Manuel / 22.01.21 / 13:00

Tesla: Hier fehlt eine 0!

Nanu, was ist das? Das neue Kursziel von JPMorgan ist nicht nach dem Geschmack von Tesla-Aktionären (WKN: A1CX3T). Aufbauend auf einem guten vierten Berichtsquartal hat die US-Bank ihr Kursziel von 105 auf 125 USD – und nicht etwa 1.250 USD – angehoben und die Einstufung auf "Underweight" belassen.

Wer die einzelnen Analysteneinstufungen zu Tesla kennt, für den ist dieses Kursniveau kaum überraschend. JP Morgan ist für Tesla-Aktien traditionell genauso bearish wie beispielsweise Wedbush Securities bullish. JPM-Analyst Ralph Brinkman identifiziert die exorbitanten Wachstumspläne und die damit verbundene Execution-Strategie als Risikofaktor. Dan Ives von Wedbush hingegen schätzt die Absatzaussichten als rosig ein. Im Dezember sprach Brinkman im Zuge seiner vorherigen Anpassung von einer „dramatischen Überbewertung“ der Tesla-Aktie.

Produktionsseitig hat Tesla die Herausforderungen einer Modelleinführung – in diesem Jahr steht unter anderem die Erstproduktion des Model S Plaid an – respektive einer Kapazitätserhöhung bis auf leichte Startschwierigkeiten dann immer passabel hinbekommen. Beim Thema Batterien plant Tesla, sukzessive mehr eigene Batteriezellen zu produzieren. So ist geplant, dass der US-Elektroautobauer in der neuen Autofabrik südlich von Berlin Batterien produziert.

Der Aktienkurs gibt Tesla recht

Tesla ist de facto absoluter Sektorleader oder wie Dan Ives sagt: „Alle anderen Konkurrenten zahlen nur Miete" (wir berichteten). Als Long-Investierter würde ich persönlich nicht zu viel auf den bearishen JPM-Kommentar geben, zumal die Bank mit ihren neuerlichen Preiszielen dem Kurs ohnehin stets (weit) hinterherläuft.

Es sind also Gründe, die dem EV-Marktführer mit ausgeklügelter Modellstrategie aufgrund der Konstruktions- und Produktionserfolge seiner Gigafabriken rund um den Planeten relativ wenig Sorge bereiten sollten. 2020 lieferte Tesla rund eine halbe Million Fahrzeuge aus, 2021 soll sich die Anzahl ausgelieferter Modelle der 1-Million-Marke nähern. Angesichts der schieren Marktgröße von rund 70 Millionen verkaufter Neuwagen jährlich ist es natürlich auch eine Glaubensfrage, ob man auf innovative Player wie Tesla oder etablierte Premiumhersteller setzt...

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