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/ 20.08.19 / 18:01

Datagroup: Alles wie immer, alles wie erwartet...

Kaum eine Reaktion auf die heute vorgelegten Neunmonatszahlen gab es bei der Aktie der schwäbischen Datagroup (WKN: A0JC8S). Dies ist auch wenig verwunderlich, denn prinzipiell fielen die vorgelegten Geschäftszahlen wie erwartet aus. Das Unternehmen ist ohnehin ein Musterbeispiel für Zuverlässigkeit, weshalb die Aktie grundsätzlich nicht für große Kurssprünge in die ein oder andere Richtung bekannt ist. Daher eignet sich die Aktie auch eher für (längerfristig denkende) Investoren und weniger für (kurzfristig orientierte) Trader.

Schauen wir uns die vorgelegten Neunmonatszahlen aber trotzdem mal im Detail an. Demnach erzielte das von Max Hans-Hermann Schaber gegründete und bis heute als CEO geleitete Unternehmen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2018/2019 ein Umsatzwachstum um +12,8% auf 224,7 Mio. Euro (nach 199,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum), wobei der Dienstleistungsanteil sich weiter, von zuletzt 82,5% auf 83,3% erhöhte.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte dabei überproportional um +15,3% auf 27,4 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro). Grund für das überproportionale Gewinnwachstum war eine leichte Verbesserung der EBITDA-Marge von 11,9% auf 12,2%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg sogar um +20,2% auf 16,0 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro), wobei sich auch die EBIT-Marge von 6,7% auf 7,1% verbesserte.

Umsatz- und Gewinnentwicklung auf vergleichbarer Basis

Der Gewinn vor Steuern (EBT) konnte von 11,4 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr 14,5 Mio. Euro verbessert werden, woraus sich ein Ergebnis je Aktie von 1,16 Euro (nach 0,94 Euro im Vorjahr) errechnet. In diesen Geschäftszahlen wurde die Anfang April 2019 übernommene UBL Informationssysteme GmbH seit dem 1. April 2019 konsolidiert, so dass sie im dritten Quartal 2019 erstmals zur Umsatz- und Gewinnentwicklung beitragen konnte.

Wichtig zu wissen ist darüber hinaus noch, dass alle vorgelegten Geschäftszahlen mit den Vorjahreszahlen vergleichbar sind. Das heißt, dass Veränderungen, die nur den Änderungen der Bilanzierungsregeln geschuldet sind, entsprechend bereinigt wurden. Zugleich hat die Gesellschaft jedoch auch die Geschäftszahlen auf Basis der neuen Bilanzierungsregeln ausgewiesen, so dass für entsprechende Transparenz gesorgt ist.

Datagroup Gründer, Großaktionär und CEO, Max Hans-Hermann Schaber

Fundamentale Bewertung – und darauf basierende Kursziele

Beim aktuellen Aktienkurs von knapp 44 Euro weist das Unternehmen einen Börsenwert von ca. 365 Mio. Euro auf. Demgegenüber steht wohl ein Jahresumsatz 2018/2019e von leicht über 300 Mio. Euro sowie einem Gewinn je Aktie von deutlich über 2,00 Euro. Somit liegt das aktuelle KUV 2018/2019e bei ca. 1,20 sowie das KGV 2018/2019e bei ca. 21. Diese Bewertung halte ich angesichts der zuletzt erzielten Wachstumsraten für das Maximum dessen, was möglich ist.

Insofern dürfte sich das weitere Kurspotenzial für die Aktie im Einklang mit dem weiteren Gewinnwachstum stehen. Ohne Akquisitionen dürfte dieses weiterhin zwischen +10% und +15% p.a. liegen. Folglich ergibt sich für die Aktie ein Kursziel von knapp 50 Euro auf Sicht eines Jahres, von knapp 55 Euro auf Sicht von zwei Jahren sowie von 60 Euro auf Sicht von drei Jahren. Die Dividende von ca. 1,65% p.a. kommt noch oben drauf. Somit ist die Aktie an schwachen Tagen ein Kaufkandidat!

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