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Manuel / 22.12.21 / 8:09

Alibaba: Aktie nicht abschreiben!

Die Alibaba Group (WKN: A117ME) macht Schlagzeilen, weil eine auf der Plattform sehr aktive Influencerin wegen Steuerhinterziehung 210 Millionen US$ zahlen muss. Alibaba-Anteilseigner reagierten zunächst erschrocken, bevor die Aktie am Dienstag die Verluste vom Montag komplett wettmachte. Klar ist: Anleger mit langfristigem Anlagehorizont werden eines Tages die Früchte ernten.

Die Alibaba Group ist ein im chinesischen Hangzhou ansässiger Internetkonzern. Ursprüngliches Kerngeschäft des vom ehemaligen Englischlehrer Jack Ma gegründeten Unternehmens war der B2B- sowie B2C-E-Commerce. Inzwischen hat man sich jedoch deutlich breiter aufgestellt, ein bisschen nach dem Vorbild von Amazon.com. Oftmals wird Alibaba im Westen auch als chinesische Amazon bezeichnet, was jedoch eigentlich falsch ist. Denn die Gesellschaft war, zumindest ursprünglich, eher eine Art chinesisches eBay.

Megastrafe für Star-Influencerin

Die Influencerin Viya, mit bürgerlichem Namen Huang Wei, wird dem Staat 210 Millionen US$ zahlen müssen. Die Summe von umgerechnet 1,34 Milliarden Yuan setzt sich zusammen aus Steuernachzahlungen, Säumniszuschlägen und Bußgeldern.

Viya ist eine Livestreamerin, die auf eCommerce-Portalen in China für Produkte wirbt. Wie Bloomberg berichtet, sei das Vorgehen Pekings eine Maßnahme im Kontext mit dem Online-Streaming-Handel und „könnte Händler und Marken aufschrecken“.

Eine Hausse entsteht aus Skepsis...

Strafen wie diese sind nicht nur öffentlichkeitswirksam, sondern schüren auch Unsicherheit. Kalkül Pekings dürfte es sein, die Maßnahmen nachhaltig im Kopf zu verankern.

Man kann chinesischen Technologie-Titeln kritisch gegenüber stehen, sollte aber nicht das Chance-Risiko-Verhältnis außer Acht lassen. Denn wie eine alte Börsenweisheit besagt, entsteht eine Hausse aus der Skepsis, reift durch Optimismus und stirbt in Euphorie. Rein dramaturgisch sind die Fakten also auf Seiten des Anlegers, der diese Phase zum Positionsaufbau nutzt.

Konsequent antizyklisch agieren

Damit zur Bewertung: Alibaba ist ein umsatzstarker Marktführer mit 340 Milliarden US$ Börsenwert, der 29% Umsatzanstieg auf 31,1 Milliarden US$ für Juni bis September berichtete. Die Cloudsparte wuchs ähnlich rasant um 33% und spielt rund ein Zehntel aller Alibaba-Erlöse ein.

Selbstverständlich hat auch Alibaba Probleme. Doch es gilt ähnlich wie für die vom Rundumschlag betroffenen Internetaktien, dass antizyklisch zu agieren die Methode der Wahl für Anleger ist. Deswegen kann die Devise nur lauten: konsequent (nach)kaufen!

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