Robinhood: Blase geplatzt

Manuel
18.01.22 um 9:12

Die Robinhood-Aktie (WKN: A3CVQC) gerät vor dem Hintergrund der noch ausstehenden „Payment For Order Flow“-Lösung durch die US-Zulassungsbehörde SEC immer weiter unter Verkaufsdruck und notiert nur noch bei 15,17 US$, ein Minus von mehr als 50% in sechs Monaten. Die 38 US$ zum IPO waren wohl deutlich zu hoch gegriffen.

Mittels der Tochtergesellschaften Robinhood Financial und Robinhood Securities (und ferner Robinhood Crypto für Digitalwährungen) tritt Robinhood als sogenannter Broker Dealer auf. Besonders bei jüngeren Anlegern ist der Broker etabliert.

IPO-Hochflug und dann Absturz

Die 38 US$ zum IPO waren deutlich zu hoch gegriffen. Unser Update am Tag des Peaks auf 85 US$ war ein Volltreffer. Im Verlauf fiel die Aktie auf den Tiefstand von 14,73 US$ am vergangenen Freitag (Montag handelsfrei). Der Börsenwert Robinhoods sank von jenseits 70 Milliarden US$ auf aktuell nur noch 13 Milliarden US$.

Robinhood agierte damals mit einer Premiumbewertung gegenüber anderen Neobrokern und konnte das Ertragspotenzial des Kerngeschäfts der Brokerkommissionen bereits ansatzweise zeigen.

In die Debatte um die als „Payment For Order Flow“ (PFOF) bekannte Broker-Praxis (wir berichteten) schalten sich neuerdings Akteure wie die Yale Universität ein. Robinhood erwartet im Falle einer Regulierung „steigende Compliancekosten und einen erheblich sinkenden transaktionsbasierten Umsatz“.

Impulse für Rebound bleiben aus

Die Unsicherheit der Entscheidung belastet die Robinhood-Aktie ebenso wie steigende Leitzinsen. In Bälde dürfte entschieden sein, ob sich PFOF durchsetzt. SEC-Chef Gary Gensler bekräftigte im Oktober die Ambition für ein Verbot des PFOF-Modells.

Wir behalten unsere abwartende Einschätzung zur Aktie bei. Aufgrund der Gemengelage besteht zurzeit kein Handlungsbedarf.

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