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Valneva: Wann stoppt der gnadenlose Abverkauf?

Frank / 19.01.22 / 9:31

Die Aktie von Valneva (WKN: A0MVJZ) gerät in den Abwärtssog der Impfstoffhersteller. Anleger verlieren hier offensichtlich immer mehr den Glauben und ziehen die Reißleine. Gestern hat das Papier bereits kräftig abgegeben, heute rauscht es weiter ab und verliert bei Tradegate -8,44% auf 13,12 €. Wann stoppt der gnadenlose Abverkauf?

Valneva ist ein französisches Biotechunternehmen mit Hauptsitz in Saint-Herbain. Die Firma entwickelt und vermarktet Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten. Sie verfügt über Produktionsstätten in Österreich, Schottland und Schweden sowie Niederlassungen in Frankreich, Kanada und den USA. Mit seinem Totimpfstoff VLA 2001 verfügt Valneva über ein Vakzin gegen das Coronavirus, das allerdings noch nicht zugelassen ist.

Studie aus Israel wirft Fragen auf

Anleger gehen weltweit offenbar immer stärker davon aus, dass die Corona-Pandemie bald erledigt sein wird. Zwar breitet sich die Omikron-Variante weiter rasant aus, doch sie weist halt deutlich mildere Symptome auf als die vorherige Delta-Variante. Die Folge: Sämtliche Aktien der Impfstoffhersteller, von BionTech über Moderna und Novavax bis hin zu Valneva, werden derzeit gnadenlos abverkauft.

Zudem sorgt eine neue Studie aus Israel für Verunsicherung. So zeigen Zwischenergebnisse von 150 Teilnehmern, die vor zwei Woche eine vierte Impfung mit dem Vakzin von BioNTech-Pfizer erhalten hatten, keinen besseren Schutz gegen Omikron auf als zuvor. Das wirft natürlich die Frage auf, ob dann weitere Booster-Impfungen überhaupt sinnvoll sind.

Der Totimpfstoff-Kandidat VLA 2001 von Valneva wird derzeit noch dahingehend untersucht, wie gut er gegen die neue Omikron-Variante wirkt. Sollte tatsächlich eine gute Wirkung gegen Omikron nachgewiesen werden, würde das der Aktie zweifellos einen kräftigen Schub verleihen.

Ist die Corona-Pandemie wirklich bald erledigt?

Auch darf man grundsätzlich Zweifel daran haben, dass die Corona-Pandemie wirklich bald erledigt sein wird. Das Virus hat in der Vergangenheit sehr schnell mutiert, weitere Varianten in der Zukunft wären wohl kaum überraschend. Jedenfalls dürfte es außer Frage stehen, dass Impfstoffe noch eine sehr lange Zeit benötigt werden.

Für Valneva bleibt die alles entscheidende Frage, ob VLA 2001 zugelassen wird. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) entscheidet noch in diesem Quartal. Mit den bereits bestehenden Lieferverträgen, unter anderem 60 Millionen Dosen für die EU, hätte die Aktie im Fall der Zulassung viel Kurspotenzial. Sollte es allerdings zu einer Ablehnung des Impfstoffkandidaten VLA 2001 kommen, würde das Papier in den Keller rauschen.

Charttechnisch lockt ein Gap...

Charttechnisch hatten wir zuletzt schon geschrieben, dass ein mögliches Ziel das aus der Aufwärtsbewegung offen gebliebene Gap bei 12,24 € sein könnte. Dieses wird offenbar gerade angesteuert...

Die Aktie bringt weiterhin aufgrund der extremen Volatilität für erfahrene und spekulative Anleger viele Chancen. Sie hat aber natürlich auch ein deutliches Risiko.

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