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/ 24.07.19 / 12:17

Dermapharm: Klatschpresse sorgt für Aufmerksamkeit

Wahrscheinlich haben auch Sie es schon irgendwo gelesen oder sogar Bilder davon gesehen: Der einstige Tennisstar Boris Becker soll auf St. Tropez händchenhaltend mit einer Blondine gesehen worden sein. Dabei wiederum soll es sich um die Ehefrau des Gründers von Dermapharm (WKN: A2GS5D), Wilhelm "Willi" Beier, handeln. Dieser stand übrigens in der Vergangenheit selbst schon öfter in der Klatschpresse, bewohnt er doch beispielsweise im Hochhaus "The Seven" angeblich das teuerste Penthouse von ganz München.

Allerdings kann sich Beier, der Dermapharm im Jahr 1991 gründete und zu einem erfolgreichen Konzern machte, dies – anders als der tief gefallene Tennisstar Becker, dessen Pokale kürzlich im Rahmen eines laufenden Insolvenzverfahrens versteigert wurden, auch leisten. Erst Recht, nachdem der Verkauf von Dermapharm an durchaus interessierte Finanzinvestoren im Jahr 2016 scheiterte, weshalb der Konzern dann 2018 an die Börse geführt wurde.

Denn dort wird Dermapharm derzeit mit einer Market Cap. von 1,66 Mrd. Euro bewertet. Dabei hält Beier, über die Beteiligungsgesellschaft Themis, nach wie vor knapp 75% des Aktienkapitals, so dass alleine diese Beteiligung einen Wert von fast 1,25 Mrd. Euro ausmacht. Insofern erscheint es auch weitaus interessanter sich einmal eingehend mit der Aktie des Pharmakonzerns zu befassen als mit den Liebesgeschichten von Boris Becker.

Fundamentale Bewertung lässt Raum für weitere Kursgewinne

Tut man dies, so erkennt man sehr schnell, dass es sich bei Dermapharm um ein für diese Branche vergleichsweise stark wachsendes Unternehmen handelt. So steigerte das Unternehmen in 2018 seinen Jahresumsatz um ca. +22,5% auf 572,4 Mio. Euro sowie seinen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um ca. +10,6 % auf knapp unter 110 Mio. Euro. Die beiden einzigen Wermutstropfen dabei waren, dass der Umsatz stärker zulegen konnte als das EBITDA sowie der leichte Rückgang der EBITDA-Marge von 21,15% auf 19,09%.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019e hat das Management dagegen folgende Prognose vorgelegt und zuletzt im Mai nochmals bestätigt. Erwartet wird ein Jahresumsatz zwischen 652,54 Mio. Euro (+14%) und 681,16 Mio. Euro (+19%) sowie ein EBITDA zwischen 127,85 Mio. Euro (+17) und 133,31 Mio. Euro (+22%). Im arithmetischen Mittel dürfte der Jahresumsatz also bei knapp 667 Mio. Euro sowie das EBITDA bei ca. 130,6 Mio. Euro liegen, womit die EBITDA-Marge wieder leicht auf ca. 19,6% steigen würde.

Damit weist die Aktie ein KUV 2019e von ca. 2,5 bei einem KGV 2019e von ca. 17 auf. Dem gegenüber stehen jedoch Umsatz- und Gewinnwachstumsraten von zuletzt mehr als +20%, die sich jedoch in den kommenden Jahren auf ca. +12% normalisieren dürften. Somit wäre letztlich eine Bewertung bis zu einem KGV von etwa 24 möglich, wenngleich ich selbst der Aktie nur ein KGV von 18 zugestehen würde. Dennoch wirkt die Aktie aktuell recht günstig, so dass sie auf Sicht eines Jahres ein Kursziel von bis zu 37,50 Euro ansteuern könnte. Vielleicht sollte Boris Becker mal hier investieren?!

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