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MLP: Das spricht für die Aktie

Rudolf Schneider / 08.09.23 / 12:10

Die Aktie des Finanzdienstleisters MLP (WKN: 656990) verlor am Freitagmorgen -0,4% und steht aktuell bei 4,85 €. Nach dem Anstieg auf 6 € im März hat die MLP-Aktie in den Folgemonaten wieder alle seit Jahresbeginn angefallenen Kursgewinne abgegeben. Was ist hier bloß los?

stock.adobe.com/Digital Vision Lab

ℹ️ MLP vorgestellt

Die MLP SE ist die Holdinggesellschaft der gesamten MLP-Gruppe. Aus dem anfänglichen Finanzvermittler ist mittlerweile ein breit aufgestellter Finanzkonzern mit einer eigenen Bank geworden. Dabei werden die einzelnen Sparten in Tochtergesellschaften gebündelt. Der Hauptsitz befindet sich in Wiesbaden. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 531 Millionen €.

In schwierigem Umfeld gut behauptet

Momentan ist für Finanzdienstleistungsunternehmen und Banken nicht gerade die beste Zeit, hierunter leidet auch das Wiesbadener Unternehmen. Dennoch zeigt der am 10. August veröffentlichte Halbjahresbericht auch positive Aspekte.

Beim Gesamterlös wurde erneut ein neuer Rekordwert erzielt – er stieg von 472,6 Millionen € im Vorjahr auf 475 Millionen €. Dabei zeigte sich eine sehr unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Bereichen. Bei der Bank waren die Zinserträge stark gestiegen. Auch im Versicherungsbereich konnte ein gutes Wachstum erzielt werden. Im Bereich Baufinanzierungen führten die erhöhten Zinsen jedoch zu einem hohen Einbruch von 60%.

Das gute Ergebnis im Vorjahr von 44,1 Millionen € konnte nicht wiederholt werden, das operative EBIT sank auf 37,4 Millionen €. Hierin sind Einmalaufwendungen von 2,8 Millionen € enthalten. Untern Strich verblieb ein Konzerngewinn von 23,6 Millionen €.

Sehr positiv hat sich der Bereich Vermögensverwaltung entwickelt. Hier stieg der Betrag auf einen neuen Rekordwert von 55,7 Milliarden €.

Alles in allem sind die Geschäftszahlen solide ausgefallen.

Dr. Uwe Schröder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP SE, kommentierte die Entwicklung so:

Die MLP Gruppe bleibt auf Kurs: Wir haben uns in den ersten sechs Monaten eine sehr solide Ausgangsposition für das Gesamtjahr erarbeitet. Dank der strategischen Aufstellung unserer Gruppe konnten wir uns in einem Umfeld behaupten, das unverändert von Krisen und ihren Auswirkungen geprägt ist.

Jahresprognose bestätigt

Aufgrund der bisherigen Entwicklung sieht das Unternehmen sich in seiner Jahresprognose bestätigt. Demnach wird ein operatives EBIT von 75 bis 85 Millionen € erwartet.

In seiner längerfristigen Prognose bis 2025 soll das EBIT bei 100 bis 110 Millionen € liegen. Dann sollen die Gesamterlöse mehr als 1,1 Milliarden € betragen.

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Was können Anleger zukünftig erwarten?

Eigentlich weist das Unternehmen in der Vergangenheit eine solide Geschäftsentwicklung aus. Hiervon konnte der Kurs nur während der Pandemie überproportional profitieren – der Kurs verdoppelte sich bis Ende 2021 auf rund 8,60 €. Danach ging es wieder abwärts und die MLP-Aktie notiert aktuell wieder auf dem Niveau von Anfang 2020.

Der starke Rückgang im vergangenen Jahr war die Korrektur des ebenso starken Anstieges in 2021, hier war die Kurseuphorie offenbar zu hoch. Zum jüngsten Rückgang seit März trug die internationale Bankenkrise wahrscheinlich wesentlich bei.

Meiner Meinung nach bietet die MLP-Aktie ein Potenzial bis 6 €. Die Basis für diese Einschätzung ist das hohe Eigenkapital von 547 Millionen €, das deutlich über der aktuellen Marktbewertung liegt. Der Rückgang des operativen Ertrages sollte nicht überbewertet werden, in der allgemein schwierigen Situation hat das Unternehmen sich gut behauptet.

Die Erwartungen des Analysehauses Pareto Securities mit 9 € halte ich für zu optimistisch. Dafür ist das finanzielle Umfeld zu schwach: Die privaten Haushalte können aufgrund der hohen Inflation immer weniger sparen.

Mein Fazit: Die Aktie eignet sich gut als Depotbeimischung, hierfür sorgt allein schon die hohe Dividendenrendite von aktuell 6,1%. Anleger sollten jedoch beachten, dass das geringe Handelsvolumen zu irrationalen Kursen führen kann.

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