Roundup: SNP Schneider-Neureither, L&S und Tele Columbus

von Redaktion  /   30. August 2018, 18:40  /   unter Aktien, Technologie  /   Keine Kommentare

Nebenwerte im Fokus: SNP Schneider Neureither (WKN: 720370) und Tele Columbus (WKN: TCAG17) drängen – ja explodieren – nach den jüngsten Kursstürzen stark nach oben. Der Broker Lang & Schwarz (WKN: 645932) dagegen schmiert nach einer spektakulären Rallye fast ebenso kräftig ab. 

Die SNP-Aktie machte am Mittwoch alle Kursverluste der jüngeren Vergangenheit mit einem Satz über +40% wett und Laien machen große Augen. Bei Tele Columbus indes sorgte das Management mit einer „Gewinnwarnung light“ für positive Stimmung am Markt. Wir haben im Roundup alle spannenden Hintergründe – auch zur L&S-Aktie.

SNP vor Übernahme?

SNP Schneider Neureither – das selbsternannte „weltweit führende Unternehmen für Transformationstechnologie“ für IT-Landschaften im Corporate Bereich – war zuletzt nicht ganz so erfolgreich, wie man sich das am Neckar im malerischen Heidelberg vorstellt.

Ende Juli kappte SNP die Prognose für das laufende Jahr: 2018 erwartet das Management nun Erlöse zwischen 135 und 140 Mio. Euro (zuvor: 150 bis  155 Mio. Euro). Das EBIT wird für das Gesamtjahr leicht negativ gesehen, während die Zielvorgaben im mittleren einstelligen Prozentbereich lagen. On top kommt der Vertrauensverlust.

Nach der gestrigen Meldung fragen sich Investoren: Was kommt hier genau? Wie das IT-Haus gestern bekannt gab, wird eine Kapitalerhöhung über 1,127 Mio. Aktien vorbereitet. Das sind über 20% des Grundkapitals.

Nach dem Kurssturz rechnete der Markt vermutlich ohnehin mit einer Kapitalmaßnahme. Dass diese nun mit dem Einstieg von strategischen Investoren und einer Änderung der vielgescholtenen Geschäftsführung einhergeht, schafft Zuversicht am Markt.

So hat der SNP-Verwaltungsrat am 4. August (!) einstimmig beschlossen, die Führungsstruktur dahingehend zu ändern, dass neben SNP-Gründer und bisherigem Allein-CEO Dr. Andreas Schneider-Neureither mindestens ein weiterer geschäftsführender Direktor bestellt wird.

Dazu kommt: Nach eigenen Angaben steht der IT-Transformierer in Gesprächen mit mehreren Investoren „über deren langfristigen Einstieg als strategische Investoren.“ Diese sind nach SNP-Angaben gewillt, über die Börse zu kaufen, wie auch die Kapitalerhöhung (wie gesagt >20% des Grundkapitals) zu zeichnen!

Unsere Meinung: Ein erhöhtes Kursniveau dürfte hier gehalten werden. Ob sich das Interesse von strategischen Investoren in absehbarer Zeit als „Übernahmeangebot“ entpuppt, ist Spekulation und wird sich zeigen. Einen ersten Fuß haben die Investoren schonmal in der Tür. Klar ist: Hier will ein großer Investor operativ und auch stimmrechtlich mehr Kontrolle. Offene Fragen bleiben.

Tele Columbus – wie Phoenix aus der Asche?

Hier stellt sich die Frage: War der Kurssturz von fast 10 Euro auf bis 2,42 Euro berechtigt oder übertrieben?

Am Mittwoch explodierte der SDax-Wert um +27%. Am Morgen gab Tele Columbus bekannt, dass man mit einem EBITDA von mindestens 235 Mio. Euro für 2018 rechne und nahm Kritikern damit etwas den Wind aus den Segeln.

Dennoch: Abgesehen davon, dass das massiv verschuldete Unternehmen weiter auf EBITDA-Niveau kommuniziert, kündigte man auch an, dass „die Zusammenführung der gruppenweiten Accounting-Plattformen auf ein gemeinsames ERP-System“ Anfang September 2018 abgeschlossen sein soll. Hier gibt es noch keine Entwarnung.

Fazit: Investoren bleiben vorsichtig – und nehmen im Falle von Gewinnen – den Einsatz vom Tisch.

Lang & Schwarz – Rutsch nach Zahlen – Rebound möglich?

Das war nichts: Mit über -19% rauscht die L&S-Aktie am Donnerstag ab. Einigermaßen verständlich, denn die Zahlen für das erste Halbjahr lagen weit unter den Erwartungen. Das Ergebnis pro Aktie beispielweise wurde im ersten Halbjahr auf 1,08 Euro (3,34 Mio. Euro/ Vorjahr: 0,91) gesteigert.

Weiterhin will L&S nach eigenen Angaben das Rekordergebnis des Vorjahres erreichen.

Teilnehmer unseres Live Chats wiesen bereits frühzeitig auf die Trading-Chancen hin, die sich im Laufe des Tages ergeben hatten.

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