Administrator / 16.03.17 / 11:41

Tesla: Frische Milliarde für Model 3 - geht das gut?

Mit einer Kursperformance von über 50% zwischen Dezember und Februar war die Aktie von Tesla (WKN: A1CX3T) zuletzt der Top-Highflyer des Automobilsektors. Das hohe Preisniveau kommt dem Unternehmen nun entgegen, denn man benötigt frisches Geld.

Für sein neues Elektroauto „Model 3“ möchte Tesla über die Ausgabe neuer Aktien und Anleihen mindestens 1 Milliarde USD einsammeln. Die Mittel sollen in die Stärkung der Bilanz vor dem Produktionsanlauf des neuen Mittelklassemodells gesteckt werden, mit dem Tesla erstmals den Massenmarkt adressiert. Die Tesla-Aktie bleibt eine heiße Wette auf die Zukunft.

Dass Elektromobilität in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter an Bedeutung gewinnen wird, steht wohl außer Frage. Im Falle Tesla sehen Kritiker, darunter Milliadär George Soros, die Zukunft auf wackeligen Beinen. Zweifler argumentieren, dass man sich mit dem Bau der Gigafactory in Nevada massiv übernommen habe und dem Konzern ohne weiteres Geld schon im Herbst ausgehen würde.

Aktie für Liebhaber und Träumer

Klar ist: Mit einem Börsenwert von über 43 Milliarden USD spielt bei der Tesla-Aktie bereits extrem viel Phantasie mit. Im letzten Quartal 2016 hatte Tesla bei 2,3 Milliarden USD Umsatz über 121 Millionen USD Verlust gemacht. Alle Hoffnungen ruhen auf dem neuen Model 3, dessen Produktion im Sommer anlaufen soll. Bis zum  vierten Quartal soll die Produktion auf 5.000 Fahrzeuge pro Woche hochgefahren werden. Mit einem Verkaufspreis von 35.000 USD richtet sich das Auto im Gegensatz zu Teslas Luxuskarossen auch an den Otto Normalverbraucher.

Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Tesla in Zukunft eine Pleite wird abwenden können, jedoch im laufenden sowie mindestens auch noch im kommenden Jahr Verluste in dreistelliger Millionenhöhe wird verbuchen müssen. Entsprechend dürfte es zu weiteren Verwässerungen kommen. Die Konkurrenz schläft zudem nicht: Finanzstarke Autobauer aus Asien und Europa rüsten auf und in Schweden soll ebenfalls eine riesige "Gigafabrik" zur Batteriefertigung entstehen - pikanterweise unter Federführung ehemaliger Tesla-Manager.

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