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/ 22.10.18 / 12:30

Leoni: Die Nerven liegen blank

Autozulieferer Leoni (WKN: 540888) kappt die Prognose für 2018! Der global tätige Anbieter von Boardsystemen für die Autoindustrie schraubt nicht nur seine Jahresziele nach unten, sondern enttäuscht auch beim Quartalsergebnis. Die Marktkapitalisierung schrumpft unter 1 Milliarde Euro, während die Aktie über -6% verliert. 

Viel von der heutigen Tragweite der Meldung scheint bereits im Kurs eingepreist zu sein. Die Leoni-Aktie hat im laufenden Jahr von 65 Euro auf jetzt únter 30 Euro verloren. Besonders die frei verfügbaren Mittel zaubern Sorgenfalten auf die Stirn. Ein Schnäppchen ist die Aktie aber nicht unbedingt.

Läuft nicht bei Leoni - die Jahresziele wurden am Montag nach unten korrigiert.

Q3-Zahlen enttäuschen

Als Grund für die Schwächephase nennt Leoni ein volatiles Marktumfeld, das vor allem durch einen schwächeren China-Markt und den neuen WLTP-Prüfzyklus (neues Standard-Verfahren für Verbrauchs- und Abgastests) eingeschränkt war.

Die vorläufigen Q3-Zahlen lauten: Der Umsatz wird mit 1,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau angepeilt und das EBIT mit 38 Mio. Euro (Q3/2017: 45 Mio. Euro). Beide Kennzahlen liegen unter den Erwartungen.

Miserable Prognose belastet Kurs

Der Konzernumsatz wird 2018 zwar leicht auf mindestens 5,1 Milliarden Euro zulegen, doch ergebnisseitig fallen die Zahlen dünner aus. Das in der Spanne von 215 bis 235 Millionen Euro erwartete EBIT wird sich nun unter 200 Millionen Euro einpendeln (2017: 225 Mio. Euro).

Den freien Cashflow, der im Q3 auf -141 Millionen Euro absackte (Q3 2017: -35 Mio. Euro), erwartet Leoni nunmehr bei bis zu -150 Millionen Euro vor Dividende (im letzten Jahr schüttete Leoni -16,34 Millionen Euro an Dividende aus).

Das anspruchsvolle Ziel, im laufenden Geschäftsjahr einen ausgeglichenen Free Cashflow vor Dividende zu erreichen, wird Leoni nicht realisieren. Das Unternehmen erwartet nunmehr einen negativen Wert von bis zu 150 Mio. Euro vor Dividende.

Deutlich bessere Turnaround-Chancen - kein Momentum

Fazit: Zurzeit gibt es eindeutig attraktivere Turnaround-Spekulationen. Leoni geht davon aus, dass das schlechte Marktumfeld anhält. Gleichzeitig will der Autozulieferer weiter in künftiges Wachstum investieren und auch die operative Arbeit soll teurer werden.

Am 14. November veröffentlicht Leoni das gesamte Zahlenwerk zum 3. Quartal.

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