Spotify: Hilft der verschärfte Sparkurs der Aktie?

04.12.23 um 15:02

Zum dritten Mal im Jahr 2023 muss Spotify (WKN: A2JEGN) Sparmaßnahmen ankündigen, was die Aktie allerdings im Vergleich zum Schlusskurs am Freitag um +3% anziehen lässt. Das müssen Aktionäre jetzt wissen.

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ℹ️ Spotify vorgestellt

Spotify Technology S.A. bietet zusammen mit seinen Tochtergesellschaften weltweit Audio-Streaming-Dienste an. Zum klassischen Musik-Streaming kam in den vergangenen Jahren auch der immer stärker wachsende Podcast-Markt hinzu. Das Unternehmen bietet auch Verkauf, Vertrieb und Marketing, Auftragsforschung und -entwicklung sowie Kundenbetreuungsdienste an. Spotify Technology S.A. wurde 2006 gegründet und ist heute an der Börse 25,42 Milliarden US$ wert.

Nächster Stellenabbau

Überraschend hat Spotify es am Montag zum dritten Mal in diesem Jahr getan und angekündigt, Personal einzusparen. Trotz eines erstmaligen Quartalsgewinns seit 2021 will das Management noch weiter Gelder einsparen.

So hieß es in einer Mittelung von CEO Daniel Ek:

Nach den meisten Maßstäben sind wir produktiver, aber weniger effizient. Wir müssen beides sein. In Anbetracht der Diskrepanz zwischen unserem finanziellen Zielzustand und unseren aktuellen Betriebskosten habe ich beschlossen, dass eine substanzielle Maßnahme zur Anpassung unserer Kosten die beste Option ist.

Angesichts dessen kündigte der Musik-Streamingdienst die Streichung von 1500 Stellen an, was rund 17% der Belegschaft entspricht. Bereits in den Vormonaten hat man 800 Mitarbeiter eingespart. Überdies hieß es vom CEO auch, dass man bereits für 2024 und 2025 weitere kleinere Streichungen des Headcounts erwäge.

Aktie interessant

Spotify möchte also profitabler werden, denn neben den 70% an Lizenzgebühren, welche man an die großen Musiklabels zahlt, sind die Personalkosten einer der größten Posten. Allerdings besteht die Befürchtung, dass Spotify so wertvolles Humankapital verliert – nicht nur im Bereich der entlassenen Mitarbeiter, sondern auch was ihre noch unter Vertrag stehenden Kollegen angeht, die in einer solch unsicheren Situation öfter zum Wechsel des Arbeitgebers greifen dürften.

Aktionäre von Spotify zeigten sich aber trotzdem am Montag zunächst sehr positiv über die Nachricht der Einsparungen. So stieg die Aktie knapp unter die Marke von 170 €. Ein Anstieg über diesen Widerstand dürfte allerdings schwierig werden, was an der dort verlaufenden 200-Tage-Linie auf Sicht von 5-Jahren sowie der psychologischen Barriere liegt. Zudem sind auch die Analysten mit einem durchschnittlichen Kursziel von 173 € nicht mehr allzu optimistisch.

Auch wenn also kurzfristig eher weniger Potenzial bei Spotify besteht, so kann die Aktie aus meiner Sicht trotzdem durchaus für eine langfristige Anlage interessant sein. Dazu muss das Unternehmen allerdings dauerhaft profitabel arbeiten und sich gleichzeitig weiter gegen die Konkurrenz wie Amazon und Apple behaupten.

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Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Spotify. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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