ des Ritterschlags der Bonner durch die Japaner schnell zerstört. Die T-Aktie begann zu fallen.

Nun kam kürzlich der Deutsche-Bank-Analyst Robert Grindle mit einem Update seiner Einschätzung zur T-Aktie heraus. Er bestätigte den Titel auf „Buy“ sowie sein Kursziel von 26 Euro. „Die T-Aktie ist ein Qualitätspapier, das es derzeit zu einem Schnäppchenpreis gibt“, schrieb er. Zahlreiche andere Analysten äußerten sich zuletzt ebenfalls so oder so ähnlich, jedenfalls positiv.

Das Sentiment sollte Anleger zur Vorsicht mahnen!

Bei der Analyse der Anlegerstimmung, dem sogenannten Sentiment, schaut man immer, wie Anleger und Analysten eine Aktie bewerten. Dann schaut man sich die Kursentwicklung an. Gibt es Divergenzen zwischen Einschätzung und Kursentwicklung, wird es interessant.

Sind beispielsweise noch (fast) alle negativ zu einer Aktie gestimmt, diese hat aber bereits begonnen zu steigen, ist das sehr positiv zu bewerten. Sind dagegen (fast) alle positiv gestimmt und die Aktie fällt, ist dies das schlechteste, was man vorfinden kann.

Bei der T-Aktie scheint genau letzteres der Fall zu sein. Dementsprechend sollten Anleger hier besser Zurückhaltung üben!

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