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BrainChip: Wann greift ein großer Tech-Player zu?

Simon Ruic / 12.10.22 / 12:15

Die Aktie des australischen Start-ups BrainChip (WKN: A14Z7W) klettert heute um +3,55% auf 0,88 AU$, nachdem sich das Unternehmen ein neues US-Patent für seinen neuromorphen Super-Chip gesichert hat. Werden die Branchenriesen um Intel & Co. nun endlich hellhörig?

Die BrainChip Holding ist ein australisches Technologie-Unternehmen mit Lösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens (KI & ML). Das Paradeprojekt des Chip-Entwicklers ist ein sogenannter neuromorpher Prozessor namens Akida. Er soll der Arbeitsweise des Gehirns sehr nahe kommen und dadurch insbesondere sehr energieeffizient sein. An der Börse hat der Tech-Titel derzeit einen Wert von über 900 Millionen US$.

Die Patentjagd geht weiter

Das Patentportfolio von BrainChip wächst und wächst. Laut einer Börsenmeldung von Mittwoch hat der Hersteller vom US Patents & Trademarks Office eine weitere Schutzurkunde für die Technologie seines Akida-Prozessors erhalten.

Das neue Patent mit dem Titel „An Improved Spiking Neural Network“ erhöhe laut BrainChip insbesondere den Schutz für seine neuromorphe On-Chip-Lerntechnologie. Demnach wird die Speicherverwaltung in BrainChips Vorzeige-Produkt „innovativ“ gehandhabt, was erheblich zur Senkung des Stromverbrauchs und der Kosten bei der Bereitstellung von Edge-Anwendungen für Kunden beitragen würde.

Damit verfügt BrainChip nun über 10 Schutzurkunden in den USA sowie eines in China. Darüber hinaus hat das Unternehmen inzwischen insgesamt 27 weitere Patente angemeldet in den USA, Europa, Australien, Kanada, Japan, Korea, Indien, Brasilien, Russland, Mexiko und Israel.

Sinkt für die Aktie der Verkaufsdruck?

Um die Jahreswende hat BrainChip erstmals in der Branche für Furore gesorgt, indem das Unternehmen Firmenangaben nach die weltweit ersten neuromorphen KI-Chips kommerzialisierte und sich dabei womöglich sehr aussichtsreiche Patente sicherte.

Innerhalb von drei Wochen schoss die Aktie des Prozessoren-Entwicklers damals um +200% hoch auf über 2,20 AU$. Bis März war jedoch der Großteil der Zugewinne wieder verpufft. Das bereits miserable Börsenumfeld für kleine Tech-Werte verschlimmerte in der Folge durch steigende Zinsen und Rezessionsängste weiter und das Papier pendelte in der Folge mit Ausschlägen bis zu 30% um die 1-AU$-Marke.

Der Druck auf die Brain-Chip-Aktie durch makroökonomische Entwicklungen könnte nun jedoch nachlassen. So hat Die Reserve Bank of Australia hat das Tempo ihrer Straffungspolitik offenbar bereits verlangsamt, indem sie am vergangenen Dienstag die Zinsen weniger stark als erwartet erhöhte.

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Beachtliches Partnernetzwerk

Neben der Tatsache, dass BrainChip Patente sammelt wie andere Unternehmen Belege fürs Finanzamt, haben die Australier auch mit aufsehenerregenden Partnerschaften einen positiven Newsflow aufrechtgehalten.

Im Sommer meldete der Prozessoren-Entwickler zunächst die Aufnahme in das AI Partner Programm von Branchengigant ARM; wenig später starteten die Akida-Macher offiziell sein University AI Accelerator Program an fünf namhaften US-Universitäten mit KI-Instituten – darunter die Carnegie Mellon University, das laut dem Magazin U.S. News & World Report über den besten KI-Studiengang im ganzen Land verfügt – noch vor den Elite-Tech-Universitäten MIT und Stanford.

Zuvor hatte BrainChip Vertriebs- und Forschungsallianzen in Europa geschmiedet und weitere Ausrufezeichen gesetzt: Schwergewichte wie Mercedes und die US Air Force haben eine Partnerschaft mit den Australiern angekündigt.

Die Buyout-Wette

Wer sich in der Branche ein wenig auskennt, weiß jedoch: Angesichts der Milliarden-Mittel, die die Tech-Größen jedes Jahr für F&E aufwenden, ist ein echter technologischer Durchbruch für ein kleines Start-up sehr unwahrscheinlich.

Insofern macht es mich schon stutzig, dass sich bislang scheinbar noch kein Big Player ernsthaft mit einer Übernahme von BrainChip beschäftigt hat. Risikoaffine Anleger können dennoch mit einem kleinen Portfolio-Anteil darauf wetten, dass ein Chipriese ihnen mit einem Buyout des Edge-KI-Spezialisten eine Mega-Rendite beschert.

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