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BrainChip setzt erneut ein Ausrufezeichen

Simon Ruic / 17.08.22 / 9:01

Der erste starke Ausbruch der Aktie des australischen Start-ups BrainChip (WKN: A14Z7W) auf 2,20 AU$ ist über ein halbes Jahr her und seitdem pendelt der Titel mit 10- bis 20%igen Schwankungen um die 1 AU$-Marke. Am Dienstag meldete der Chip-Entwickler nun einen echten Achtungserfolg, der die Platzhirsche in der Branche aufhorchen lassen dürfte: Ab September werden eine Handvoll US-Tech-Elite-Universitäten mit dem australischen Edge-KI-Spezialisten kooperieren.

Die BrainChip Holding ist ein australisches Technologie-Unternehmen mit Lösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens (KI & ML). Das Paradeprojekt des Chip-Entwicklers ist ein sogenannter neuromorpher Prozessor namens Akida. Er soll der Arbeitsweise des Gehirns sehr nahe kommen und dadurch insbesondere sehr energieeffizient sein. An der Börse hat der Tech-Titel derzeit einen Wert von über 1,8 Milliarden US$.

KI-Förderprogramm für US-Universitäten

Am Dienstag hat BrainChip den offiziellen Start seines University AI Accelerator Program ab September angekündigt. Der Chip-Entwickler wird dabei Studenten von zunächst fünf US-Universitäten mit KI-Instituten, darunter Arizona State, seine Hardware, Schulungen und Beratungen zur Verfügung stellen.

Jede Programmsitzung umfasst eine Demonstration und Schulung mit dem AKD1000-Prozessor von BrainChip auf einem Linux-basierten System, wobei vorlesungsbasierte Lehrmethoden mit praktischer Erkundung der KI-Fähigkeiten des Chips kombiniert werden sollen.

Im zurückliegenden Semester hatte das KI-Start-up erfolgreich eine Pilotphase an der Carnegie Mellon University abgeschlossen. John Paul Shen, Professor am Fachbereich Elektro- und Computertechnik an der Carnegie Mellon, sagte zu dem Programm:

Unsere Studenten hatten eine großartige Erfahrung bei der Verwendung der Akida-Entwicklungsumgebung und der Analyse der Ergebnisse der Akida-Hardware. Wir freuen uns darauf, dieses Programm im Jahr 2023 fortzuführen und zu erweitern.

Partnernetzwerk wächst und wächst

Der erfolgreiche Abschluss der Pilotphase an der Carnegie Mellon und der offizielle Start des Programms in fünf US-Universitäten ist für den kleinen australischen Chip-Entwickler ein absoluter Achtungserfolg. Schließlich hat die Carnegie Mellon laut dem Magazin U.S. News & World Report den besten KI-Studiengang im ganzen Land – noch vor den Elite-Tech-Universitäten MIT und Stanford.

Ohne Frage setzt BrainChip damit ein weiteres Mal ein Ausrufezeichen in der Branche. Zuletzt war dem KI-Spezialisten im Mai mit der Aufnahme in das AI Partner Program von Markt-Riesen ARM ein starker Coup gelungen. Die Baupläne der britischen Herstellers, dessen Übernahme durch Konkurrent Nvidia an den Bedenken der Wettbewerbshüter scheiterte, sind der weltweit dominierende Standard für Smartphones, Tablets und mobile IoT-Geräte.

In Europa hat BrainChip ebenfalls bereits Vertriebs- und Forschungsallianzen geschmiedet. Zudem haben Schwergewichte wie Mercedes und die US Air Force Kooperationen mit den Australiern angekündigt.

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Durchbruch immer noch eher unwahrscheinlich

Was BrainChip als ein völliger Branchenzwerg bislang zustande gebracht hat, ist aus unserer Sicht aller Ehren wert. Man darf nicht vergessen: Die F&E-Kosten des Akida-Entwicklers sind mindestens um den Faktor 1.000 geringer als bei den Branchengiganten Intel, IBM oder Qualcomm.

Solche Budgetunterschiede führen jedoch auch dazu, dass die langfristigen Erfolgschancen für Start-ups im Chip-Segment äußerst gering sind. Das neue Förderprogramm an namhaften US-Universitäten wird die Sichtbarkeit von BrainChip in der Branche aber nun zweifellos vergrößern.

Auch wenn der Durchbruch des Edge-KI-Spezialisten und damit eine potenzielle Kursexplosion der Aktie wahrscheinlicher geworden sind, ist es für ein substanzielles Investment bei den Australiern aus unserer Sicht jedoch noch zu früh. Mit einem sehr geringen Portfolioanteil von bestenfalls 0,5% können Anleger jedoch darauf wetten, dass ihnen ein Branchen-Gigant mit einer Übernahme einen Geldsegen beschert.

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