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Sascha / 09.09.20 / 14:13

Slack Technologies: Darum bricht die Aktie ein!

Zu den größten Verlierern an der New Yorker Börse dürfte heute die Aktie des Kollaborationssoftwareanbieters Slack Technologies (WKN: A2PGZL) gehören. Grund hierfür: die gestern Abend – nachbörslich – vermeldeten Quartalszahlen.

Dabei fielen diese auf den ersten Blick erneut sehr stark aus. So vermeldete Slack einen Quartalsumsatz in Höhe von knapp 216 Millionen US-Dollar und konnte damit die Konsensschätzungen der Analysten, die bei nur gut 209 Millionen US-Dollar lagen, locker schlagen. Zwar fiel dabei ein Verlust in Höhe von knapp 75 Millionen US-Dollar respektive -0,13 USD je Aktie an. Bereinigt schaffte die Gesellschaft jedoch schon den Break-even. Dabei hatten die Anlageexperten mit einem bereinigten Verlust je Aktie von -0,03 USD kalkuliert.

Management hebt auch den Ausblick leicht an...

Doch damit noch nicht genug der guten Nachrichten. Denn auch der Ausblick wurde vom Management des Unternehmens um CEO Stewart Butterfield noch leicht angehoben. So erklärte der CEO im Conference Call mit Analysten, dass man im zweiten Halbjahr 2020 mit einem substanziellen Wachstum der Bezahlabonnements rechne. Angefeuert werden die Geschäfte dabei natürlich auch von der Covid-19-Pandemie, die für den Durchbruch der Heimarbeit gesorgt hat, was Slack in die Karten spielt.

Daher erwarte man im bereits laufenden dritten Fiskalquartal nun einen Quartalsumsatz zwischen 222 und 225 Millionen US-Dollar (arithmetisches Mittel: 223,5 Millionen US-Dollar) bei einem bereinigten Verlust je Aktie zwischen -0,05 und -0,06 USD. Dementsprechend dürfte der Jahresumsatz 2020 auf 870 bis 876 Millionen US-Dollar (arithmetisches Mittel: 873 Millionen US-Dollar) steigen – bei einem bereinigten Verlust je Aktie zwischen -0,13 und -0,14 USD. Warum aber wurde die Aktie dann nachbörslich derart (immerhin -18%) ausverkauft?

Ähnliche Probleme wie FortiNet!

Ganz einfach! Weil es eben doch eine Kennzahl gab, die den Marktteilnehmern so gar nicht in den Kram passte, nämlich die "Billings" (zu Deutsch: Abrechnungen/Rechnungen). Konkret konnte Slack nämlich nur Rechnungen im Gesamtvolumen von 218,2 Millionen US-Dollar stellen. Erwartet hatten die Analysten hier jedoch 232,9 Millionen US-Dollar. Aber warum ist das so wichtig?

Nun, weil es nach Auffassung der Marktteilnehmer zeigt, dass viele kleine und mittlere Unternehmen, die Slack sehr stark zu seinen Kunden zählt, aktuell sparen müssen. Zwar sagte Finanzchef Allen Shim im Conference Call mit Analysten, dass man aktuell nur eine geringe "Churn Rate" (zu Deutsch: Abwanderungsrate) bei Kunden, die bis zu 100.000 US-Dollar pro Jahr bezahlen, sehe. Die – wie schon bei FortiNet – sehr schwachen "Billings" deuten aber doch auf gewisse Probleme hin.

Ob man angesichts der starken Umsatz- und Gewinnentwicklung dieser, wenngleich doch deutlich – um mehr als sechs Prozent - verfehlten, Kennzahl eine so überragende Bedeutung zumessen muss, wie das offensichtlich viele Anleger tun, lasse ich mal offen. Selbst einige Analysten verteidigen die Aktie daher heute, senken allerdings doch ihre Kursziele. Ich halte die Aktie von Slack nach wie vor für aussichtsreich, würde vor einem (Nach)Kauf jedoch eine Bodenbildung abwarten!

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