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Uniper-Aktie: Ist hier noch irgendwas zu holen?

Frank Giarra / 15.09.22 / 10:50

Tiefer geht's nicht mehr? Tiefer geht immer! Diese leidvolle Erfahrung müssen Anteilseigner von Uniper (WKN: UNSE01) machen. Die fast beispiellose Talfahrt setzt sich beinahe ungebremst fort. Heute Morgen ist das Papier unter 4 € gefallen, aktuell kommt es leicht zurück. Gibt es irgendeinen Hoffnungsschimmer?

Uniper erzeugt Strom aus Kohle und Gas und zählt zu den drei größten Gashändlern in Deutschland. Der Düsseldorfer Konzern ist 2016 durch Abspaltung aus dem Essener Energiekonzern E.ON entstanden. Seit März 2020 gehört das Unternehmen mehrheitlich dem finnischen Energiekonzern Fortum.

Die nächste Rettungsaktion

Rettung, die nächste: Der deutsche Staat muss Uniper erneut massiv unter die Arme greifen. Das erste Rettungspaket, bei dem sich der Bund mit 30% an Uniper beteiligt hat, ist gerade einmal zwei Monate alt. 15 Milliarden € sind bereits geflossen, weitere 4 Milliarden € beantragt.

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Uniper hat allein keine Chance

Doch das Unternehmen hat allein schlicht keine Chance. Nachdem der russische Staatskonzern Gazprom seine Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 vor einer Woche komplett eingestellt hat, kommt Uniper immer stärker ins Straucheln. Tag für Tag muss der Energieversorger nämlich Gas teurer am Markt einkaufen, als er es an seine Kunden verkaufen kann. Das kostet den Konzern rund 100 Millionen € täglich.

Kein Wunder also, dass Uniper gestern über Gespräche mit der Bundesregierung berichtet hat:

Aufgrund der gestiegenen Unsicherheiten im operativen Umfeld prüfen die Beteiligten auch alternative Lösungen, u.a. eine direkte Kapitalerhöhung, die zu einer signifikanten Mehrheitsbeteiligung des Bundes an Uniper führen würde.

Für uns keine Überraschung

Überraschend kommt all das keineswegs. Wir hatten schon Anfang September in diesem Artikel geschrieben, dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis hier der letzte Euro ausgegeben ist und neue Mittel beantragt werden müssen.

Analysten reagieren prompt auf die neue Entwicklung. Die US-Bank JPMorgan stuft auf „Untergewichten“, Kursziel 4,10 €. Der Experte zeigt sich erstaunt, dass offenbar eine weitere wirtschaftliche Verwässerung der Uniper-Aktionäre in Erwägung gezogen werde.

Hätte er Ende Juli diesen Artikel auf sharedeals.de gelesen, wäre er wohl jetzt nicht überrascht, denn dort haben wir detailliert die lauernden Fallstricke bis hin zur berüchtigten „Todesspirale“ aufgezeigt.

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Selbst für Zocker gefährlich

Und was heißt das alles jetzt für Investoren? Bei Kursen unter 4 € mal einsteigen und sein Glück versuchen? Dazu kann ich nur wiederholen, was wir bereits mehrfach gepredigt haben: Finger weg von dieser Aktie!

Aus meiner Sicht ist dieses Papier nur noch etwas für Glücksritter. Wenn beinahe täglich ein neues Allzeittief generiert wird und jederzeit neue Nachrichten drohen, die das Papier noch weiter in den Abgrund treiben könnten, können sich selbst die Zocker kräftig die Finger verbrennen. Wer also meint, ein bisschen spielen zu müssen, der sollte es zumindest mit einer möglichst kleinen Summe tun.

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Kommentare

Uschi
So ganz pessimistisch sehe ich die Zukunft von Uniper nicht. LNG wird eine größere Rolle übernehmen als bisher und Uniper verfügt über Erfahrung, Infrastruktur (Tanker), Lagerstätten und hat sich LNG-Lieferungen schon im Frühjahr gesichert. Wilhelmshaven soll Ende Dezember bereit sein und 8,5 Prozent des aktuellen deutschen Gasbedarfs decken.
Frank Giarra
Hallo Uschi, vielen Dank für Deinen Kommentar. Damit magst Du sogar recht haben. Doch selbst wenn - was hätten die Aktionäre davon, wenn sie immer mehr verwässert werden? Beste Grüße, Frank Giarra