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Porsche-Aktie: Im Dezember bereits im DAX?

Simon Ruic / 29.09.22 / 10:31

Die Porsche AG legt heute den größten deutschen Börsengang seit einem Vierteljahrhundert hin. Dank einer in Anbetracht der aktuellen Börsenmalaise „phänomenalen Nachfrage“ gibt der Mutterkonzern Volkwagen die Anteile der Luxusmarke zu einem Preis von je 82,50 € aus – also am oberen Ende der vorab ausgegebenen Spanne. Wohlgemerkt wird jedoch nur ein Viertel der Vorzugsaktien in den freien Handel kommen. Reicht das dann, um im Dezember geradewegs in den DAX aufzusteigen?

Der größte IPO an der Frankfurter Börse seit über 25 Jahren ist vollbracht: Der Automobil-Riese Volkswagen hat 113,9 Millionen Vorzugsaktien seiner Edelmarke Porsche für je 82,50 € an Anleger ausgegeben und landet damit am oberen Ende der vorab ausgegebenen Spanne von 76,50 bis 82,50 €. Das teilte der DAX-Konzern am Mittwochabend mit, nachdem die Zeichnungsfrist verstrichen war.

Die Porsche AG erreicht damit bezogen auf den Ausgabepreis eine Marktkapitalisierung von 75 Milliarden €. Mutterkonzern VW sammelt knapp 9,4 Milliarden € ein, was den IPO der Sportwagen-Ikone zur größten deutschen Erstemission seit 1996 macht, als die Deutsche Telekom dem Bund rund 10 Milliarden € in die Kasse gespült hatte.

Internationale Finanzszene feiert „phänomenale Nachfrage“

Das Porsche-Debüt rettet darüber hinaus die hierzulande schwache Börsengang-Bilanz: Im dritten Quartal hätte es ohne den IPO der VW-Tochter auf den deutschen Handelsplätzen keinen einzigen Newcomer gegeben.

Auch international steht die Porsche-Emission im Rampenlicht – als weltweit mit Abstand größte im laufenden Quartal und drittgrößte im bisherigen Jahresverlauf. In Europa gab es seit dem Glencore-Börsengang vor elf Jahren kein größeres Emissionsvolumen. New Yorker Investmentbanker sprachen in Anbetracht des mauen Börsenumfelds von einer „phänomenalen Nachfrage“ nach den Porsche-Papieren.

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Steigt Porsche prompt in den DAX auf?

Seit geraumer Zeit schon wird die Porsche-Aktie als Aufstiegskandidat für die erste deutsche Börsenliga gehandelt. Zu diesem Zeitpunkt ist es jedoch noch unklar, ob es schon im Dezember gelingen wird, wenn die Deutsche Börse turnusgemäß die Zusammensetzung ihrer Indizes prüft.

Entscheidend ist dabei das Volumen der frei handelbaren Anteile, die sich im Streubesitz befinden. Da bei Porsche nur ein Viertel der Vorzugsaktien in den freien Handel kommen wird, kommt der Debütant hier lediglich auf die besagten 9,4 Milliarden €.

Bei den besonders strengen Winter-Kriterien der Deutschen Börse ist ein Aufstieg in den DAX 40 außerdem nur dann möglich, wenn das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt bei der Marktkapitalisierung mindestens auf Rang 33 liegt.

Die Investmentbank Stifel Europe hat diesbezüglich nachgerechnet: Bei dem Ausgabepreis von 82,50 € kommt Porsche demnach auf den 32. Listenplatz. Damit würde der Sportwagenbauer prompt in den DAX ziehen und voraussichtlich den Modehändler Zalando verdrängen.

Der durchschnittliche Börsenwert der 20 letzten Handelstage im November ist für die Indexaufnahme jedoch ebenfalls von Belang. Sollte sich die Porsche-Aktie in den kommenden Wochen schwach entwickeln, könnte der DAX-Aufstieg durchaus noch platzen. Eine Notierung im Nebenwerte-Index MDAX dürfte jedoch sicher sein, da dafür Rang 83 ausreichend ist.

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Interessenkonflikt: Autor, Herausgeber und Mitarbeiter halten Aktien des besprochenen Unternehmens Volkswagen AG und hat / haben eine Zeichnung in der Porsche AG aufgegeben. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber und Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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