fbpx
Registrieren
Registrierung Du has Konto? Login.
Manuel / 17.12.19 / 11:50

Wirecard: Es wird immer abenteuerlicher - nun auch Spionage-Vowürfe

Die Financial Times legte seit den Vorwürfen vom 9. Dezember, der Wirecard-Konzern (WKN: 747206) würde den Cashbestand bilanziell fälschlicherweise zu hoch ausweisen (wir berichteten), zweimal nach.

So finanzierte nach FT-Informationen ein ehemaliger Geheimdienstchef aus Libyen, der zugleich Anteilseigner des DAX-Konzerns sein soll, eine Überwachungsaktion in London gegen eine bestimmte Reihe von Investoren, darunter den kritischen Hedgefonds-Manager Crispin Odey.

Die Wirecard AG teilte mit, dass an den Informationen nichts dran sei und das Unternehmen „nie Überwachungen beauftragt hat um Individuen zu untersuchen oder beschatten zu lassen“. Eine Beziehung zu dem genannten Geheimdienst-Ex-Offiziellen verneinte Wirecard.

Dem Vernehmen nach gehörte Cripsin Odey zu den großen Profiteuren des rapiden Wertverfalls in Wirecard-Aktien. Die legendäre Hedgefonds-Figur soll mit Short-Wetten Millionen über Millionen verdient haben. 18 Millionen Dollar allein mit Shorts auf Wirecard, heißt es von Bloomberg.

Als aufmerksamer Verfolger des Schlagabtausches ist man nervenaufreibende Geschichten gewöhnt von der Financial Times über Wirecard. Doch Anleger interessiert hier – zurecht – eher das, was auf dem Börsenparkett passiert.

Vorweihnachtliches Schnäppchen oder gar zu teuer?

Ganz trefflich lässt sich diese Frage, die viele Anleger brennend interessiert, vor der verworrenen Faktenlage nicht klären. Für ein bisschen mehr Klarheit könnte bald eine spezielle Sache sorgen.

Kriegsentscheidend könnte sich die laufende externe Sonderprüfung durch KPMG-Wirtschaftsprüfer erweisen. Die renommierte "Top Four"-Wirtschaftskanzlei arbeitet aktuell nach an der Prüfung, dessen Ergebnisse laut Wirecard-Angaben Ende des ersten Quartals erwartet werden. Das Ergebnis des Berichts will Wirecard veröffentlichen. Der Wirecard-Aufsichtsrat, der die Prüfung selbst initiierte, geht davon aus, dass der Bericht „alle weiteren Spekulationen endgültig“ beende.

Schreibe uns Deine Meinung zur Aktie von Wirecard in die Kommentare oder diskutiere sie rund um die Uhr mit Hunderten aktiven Anlegern in unserem Live Chat. Noch nicht dabei? Hier kannst Du dich kostenlos registrieren!


Zugehörige Kategorien: Dividenden-AktienTechnologie-Aktien
Weitere Artikel
Kommentare
Jurek / 17.12.19 / 12:27 Uhr Du hast die Ereignisse um eine Woche verschlaffen!!!
Johannes Bach / 17.12.19 / 13:03 Uhr Leider wird über Wirecard sehr unprofessionell berichtet. Die Schreiber haben keinerlei Ahnung! In einer Situation wie der bei Wirecard, wo mit gezielten Falschmeldungen die Kurse zugunsten von Shortsellern manipuliert werden, funktioniert Charttechnik nicht. Es ist doch für den objektiven Beobachter offensichtlich, daß hier ein Schmierentheater zwischen Shortsellern und Medien aufgeführt wird: am Morgen erhöhen die Shortseller die Positionen, am Nachmittag wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. So zuletzt der unqualifizierte Beitrag der Tübinger Kanzlei Tilp in Börse-Online, die Ähnlichkeiten zu Steinhoff (dem schief hängenden Möbelverkäufer) sehen wollen. Das ist allerdings nur ein Ausweis an Inkompetenz, denn diese Parallele kann man nur bei grober Unkenntnis aller Bereiche ziehen! Steinhoff ist ein untergehender Dampfer, Wirecard dagegen eine aufsteigende Rakete! Von Anwälten zumindest, hätte ich gerade in diesem Punkt professionelles Vorgehen erwartet - das heißt: forensisches Denken! Und das heißt, daß man sich zunächst Klarheit über das mögliche Motiv einer vermuteten Tat verschafft. Bei Steinhoff ist klar: den Untergang abzuwenden. Bei Wirecard dagegen wäre es masochistischer Selbstmord: warum sollte man in einer Unternehmung, die erwiesenermaßen deutlich überdurchschnittlich - ja exponentiell - wächst, in einer Branche wo alle Mittbewerber sehrt starke Wachstumsraten aufweisen, sich noch ein paar Prozente oben drauf satteln wollen durch Bilanzfälschung und damit die Firma als Ganzes zu gefährden und sich selbst der Strafbarkeit aussetzen. Schlicht absurd und damit ist bewiesen, daß es so nicht ist. Einen Beweis gibt es auch schon: Financial Times präsentiert Excel-Sheets als Beweise. Der Witz ist aber, daß Firmen dieser Größe ihre Bilanzen nicht auf Excel erledigen. Dafür gibt es Spezialsoftware, die direkt mit dem Steuerbüro verbunden ist!! Herr lass Hirn regnen!! Und verbrenne den kriminellen Manipulatoren die Finger. Kleinanleger mit zittrigen Händen wurden dadurch schon um Mrd. geschädigt!
Katershanghai / 17.12.19 / 21:06 Uhr Thema Schmierenpresse aus BREXIT country. Dieses rosarot schimmernde Pamphlet sorry ehrenwerte Wirtschaftszeitung..... landet seit geraumer Zeit (bis Ablauf Abo) in der Ablage A. Unqualifizierten Journalismus kann man auch mit der Süddeutschen in Germany haben....