BioNTech-Aktie: So holen Anleger das Maximum raus

04.04.23 um 9:02

Die Aktie von BioNTech (WKN: A2PSR2) ist am Montag um knapp +4% auf 129,53 US$ hochgesprungen, nachdem das Unternehmen den Kauf von zwei neuen Krebstherapie-Assets bekanntgegeben hat. 2023 wird für den Wirkstoffentwickler ein Übergangsjahr mit wenig Kurspotenzial für die Aktie. Für Anleger gibt es jedoch andere Wege, von der Mainzer Firma zu profitieren.

stock.adobe.com/Marcus Krauss

Das Mainzer Pharma-Unternehmen BioNTech ist weltweit bekannt geworden durch seinen Covid-19-Impfstoff namens Comirnaty auf Basis der mRNA-Technologie, der gemeinsam mit US-Pharma-Gigant Pfizer entwickelt wurde. Mit dem Blockbuster-Vakzin hat der Wirkstoffentwickler in den vergangenen beiden Jahren viele Milliarden in die Firmenkasse gespült, 2023 sollen die Einnahmen jedoch auf weniger als ein Drittel zusammenschrumpfen.

BioNTechs Fokus liegt nun darauf, sein Angespartes strategisch klug in seine Onkologie-Pipeline zu investieren. Vor zwei Wochen erst hat das Unternehmen einen Lizenz-und Vermarktungs-Deal mit OncoC4 geschlossen, einem US-amerikanischen Spezialisten für Krebstherapie-Biologika. Am Montag melden die Mainzer nun die nächste Partnerschaft – diesmal eine milliardenschwere.

Neue Krebstherapie-Assets

So hat sich BioNTech von der chinesischen Biotech-Firma DualityBio zwei potenzielle Krebsmittel zur Behandlung von soliden Tumoren gesichert, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der deutsche mRNA-Pionier zahlt den Angaben nach dafür ein Upfront von 170 Millionen US$, erfolgsabhängige Meilenstein-Vergütungen von bis zu 1,5 Milliarden US$ sowie gestaffelte Lizenzgebühren für mögliche künftige Produktumsätze.

Bei den beiden Mitteln handelt es sich um Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC). Ihr Ziel ist es, Krebszellen gezielt zu zerstören, ohne dabei gesundes Gewebe zu beschädigen, was die ADC-Behandlung verträglicher machen soll als die Chemotherapie. Damit ergänzt BioNTech sein Portfolio um eine neue Wirkstoffklasse.

Die Rheinland-Pfälzer erhalten weiteren Angabe nach an den beiden Wirkstoffkandidaten die weltweiten kommerziellen Rechte mit Ausnahme von Festlandchina, Hongkong und Macau. Für eines der Mittel, DB-1311, hat DualityBio eine Option zur gemeinsamen Vermarktung in den USA. Das andere, DB-1303, hat von der US-Behörde FDA bereits einen „Fast Track“-Status erhalten, und seine Entwicklung befindet sich derzeit in einer klinischen Phase-II-Studie.

Vorerst wenig Kurspotenzial

BioNTechs Onkologie-Palette wächst in der Breite und das Unternehmen investiert auch anderweitig in diesem Bereich: Um mit der Entwicklung von über 20 Wirkstoffkandidaten zügig fortzuschreiten, planen die Mainzer weltweit eine Vielzahl von neuen Studienzentren, etwa in Großbritannien, Taiwan, Japan, Südkorea, Singapur und Australien. Im laufenden Jahr sind Firmenangaben nach zehn Studien-Updates vorgesehen.

Anleger müssen jedoch davon ausgehen, dass der stetige Newsflow die BioNTech-Aktie vorerst bestenfalls stabilisieren kann. Denn bis ein Krebsmedikament der Rheinland-Pfälzer marktreif wird, um einen Kurssprung auszulösen, dürfte es noch mehrere Jahre dauern.

Analysten haben nach der jüngsten Zahlenvorlage des Wirkstoffentwickler entsprechend auch reihenweise ihre Erwartungen an den Biotech-Titel nach unten korrigiert: Bei der US-Investmentbank Goldman Sachs rutschte das Kursziel von 156 auf 140 US$ bei gleichbleibender „Neutral“-Einstufung. Das Analysehaus Jefferies blieb beim „Hold“-Status, strich seine 12-Monats-Kursprognose aber von 230 auf 145 US$ zusammen.

So können Anleger profitieren

Um treuen Aktionären das Warten auf neue Kursrenditen zu versüßen, hat BioNTech jedoch ein neues Aktienrückkauf-Programm aufgelegt. So planen die Mainzer, bis Ende des Jahres ADS im Wert von einer halben Milliarde US$ zu erwerben.

Mitglieder des exklusiven No Brainer Club profitieren derweil auf andere Weise von dem Mainzer Unternehmen. So hat Biotech-Experte Jens Lion ihnen aufgezeigt, wie sie mit derivativen BioNTech-Positionen Renditen von über +60% per anno auf das gebundene Kapital erzielen können.

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Interessenkonflikt: Herausgeber und Mitarbeiter halten derivative Positionen des besprochenen Unternehmens BioNTech. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Herausgeber und Mitarbeiter beabsichtigen, ihre Position – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu vergrößern oder zu verringern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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