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Uniper-Aktie: So geht man mit den Kurssprüngen um

Frank Giarra / 29.11.22 / 10:11

Experten warnen, es hagelt Abstufungen von Analysten – doch die Uniper-Aktie (WKN: UNSE01) wird weiterhin kräftig gehandelt. Wie die wilden Kurssprünge zeigen, dient das Papier offenbar vielen Zockern als Spielwiese. Winken hier tatsächlich schnelle Prozente? Und wie gehen „normale“ Anleger mit diesem Titel am besten um?

Uniper erzeugt Strom aus Kohle und Gas und zählt zu den drei größten Gashändlern in Deutschland. Der Düsseldorfer Konzern ist 2016 durch Abspaltung aus dem Essener Energiekonzern E.ON entstanden. Seit März 2020 gehört das Unternehmen mehrheitlich dem finnischen Energiekonzern Fortum, doch der Bund übernimmt diese Anteile und wird dann 99% von Uniper halten.

Wilde Kurssprünge

Die Aktie des Energieversorgers vollzieht in diesen Tagen schwindelerregende Kursbewegungen. Ende Oktober bei 3 €, hoch auf 6,86 € am 22. November, drei Tage später runter auf 4,80 €, gestern wieder hoch auf 5,52 €, heute Absturz um -8% auf 5,08 €.

Wie wir bereits in diesem Artikel dargelegt haben, stecken hinter den wilden Kurssprüngen in erster Linie Shortseller. Sie müssen ihre Leerverkaufspositionen schließen und daher Aktien zurückkaufen.

Wer hier als Normalanleger keinen klaren Kopf behält und sich auf die Fakten konzentriert, kann offensichtlich sehr schnell Geld verlieren.

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Alleine nicht überlebensfähig

Fakt ist und bleibt: Uniper kann sich im Zeichen der Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges nicht mehr allein am Markt behaupten. Der Energieversorger beliefert bundesweit Stadtwerke günstig mit Gas, das er sehr viel teurer einkaufen muss, und fährt entsprechend täglich massive Verluste ein.

Fakt ist und bleibt: Der Bund schnürt seit geraumer Zeit ein Rettungspaket nach dem anderen. Besser gesagt, man hat rasch festgestellt, dass die im Juli beschlossenen ersten Hilfen bei weitem nicht ausreichen.

Es geht um 52 Milliarden €

Anfangs wollte der Staat mit 30% einsteigen und es ging um 15 Milliarden €. Mittlerweile geht es um 99%, die der Bund erwirbt, und um insgesamt 52 Milliarden €, von denen 19 Milliarden € schon verausgabt sind.

Die Rettung des Energieversorgers, das sogenannte Stabilisierungspaket, soll bei der Hauptversammlung am 19. Dezember von den Aktionären endgültig abgesegnet werden.

Wie wir zuletzt in diesem Artikel beleuchtet haben, geht die Rettungsaktion mit einer massiven Verwässerung für Alt-Aktionäre einher, denen kein gesetzliches Bezugsrecht bei der Ausgabe der neuen Aktien zugestanden wird.

Analysten senken den Daumen

Analysten wie die US-Bank JPMorgan beurteilen die Aussichten des Konzerns sehr kritisch, hier gab es die Einstufung „Untergewichten“ mit einem Kursziel von 2,20 €. Heute senkt die Schweizer Großbank UBS den Daumen, empfiehlt „Verkaufen“ und senkt das Kursziel von 2 € auf 1,80 €.

Die Experten der Investmentbanken springen ja bekanntlich gerne mal den Kursverläufen hinterher, aber in diesem Fall muss man ihnen eindeutig recht geben. Die Aussichten für Uniper kann man nur als düster bezeichnen.

Obwohl es in der Vergangenheit nach staatlichen Rettungsaktionen durchaus weiterging mit den entsprechenden Unternehmen – man denke an die Commerzbank, an TUI oder an die Lufthansa – haben sich die entsprechenden Aktien nicht wirklich von ihren vorherigen Abstürzen erholt.

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Kein ernsthaftes Investment

Wer in die Uniper-Aktie investieren will, muss sich folgendes vergegenwärtigen: Der Staat springt zwar mit Steuergeld ein, aber zu verschenken hat er natürlich auch nichts. Irgendwann wird das Unternehmen diese Milliarden € also zurückzahlen müssen. Aber womit? Und wann?

Aktuell ist das Unternehmen an der Börse immer noch mit 1,86 Milliarden € bewertet. Und das bei täglichen massiven Verlusten und unsicheren Geschäftsaussichten. Worauf stützt sich also diese Bewertung?

Aus meiner Sicht ist das Papier weiterhin nur etwas für kurzfristige Zocker. Allerdings können auch diese sich schnell die Finger verbrennen. Wer das vermeiden will, sollte sich im Live Chat von sharedeals.de umsehen, wo die Aktie diskutiert wird und Chart-Profis und Börsenexperten fundierte Einschätzungen abgeben.

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