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Microsoft-Aktie: Das verdirbt Anlegern den Appetit

Frank Giarra / 02.06.22 / 17:20

Die Microsoft-Aktie (WKN: 870747) legt heute mit rund -1,6% auf 268 US$ den Rückwärtsgang ein und nimmt die Wall Street gleich mit. Der US-Tech-Riese hat überraschend die Prognose für das vierte Quartal gesenkt, das passt den Investoren natürlich nicht. Können Anleger hier trotz des -20%-Absturzes seit Jahresbeginn dennoch cool bleiben?

Die im Jahr 1975 gegründete Microsoft Corporation ist ein internationaler Hard- und Softwareentwickler und ein Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Redmond, einer Stadt im Großraum Seattle im US-Bundesstaat Washington. Für 2021 wurde die Zahl der weltweit Beschäftigten mit 181.000 angegeben. Aktuell wird das Unternehmen mit etwa 2 Billionen US$ an der Börse bewertet.

Weniger Umsätze und Gewinne

Heute hat der Software-Gigant überraschend ein Update seiner Geschäftsprognose vorgelegt. Sowohl die Umsätze als auch die Gewinne sollen geringer ausfallen als erwartet. Es werden jetzt Erlöse von 51,94 bis 52,74 Milliarden US$ prognostiziert, zuvor waren es 52,4 bis 53,2 Milliarden US$. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun nur noch in einer Range von 2,24 bis 2,32 US$ liegen, zuvor waren es 2,28 bis 2,35 US$.

Starker Dollar belastet

Der Konzern macht vorwiegend Währungseffekte für die schwächere Prognose verantwortlich. Microsoft kalkuliert infolgedessen mit rund einer halbe Milliarde US$ an zusätzlichen Belastungen. Hier macht sich also der seit Monaten starke Dollar negativ bemerkbar.

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Ende April hatte Microsoft noch in allen Bereichen gute Zahlen vorgelegt und vor allem mit den extrem wichtigen Cloud-Umsätzen geglänzt, die um 32% auf 23,4 Milliarden US$ gesteigert wurden. Auch der um 18% auf 49,4 Milliarden US$ verbesserte Umsatz im dritten Quartal und der um 9% auf 2,22 US$ je Aktie erhöhte Gewinn gefielen.

Nur kurz Höhenluft geschnuppert

Doch die Aktie hat seitdem keineswegs eine Trendwende geschafft, sondern nur kurz Höhenluft geschnuppert und dann sogar ihre Talfahrt fortgesetzt. Damit befindet sie sich in mieser Gesellschaft, denn Tech-Werte werden seit Jahresbeginn im Zuge steigender Zinsen mit wenigen Ausnahmen abgestraft, oft sogar gnadenlos.

Andere Sektoren aussichtsreicher

Offenbar ist die Wall Street immer noch damit beschäftigt, Luft bei den in den vergangenen Jahren sehr gut gelaufenen und hoch bewerteten Tech-Werten abzulassen. Das 52-Wochen-Tief bei 243 US$ ist nicht mehr allzu weit entfernt.

Ich glaube zwar nicht, dass es noch einmal angesteuert wird, werde mir aber dennoch vorerst keine Microsoft-Papiere ins Depot legen. Andere Sektoren, zum Beispiel Rohstoffe, erscheinen mir derzeit schlicht aussichtsreicher.

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