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BrainChip: Super-Prozessor bald in allen Smart-Cars?

Simon / 20.04.22 / 13:13

Das australische Start-up BrainChip (WKN: A14Z7W) kündigt eine weitere spannende Zusammenarbeit an mit einem Schweizer KI-Analyse-Spezialisten für menschliches Verhalten. Damit könnten bald die Automobil- und Verbraucherbranchen von den supereffizienten Prozessoren der Australier profitieren.

Die BrainChip Holding ist ein australisches Technologie-Unternehmen mit Lösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens. Das Paradeprojekt des Chip-Entwicklers ist ein sogenannter neuromorpher Prozessor namens Akida. Er soll der Arbeitsweise des Gehirns sehr nahe kommen und dadurch insbesondere sehr energieeffizient sein. An der Börse hat der Tech-Titel bereits einen Wert von über 1,2 Milliarden US$.

Neue Partnerschaft mit Schweizer Human-Behaviour-Experten

BrainChip hat nun eine Zusammenarbeit bekanntgegeben mit der in Lausanne ansässigen KI-Firma NVISO, die sich auf die Analyse menschlichen Verhaltens spezialisiert hat. Die Partner werden den Angaben nach an batteriebetriebenen Anwendungen in den Bereichen Robotik und Mobilität arbeiten, um den Bedarf an energieeffizienter KI-Leistung auf diesen Gebieten zu decken. Die Lösungen von NVISO werden demnach zunächst für Social-Roboter und Überwachungssysteme in BrainChips Akida-Prozessoren verwendet.

Die NVISO-Technologie ist Firmenangaben zufolge als einzige in der Lage, Signale des menschlichen Verhaltens zu analysieren wie Gesichtsausdrücke, Emotionen, Identität, Kopfhaltung, Blicke, Gesten, Aktivitäten und Objekte, mit denen Nutzer interagieren. Die Software, Kameras und Sensoren der Schweizer helfen der Automobil- und Verbraucherbranche dabei, Produkte zu entwickeln, die besser auf das menschliche Verhalten reagieren. Diese Umgebungen sind jedoch in der Regel in puncto Rechenleistung, Stromverbrauch und Cloud-Konnektivität eingeschränkt.

An dieser Stelle kommt Akida ins Spiel, BrainChips neuromorpher Super-Prozessor. Der Chip verarbeitet Daten unabhängig von einer entfernten Cloud direkt auf den Geräten mit hoher Leistung und extrem niedrigem Stromverbrauch (Mikro- bis Milliwatt). Da die Informationen lokal gespeichert bleiben, sind zudem auch Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer geschützt.

BrainChip-CEO Sean Hehir sagte zu der neuen Zusammenarbeit:

Die KI-Systeme von NVISO für die Analyse des menschlichen Verhaltens bieten faszinierende Möglichkeiten in Häusern, Autos, Gebäuden, Krankenhäusern und mehr. Wir freuen uns, diese Funktionen mit der Verarbeitungsleistung und der Energieeffizienz von BrainChip zu unterstützen.

Wichtiges Patent und namhafte Partner

Mit NVISO hat BrainChip eine weitere spannende Partnerschaft an Land gezogen. Seit die kleine High-Tech-Schmiede den Akida-Prozessor zur Marktreife gebraucht hat, stehen bereits einige namhafte Abnehmer in den Startlöchern. So haben Anfang des Jahres bereits Mercedes und die US Air Force eine Zusammenarbeit mit den Australiern angekündigt.

Anfang des Jahres legte die BrainChip-Aktie sprunghaft um mehr als +200% auf über 2,20 AU$ zu, nachdem sich das Unternehmen ein wichtiges Patent zum Schutz seines neuromorphen Prozessors sichern konnte. Das ist drei Monate her und seitdem hat der Titel wieder mehr als die Hälfte seines Wert eingebüßt.

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Viel Fantasie und keine Übernahme-Gerüchte

Bei aller Euphorie um die möglicherweise bahnbrechende Technologie der Australier wurde den Anlegern zunehmend bewusst: Langfristige Erfolgschancen von Start-ups im Chip-Segment sind in der Regel minimal. Branchenriesen wie Intel und Nvidia geben Jahr für Jahr mindestens das 1.000-Fache für Forschung und Entwicklung aus.

Angesichts dieser Budgetunterschiede fällt es vielen Investoren mittlerweile schwer zu glauben, dass die Australier sich im KI-Bereich einen nennenswerten Technologievorsprung erarbeitet hätten. Da noch keine nennenswerten Umsätze erzielt wurden, ist in den 1,2 Milliarden US$ Marktkapitalisierung jedoch weiterhin viel Fantasie eingepreist. Was zudem stutzig macht: Die Chipriesen dieser Welt haben bislang immer noch kein Interesse an einer Übernahmen von BrainChip gezeigt.

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