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Dermapharm-Aktie: Das kommt nach Corona

Rudolf Schneider / 12.12.22 / 9:39

Die Dermapharm Aktie (WKN: A2GS5D) konnte sich vom Tief im September wieder erholen, aktuell notiert sie bei 39,20 €. Die Bekanntgabe der Geschäftszahlen konnte wegen einer Verschlechterung beim Nettoergebnis dem Papier keinen Schub geben.

Dermapharm Holding ist ein international tätiges Pharmaunternehmen, das sich auf die Herstellung von patentfreien Markenarzneimitteln spezialisiert hat. Das Geschäftsmodell umfasst die eigene Entwicklung, eigene Herstellung und den Vertrieb von Arzneimitteln. Der Konzern verfügt über rund 1.300 Arzneizulassungen in einem breiten gesundheitlichen Spektrum. Daneben stellt der Konzern Impfstoffe für Drittunternehmen her, beispielsweise für BioNTech. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Grünwald in Bayern, sein Hauptproduktionsstandort ist in Brehna bei Leipzig.

Profiteur als Hersteller des Corona-Impfstoffes

Das Unternehmen war ein Profiteur von der Corona-Pandemie. Der Impfstoff von BioNTech wurde zu einem hohen Anteil von Dermapharm produziert. In dem Pandemiezeitraum schnellte die Aktie von 30 € auf 89 € in der Spitze hoch.

Doch mit dem Auslaufen der Pandemie korrigierte das Papier wieder sehr stark im laufenden Geschäftsjahr. Der Rückgang seit dem damaligen Höhepunkt beträgt rund -52%. Für die Kursentwicklung ist nun wieder das Hauptgeschäft des Unternehmens verantwortlich.

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Umsatzanstieg, aber geringeres Nettoergebnis

Insgesamt ist das Unternehmen mit der Geschäftsentwicklung innerhalb der vergangenen neun Monate zufrieden. Es verlief planmäßig. Umsatztreiber waren hauptsächlich Produkte zur Stärkung des Immunsystems.

Der Konzernumsatz stieg um 9,5% auf 734,3 Millionen €. Hierzu trugen alle Segmente bei, im größten Geschäftsbereich mit den Markenarzneimitteln stieg der Umsatz auf 474,5 Millionen €.

Der operative Gewinn konnte aufgrund des Umsatzanstieges ebenfalls um 5,2% auf 239,4 Millionen € gesteigert werden. Daraus ergibt sich eine EBITDA-Marge von 32,6 %.

Aufgrund von hohen Abschreibungen sank das Nettoergebnis um rund -25% auf 103,5 Millionen €. Das daraus resultierende EPS reduzierte sich von 2,56 auf 1,96 €.

Jahresprognose bestätigt

Aufgrund der bisherigen guten Entwicklung bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose. Demnach soll beim Umsatz ein Wachstum von 10 bis 13% und beim bereinigten EBITDA ein Zuwachs von 3 und 7% erreicht werden.

Geplante Übernahme der Apharma

Dermapharm hat mit dem Finanzinvestor Montagu Private Equity die Übernahme des Apharmakonzerns  für 450 Millionen € vereinbart. Zu der Apharma-Holding gehört der französische Nahrungsergänzungsmittelhersteller Arkopharma. Dessen Umsatz soll für das laufende Jahr bei 200 Millionen € liegen. Für den Vollzug der Transaktion bedarf es noch der Zustimmung der Arbeitnehmervertretung von Arkopharma, der Abschluss der Übernahme ist für Anfang 2023 geplant.

Der CEO Dr. Hans-Georg Feldmeier sagt dazu:

Durch die geplante Übernahme stärken wir zudem unsere internationale Präsenz in West-Europa und erschließen uns erstmals den Zugang zum französichen Markt.

Starker Ankeraktionär und solide Bilanz

Die Eigentümerfamilie Beier verfügt über die Aktienmehrheit, der Streubesitz beträgt rund 32%. Somit verfügt das Unternehmen über einen starken Ankeraktionär.

Die Bilanz weist eine kerngesunde Struktur auf, die Eigenkapitalquote liegt bei 34,8%. Die kurzfristig verfügbaren Finanzmittel betragen 130 Millionen €.

Was können Anleger erwarten?

Der Chart zeigt, dass die Dermapharm Aktie sich wieder normalisiert hat. Der Sonderfaktor Corona ist weitestgehend vorbei. Nun zählt wieder das Kerngeschäft für die zukünftige Einschätzung des Papiers.

Die Entwicklung der Geschäftszahlen macht Mut für die Zukunft. Das verschlechterte Nettoergebnis beruht auf einmaligen Sonderabschreibungen, diese dürften zukünftig entfallen.

Zuversichtlich blicken auch die meisten Analysten in die Zukunft. Deren mittlerer Zielkurs liegt bei 62 €. Das entspräche einer Marktkapitalisierung von rund 3,3 Milliarden €. Im Hinblick darauf, dass der Jahresumsatz über einer Milliarde liegt, ist dieser Zielwert nicht zu hoch.

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Meiner Einschätzung nach sollte das erste Kursziel bei 55 € liegen, der Unternehmenswert wäre dann 2,96 Milliarden €. Wenn sich dort ein Boden gebildet hat, ist der Weg nach oben offen.

Immunstärkende Präparate haben im Hinblick auf die Pandemie zukünftig ein hohes Potenzial. Die Herstellung des Corona-Impfstoffes dürfte auf verringerter Basis weiterlaufen. Dies ist ebenfalls ein positiver Kursfaktor.

Bei der zukünftigen Kursentwicklung dürfte es immer wieder zu Korrekturen kommen. Anleger sollten sich daher mehrere Teilkäufe vornehmen. Positiv für Anleger ist zudem die gute Dividendenrendite von rund 4,7%.

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