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Porsche-Aktie: DAX-Aufstieg oder Absturz?

Simon Ruic / 14.10.22 / 12:49

Die Aktie der Porsche AG (PAG911) klettert bis zum Freitagmittag um über +3% auf 89,30 €, nachdem der Sportwagenhersteller überraschend starke Q3-Absatzzahlen präsentiert hat. Marschiert das Papier nach seinem IPO geradewegs in den DAX? Oder droht bald der nächste Absturz eines deutschen Börsen-Neulings?

Der Sportwagenhersteller Porsche AG mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen ist seit Ende September an der Frankfurter Börse gelistet und nicht zu verwechseln mit der der ebenfalls börsennotierten Porsche Automobil Holding SE – der Gesellschaft, in der die Familien Porsche/Piech ihre VW-Anteile gebündelt hat. Nach dem aufsehenerregenden IPO ist die Marktkapitalisierung des Autobauers über den Emissionswert auf zuletzt rund 80 Milliarden € gestiegen.

Starkes 3. Quartal: Absatzplus nach 9 Monaten

Mit einem starken dritten Quartal hat Porsche seinen Absatzrückgang im ersten Halbjahr ausgebügelt. So teilte die Luxuskarossen-Schmiede am Freitag mit, dass sie zwischen Juli und September gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast ein Fünftel mehr Neuwagen verkauft hat.

In den ersten neun Monaten des Jahres hat das Unternehmen damit mehr als 221.000 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Wachstum von rund +2% entspricht. Die Zugewinne verbuchten die Zuffenhausener insbesondere in Deutschland (+9%) und im übrigen Europa (+11%), während die Auslieferungen im weltgrößten Automarkt China um -1% zurückgingen.

Zum Halbjahr war der Absatz noch -5% hinter dem Vorjahr zurückgeblieben. Doch die monatelangen Einschränkungen in der Volkrepublik durch Corona-Lockdowns konnte Porsche im dritten Vierteljahr demnach ebenso ausgleichen wie die Folgen eines Frachter-Unglücks. Im ersten Quartal war ein Transportschiff, auf dem sich über 1.000 Fahrzeuge der Edelmarke befanden, auf dem Weg in die USA ausgebrannt und gesunken.

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Im Dezember schon im DAX?

Die Auslieferungszahlen sind an der Börse naturgemäß gut angekommen: Die Porsche-Aktie kletterte bis zum Freitagmittag um +3,07% auf 89,28 €. Damit hat sich der Titel in den ersten Tagen, nachdem die Konsortialbanken ihre Stützmaßnahmen an der Börse eingestellt haben, gut geschlagen. Der Kurs notiert nun mehr als +7% über dem Ausgabepreis.

Nach dem starken Börsenstart hoffen nun viele Anleger auf einen Aufstieg in den DAX, wenn die Deutsche Börse im Dezember turnusgemäß die Zusammensetzung ihrer Indizes prüft. Laut der Investmentbank Stifel Europe ist es durchaus möglich, dass Porsche prompt einen Platz in der ersten deutschen Börsenliga ergattert und den Modehändler Zalando dabei verdrängt.

Oder droht der nächste Absturz eines Börsen-Newcomers?

Auf der anderen Seite haben auch die Pessimisten starke Argumente. Fakt ist etwa: Die meisten deutschen Börsenneulinge der vergangenen beiden Jahre sind seit ihrer Erstemission derzeit deutlich mehr als 50% im Minus. Den letzten IPO im Prime Standard machte im Juli 2021 Brillen-Verkäufer Mister Spex (-88%), davor Cherry AG (-83%), Bike24 (-82%) und About You (-77%).

Dass Porsche in ein paar Monaten das gleiche Schicksal ereilt, ist daher nicht ganz unrealistisch. Der Börsengang des Sportwagenherstellers ist jedoch in so mancher Hinsicht einzigartig – etwa weil es sich um eine Marke von globaler Bedeutung handelt, ein trophy asset, wie es an der Wall Street heißt, das auch in einem schwierigen Markt hohe Nachfrage von Investoren anzieht.

Auf das richtige Pferd setzen

Die Aktie der ehemaligen VW-Tochter ist daher zwar sicherlich nicht zu einem baldigen Absturz verdammt; Anleger sollten sich dennoch genau überlegen, in welches Papier der VW-Porsche-Gruppe sie investieren wollen. Bei sechs verschiedenen Gattungen von Stamm- und Vorzugsaktien der Porsche SE, Volkswagen AG und Porsche AG hat man schließlich die Qual der Wahl.

Aus diesem Grund hat SD-Finanzexperte Jens Lion den Porsche-Börsengang und das wirre Konstrukt der Unternehmensgruppe intensiv beleuchtet und kommt zu einer klaren Handelsempfehlung. Interessierte können hier seinen kostenlosen Sonder-Report herunterladen:

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Interessenkonflikt: Autor, Herausgeber und Mitarbeiter halten Aktien des besprochenen Unternehmens Volkswagen AG und hat / haben eine Zeichnung in der Porsche AG aufgegeben. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber und Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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