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Commerzbank-Aktie -7%: Jetzt mutig kaufen?

Frank Giarra / 09.11.22 / 11:34

Kursrutsch nach Zahlen: Die Aktie der Commerzbank (WKN: CBK100) verliert heute Morgen -7% auf 7,67 €, obwohl sich das Kreditinstitut beim Konzernumbau auf Kurs wähnt und sich zudem für 2024 höhere Ziele setzt. Wie sollten Anleger jetzt reagieren?

Die Commerzbank AG ist basierend auf der Bilanzsumme von zuletzt 507 Milliarden € die viertgrößte Bank Deutschlands. Seit einem Jahr befindet sich das Kreditinstitut in einer tiefgreifenden Restrukturierung, der fast 10.000 Stellen und rund die Hälfte aller Filialen zum Opfer fallen sollen. 2024 soll die Transformation abgeschlossen sein. Der Börsenwert des Unternehmens beläuft sich aktuell auf rund 9,65 Milliarden €.

Sehr gute Performance seit Juli

In den vergangenen vier Monaten hat die Commerzbank-Aktie eine sehr gute Performance aufs Parkett gelegt und ist um +25% gestiegen. Auch auf Jahressicht kann sich das Papier im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Werten sehen lassen, hier steht ein Plus von 10% zu Buche.

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Belastungen in Polen ausgeglichen

Was enttäuscht die Investoren so sehr, dass der Titel aktuell kräftig nachgibt? Möglicherweise sind es Gewinnmitnahmen, denn die vorgelegten Quartalszahlen sind stark ausgefallen und vorherige Befürchtungen haben sich nicht bestätigt.

Die bereits Ende September angekündigten zusätzlichen Belastungen in Polen hat die Bank inzwischen vollständig ausgeglichen, wie sie mitteilt. Für die zusätzliche Vorsorge für Schweizer-Franken-Kredite der Tochter mBank mussten im dritten Quartal 477 Millionen € aufgewendet werden. Hinzu kamen Sonderbelastungen von 270 Millionen € für die sogenannten „Credit Holidays“.

Deutlich höhere Zinserträge

Kompensiert wurde das laut Mitteilung durch die Ertragsstärke im Kundengeschäft und die Zinsentwicklung, also höhere Zinsen. Deutlich wird das an den Zinserträgen, die im Vergleich zum Vorjahresquartal um 44% auf 1,62 Milliarden € kräftig gestiegen sind.

Nach neun Monaten beträgt das operative Ergebnis 9,57 Milliarden € (2021: 1,04 Milliarden €). Das Konzernergebnis beläuft sich auf 963 Millionen € (2021: 9 Millionen €), womit das für dieses Jahr angepeilte Ziel von 1 Milliarde € schon nahezu erreicht ist. Analysten hatten weniger erwartet.

Tausende Stellen abgebaut

Beim seit Jahren laufenden Konzernumbau sieht sich das Geldhaus auf Kurs. Rund 10.000 Vollzeitstellen sollten abgebaut werden, davon sind bereits 8.350 realisiert.

Vorstandschef Manfred Knof kommentiert:

Wir haben große Fortschritte bei der Umsetzung unserer ‚Strategie 2024‘ erzielt und sind auf gutem Weg, unsere Ziele zu erreichen. Damit ist die Commerzbank in einem schwierigen Umfeld widerstandsfähiger geworden. Das zeigt sich auch im operativen Geschäft, das sich trotz des anspruchsvollen Marktumfeldes weiterhin sehr gut entwickelt.

Optimistischer Ausblick bis 2024

Beim Ausblick auf die beiden kommenden Jahre zeigt sich der MDax-Konzern optimistisch. Er hebt die Ertragsprognose für das Jahr 2024 auf 10 Milliarden € an, sie lag zuvor bei 9,1 Milliarden €. Die Kosten werden zwar aufgrund der hohen Inflation nicht so stark gesenkt werden können wie prognostiziert, gleichwohl streben die Frankfurter 2024 einen um 200 Millionen € höheren operativen Gewinn von 3,2 Milliarden € an.

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Dividende kommt

Positiv für Anleger: „Die Zahlung einer Dividende haben wir weiterhin fest im Blick“, bekräftigt Finanzchefin Bettina Orlopp. Wie hoch diese ausfallen wird, bleibt vorerst offen. Mit mehr als 2% Dividendenrendite wird man wohl nicht rechnen können.

Mutige greifen zu

Meiner Meinung nach kann man den heutigen scharfen Kursrücksetzer durchaus nutzen und sich das Papier ins Depot legen oder seine Position aufstocken. Infolge höherer Leitzinsen im Euro-Raum steigen die Nettozinserträge der Bank, wohingegen die Risikovorsorge für Kreditausfälle zwar bereits erhöht wurde, aber nicht so stark wie befürchtet.

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