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Sascha / 17.12.19 / 18:43

TUI: Aktie erscheint langsam ausgereizt

Der heutige Touristik-Konzern TUI (WKN: TUAG00) entstand bekanntlich aus dem ehemaligen Stahlkonzern Preussag. Grundsätzlich war diese Neuerfindung des Unternehmens eine gute Idee, wie man heute am Beispiel von ThyssenKrupp sieht.

Die Transformation von einem Montan- zu einem Touristikunternehmen dauerte aber viele Jahre. Jahre, in denen die Aktie ein klarer Underperformer war. Ja, das blieb die Aktie sogar nach Abschluss des Transformationsprozesses. Schuld daran war sicherlich auch, aber nicht nur, der ehemalige langjährige Konzernchef Michael Frenzel. Denn dieser war nicht gerade vom Glück verfolgt. Wenn man sich nur mal an die Terroranschläge vom 11. September 2001 zurück erinnert, die kurzfristig für einen Einbruch der Geschäfte im Touristikmarkt sorgten.

Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass es mit TUI erst nachhaltig aufwärts ging, als Michael Frenzel seinen Hut genommen und das Zepter an den vorherigen Vodafone Deutschland-Chef Fritz Joussen übergeben hatte. So konnte sich die Aktie unter Führung von Herrn Joussen vervielfachen und kletterte Mitte des Jahres 2018 sogar auf ein neues 10-Jahres-Hoch. Doch seitdem befindet sich die Aktie wieder auf Talfahrt. Kürzlich wurde nun bekannt, dass der Vertrag von CEO Joussen dennoch um weitere fünf Jahre verlängert wird.

Schafft CEO Joussen erneut den Turnaround?

Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob CEO Joussen erneut der Turn-Around gelingen wird. Einerseits stehen die Chancen dafür gut. Denn der weltweite Touristikmarkt war, ist und bleibt generell ein Wachstumsmarkt, in dem TUI bestens positioniert scheint. Für das Desaster um die Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max kann das Management um Joussen wenig und die Pleite des einst größten Konkurrenten Thomas Cook dürfte TUI ebenfalls in die Karten spielen.

Andererseits ist der Touristikmarkt jedoch auch sehr schnelllebig, so dass sich die Trends hier sehr schnell ändern. Dies hat zur Folge, dass man einen Trend durchaus auch mal verschlafen kann. Passiert das zu oft, kann einem das durchaus das Genick brechen, wie die Pleite von Thomas Cook gezeigt hat. Ferner hat CEO Joussen in der jüngeren Vergangenheit bei TUI schon so sehr viel optimiert, so dass weitere Optimierungsmaßnahmen ungleich schwieriger zu identifizieren und umzusetzen sein dürften.

Insofern hat Herr Joussen wieder eine schwierige Aufgabe übernommen, an deren Lösung er nun erneut gemessen werden wird. Ist er dabei so erfolgreich wie seinerzeit nach seinem Amtsantritt, wäre mittelfristig eine Kursrally der Aktie zurück zu den 10-Jahres-Hochs bei über 20 Euro möglich – die Dividende on top. Wenn jedoch nicht, dürfte man als Anteilseigner allenfalls noch an diesen Dividenden seine Freude haben. Dann nämlich erscheint die Aktie zwischen 12 und 13 Euro ausgereizt – und ist somit nur eine Halteposition!

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