Nel-Aktie: Das hat gerade noch gefehlt

von (mh)  /   12. Juni 2019, 17:01  /   unter Small Caps, Technologie-Aktien  /   3 Kommentare

Nach dem Feuer und der Explosion auf einer Wasserstoff-Tankstelle in der Nähe von Oslo (wir berichteten) herrscht bei Nel-Aktionären Unsicherheit. Die Nel-Aktie (WKN: A0B733) taucht an der Leitbörse in Oslo am Mittwoch um weitere -12,67% auf bis zu 5,03 NOK ab. 

Nun werden die Folgen des Vorfalls an der H2-Tankstation deutlich: Wie Spiegel berichtet, reagieren Toyota und Hyundai mit einem sofortigen Auslieferungsstopp von Brennstoffzellenautos in Norwegen. Nel selbst schloss H2-Stationen in dem skandinavischen Land. Die gute Nachricht: Schwere Personenschäden habe es bei der Explosion nach Aussagen von Nel-CEO Jon André Lokke nicht gegeben.

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Folgen der Explosion werden visibel

Nel kontrolliert einen Großteil der Infrastruktur von Wasserstoff-Tankstellen in Norwegen. Das 650-Millionen-Euro-Unternehmen entwickelt und versorgt unter anderem Tankstellen und Brennstoffzellenfahrzeuge mit Wasserstoff. Die neuesten Entwicklungen sind da logischerweise eher kontraproduktiv.

Nel-Aktie: Anleger zahlen jetzt weniger als Profi-Investoren im April

Die Nel-Aktie pendelte sich heute – wie von uns erwartet – vorübergehend auf der Marke von 5,45 NOK, dem Niveau der letzten Kapitalerhöhung, ein. Am Dienstag hieß es im Bericht:

Fakt ist, Nel hat im laufenden Jahr mehrmals den Kapitalmarkt angezapft. Die Zeichner der Maßnahmen liegen auch aktuell noch in der Gewinnzone. Das Zeichnungsniveau von 5,45 NOK sollte einen erkennbaren Widerstand darstellen. Heute wurde das Level an der Börse in Oslo unterschritten, der Kurs jedoch rasch wieder hochgekauft.

Nel hatte zu diesem Kurs erhebliche Aktienpakete an Großinvestoren ausgegeben. Nachdem die Aktie um die Marke kämpfte, wird diese am Mittwoch klar unterboten. Das könnte zusammenhängen mit „Sicherheits-“ oder „Panikverkäufen“, zu denen wir allgemein nicht raten.

Weiteres Abrutschen möglich, aber unwahrscheinlich

Die Nachrichten der letzten beiden Tage verdichten sich zu einem echten Kursschlamassel. Die Nel-Aktie hat in nur zwei Tagen von 7,05 auf 5,03 NOK an Wert verloren. Weitere Sicherheitsverkäufe und eine anhaltende Korrektur in den Bereich um 4,70 NOK würden wir nicht ausschließen. Dort befinden sich die Hochs aus 2018. Spätestens dann sollte die Aktie starke Unterstützung finden und mehr Käufer als Verkäufer.

Anleger sollten sich auch bewusst sein: Ein Schnäppchen ist die Nel-Aktie mit einer Marktkapitalisierung von 650 Millionen Euro und einem erwarteten Umsatz für 2019 in Höhe von etwa 60 Millionen Euro kaum. Die Vorfälle an der Nel-Wasserstoffstation in Kjørbo strahlen auf die Industrie aus und dürften wieder die Diskussion um die Sicherheit von H2 im Verkehr befeuern.

3 Kommentare

  1. Hr. Held 12. Juni 2019 18:01

    Ein Explosion einer H2-Tankstelle wird aufgepauscht als wäre eine Wasserstoffbombe explodiert. Was ist mit den unzähligen Elektroautos und Samsung Tablets die abgebrannt sind. Ich bin mir nicht sicher was schlimmer ist bzw. welche Unfälle mehr Menschen gefährdet haben.
    Für mich ist der H2-Antrieb immer noch der Antrieb der Zukunft!

  2. Maik 12. Juni 2019 21:26

    Genauso sieht es AUS! Die Automobilbranche ist auch nur eine Facette von Wasserstoff. Fossilfreie Stahlproduktion, Einsatz in Zügen oder heute aktuell in Drohnen, sind weitere interessante Zweige. Die Ankündigung des mächtigen norwegischen Staatsfonds demnächst nicht mehr in fossile, sondern in grüne Technologien zu investieren, wird auch der Wasserstoffbranche einen neuen Schub versetzen. Ich jedenfalls werde meine Anteile am Unternehmen halten, das Potential ist riesig

  3. Manfred Ecki 15. Juni 2019 14:04

    NEL Oslo hat etwas vergessen oder verschlafen !
    Die heutige Technik in der Mechanik und der Elektronik hat alles in den Regalen was zur Sicherheits -Pflicht gehört , um derartige Unfälle , Explosionen bzw Zerstörung zu verhindern.
    Also, muss die Firma nur ein paar Kleinigkeiten zusätzlich einbauen und einen leeren Reservetank für einen Überdruck benutzen, damit so etwas nicht mehr passieren kann.

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