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BrainChip gelingt Coup mit Branchengröße

Simon / 23.05.22 / 12:43

Die Aktie des australischen Start-ups BrainChip (WKN: A14Z7W) schoss am Montag nach Handelsbeginn in Australien um +15% in die Höhe. Am späten Sonntag hatte der KI-Spezialist die Aufnahme in das Partnerprogramm eines absoluten Branchengiganten gemeldet. Steht der Durchbruch der australischen KI-Perle bevor?

Die BrainChip Holding ist ein australisches Technologie-Unternehmen mit Lösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens (KI & ML). Das Paradeprojekt des Chip-Entwicklers ist ein sogenannter neuromorpher Prozessor namens Akida. Er soll der Arbeitsweise des Gehirns sehr nahe kommen und dadurch insbesondere sehr energieeffizient sein. An der Börse hat der Tech-Titel bereits einen Wert von über 1,4 Milliarden US$.

Aufnahme in Partnerprogramm von ARM

Die BrainChip-Aktie ist am Montagmorgen an der Australian Stock Exchange um +15% aufwärts geschossen und ging schließlich mit einem Plus von 8,55% auf 1,27 AU$ aus dem Handel.

Was Anleger der Tech-Aktie derart in Kauflaune versetzt hat, war allem Anschein nach eine Unternehmensmeldung vom späten Sonntag. Demnach wurden die Australier in das AI Partner Programm von ARM aufgenommen, einem der größten Namen in Chip-Sektor. Die Baupläne der britischen Herstellers sind der weltweit dominierende Standard für Smartphones, Tablets und mobile IoT-Geräte.

ARM gilt durch seinen Status in der Halbleiter-Branche als eine Art „neutrale Schweiz“. Zu Beginn des Jahres versuchte der Tech-Gigant Nvidia, das Unternehmen für 40 Milliarden US$ zu übernehmen. Der Deal scheiterte letztlich jedoch an regulatorischen Bedenken der zuständigen Wettbewerbshüter.

Bei dem Partnerprogramm der Briten handelt es sich laut Mitteilung um ein Ökosystem von Hardware- und Softwarespezialisten, das es den Entwicklern ermöglichen soll, die nächste Generation von KI-Lösungen zu entwickeln.

Es hilft den Mitgliedern den Angaben nach dabei, strategische Allianzen zu schließen, und bietet ihnen technischen Support und Ressourcen, um Partner, Entwickler und Entscheidungsträger in ihren Zielmärkten zu erreichen.

Mohamed Awad, Vizepräsident für IoT und Embedded bei ARM, sagte:

Als Teil des KI-Partnerprogramms von ARM wird BrainChip es Entwicklern ermöglichen, den Bedarf an hochleistungsfähiger und extrem stromsparender Edge-KI-Inferenz zu decken und so neue Innovationsmöglichkeiten zu erschließen.

Partnernetzwerk wächst

Mit der Aufnahme in das AI Partner Program von Markt-Riesen ARM ist BrainChip erneut ein starker Coup gelungen. Damit kann der Chip-Produzent aller Voraussicht nach weitere Partnerschaften an Land zu ziehen, um die kommerzielle Reichweite seiner Akida-Prozessoren zu erweitern.

In Europa gibt es bereits Vertriebsallianzen mit Easttronics und SalesLink. Vor einem Monat kam eine spannende Zusammenarbeit mit der Schweizer KI-Firma NVISO hinzu, die sich auf die Analyse menschlichen Verhaltens spezialisiert hat. Schwergewichte wie Mercedes oder die US Air Force haben ebenfalls bereits eine Kooperation mit den Australiern angekündigt.

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Durchbruch derzeit noch unwahrscheinlich

Allerdings ist es aus unserer Sicht wohl noch etwas zu früh für ein substanzielles Investment bei BrainChip. Langfristige Erfolgschancen sind für Start-ups im Chip-Segment erfahrungsgemäß äußerst gering. Diese Einsicht machte sich offenbar zuletzt auch wieder bei Anlegern breit: Nachdem die Australier im Januar ein wichtiges Patent erlangt hatten und die Aktie um +200% auf 2,20 AU$ explodierte, hat sich der Kurs prompt wieder halbiert.

ARMs Partnerprogramm wird die Sichtbarkeit von BrainChip in der Branche zweifellos vergrößern, doch das Unternehmen ist bei Weitem nicht der einzige Edge-KI-Spezialist in dem Ökosystem. Neben einem unwahrscheinlichen Durchbruch können risikoaffine Anleger jedoch auch auf eine Übernahme durch einen Chipriesen wie Intel oder Nvidia wetten – allerdings lieber nur mit einem sehr geringen Portfolioanteil.

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