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TUI-Aktie: Zuschlagen nach starken Buchungszahlen?

Simon Ruic / 20.09.22 / 13:07

Die Buchungen bei TUI (WKN: TUAG00) für den abgelaufenen Sommer und den nächsten Winter nähern sich allmählich dem Niveau des Vorkrisenjahrs 2019 an. Angesichts der starken Sommersaison und kräftig gestiegener Reisepreise hält der Touristik-Konzern an seiner Prognose fest, erstmals seit der Corona-Pandemie wieder einen Gewinn auf Stufe EBIT auszuweisen. Anleger reagieren heute dennoch mit einem Kursminus von 3,6% auf 1,53 €. Ergibt sich jetzt bei der Reiseaktie eine Einstiegschance?

TUI mit Doppelsitz in Berlin und Hannover ist der führende europäische Tourismuskonzern mit Reisebüros und -veranstaltern, Incoming-Agenturen, Hotels, Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffen. Das Unternehmen beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter und führt etwa 27 Millionen Kunden. An der Börse hat der Touristik-Riese derzeit einen Wert von 2,8 Milliarden €.

Buchungen nähern sich dem Vorkrisenniveau

Im zweiten Corona-Sommer ist TUI fast zu seinem Buchungsniveau von 2019 zurückgekehrt. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, lagen im Sommerprogramm seines Geschäftsjahrs 2021/22 (per Ende September) die Buchungen bei 91% des Niveaus vom Vorkrisenjahr 2019.

Der Touristik-Riese zählte demnach für das Sommerprogramm 12,9 Millionen Buchungen. Das waren 1,4 Millionen mehr im Vergleich zur Mitteilung zum Sommergeschäft Anfang August.

Auch für die kommende Wintersaison erwarten die Hannoveraner, bei den Buchungen in der Nähe des normalisierten Niveaus vor Covid-19 zu landen. So heißt es in der Mitteilung, dass die Reservierungen für die Monate November und Dezember bereits 81% des Niveaus von 2018/19 erreicht haben. Für die gesamte Wintersaison sind es 78% des vorpandemischen Levels.

Prognose bestätigt

Angesichts der jüngsten Zunahmen bei den Sommerbuchungen hält TUI an seiner Prognose fest, in diesem Jahr operativ in die Gewinnzone zurückzukehren. So geht der Konzern davon aus, sein Geschäftsjahr 2021/22 mit einem signifikant positiven bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzuschließen. Zudem teilte das Unternehmen mit, mittelfristig auf dem im Jahr 2019 erzielten bereinigten EBIT von 893 Millionen € aufzubauen zu wollen.

Das Unternehmen wird seinen Geschäftsbericht für die 12 Monate bis zum 30. September am 14. Dezember veröffentlichen.

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Reisepreise gestiegen

Das positive Ergebnis verdankt der Touristik-Konzern unter anderem der Tatsache, dass der durchschnittliche Reisepreis nach Angaben des Unternehmens im Sommer im Vergleich zu 2019 um 18 % gestiegen ist.

Tendenziell entschieden sich die Urlauber demnach für höherwertige Reisen und längere Urlaube. Auch Winterurlauber zahlen für Buchungen im November und Dezember den Angaben nach durchschnittlich deutlich mehr: Die Durchschnittspreise liegen laut TUI kumuliert 26% höher als im Winter 2018/19.

Reisesektor für mich kein Kauf

Nach einigen Kapitalerhöhungen steht TUI finanziell wieder deutlich besser da. Mit den Mitteln hat der Reiseveranstalter in den letzten Monaten wie angekündigt fleißig Staatshilfen aus den Corona-Programmen zurückgezahlt und Kreditlinien reduziert. Als staatliche Hilfen bestehen nun noch die Stille Einlage I von 420 Millionen € und Optionsanleihen von 59 Millionen €, die jeweils in Aktien umwandelbar sind.

Die Kapitalmaßnahmen haben jedoch den Wert für bestehende Aktionäre beträchtlich verwässert und an den Börsen abschreckend gewirkt. Seit Mai ist die TUI-Aktie um fast zwei Drittel abgestürzt und ein Ende der Talfahrt scheint weiterhin nicht in Sicht: Nach der heutigen Vorlage der Buchungszahlen ist der Titel um weitere -3,6% auf 1,53 € gerutscht.

Angesichts dieser Entwicklung werde ich den Reisesommer als Anleger weiter von der Seitenlinie betrachten. Investierte müssen sich hingegen überlegen, ob sie geduldig bleiben wollen oder doch die Reißleine ziehen.

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