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Hensoldt: Aktie vor sattem Rebound – jetzt positionieren!

Jens Lion / 04.03.22 / 15:24

Erst der Hype beim Rüstungshersteller Hensoldt AG (WKN:HAG000) infolge des Ukraine-Krieges und jetzt die Ernüchterung! Ist die Aktie nach dem Ausstieg des Finanzinvestors KKR ein Kauf? Oder weiß hier jemand mehr?

Die Taufkirchener Rüstungsfirma Hensoldt AG ist eine Sammlung ehemaliger Geschäftsbereiche von Airbus. Der Kernbereich der Aktivitäten liegt in Radar- und Sensortechnologie sowie elektronische Ausstattung von überwiegend Flugzeugen und Jets. Seit September 2020 ist die Aktie an der deutschen Börse notiert. Großaktionäre sind die Bundesregierung und der italienische Rüstungskonzern Leonardo mit jeweils 25,1%.

Nach der fulminanten Rallye das Papiers, welches wir schon seit einigen Wochen rege in unserem Live Chat diskutieren, die eiskalte Dusche: Der Finanzinvestor KKR verkauft ein 10%-Paket an der Firma mit deutlichem Abschlag, die Aktie gibt auf unter 21 € nach.

KKR-Ausstieg immer nur eine Frage der Zeit gewesen

Im Februar 2017 erwarb KKR die Geschäftsbereiche von Airbus. Für die Finanzinvestoren passt das derzeit genau in den üblichen Zeitrahmen: Normalerweise kaufen Private Equity-Investoren Unternehmen, optimieren sie einige Jahre und verkaufen dann das bestenfalls gewachsene und margenstärkere Unternehmen weiter.

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Dabei gelten sieben Jahre häufig als ein grober Richtwert für die maximale Zeit, die ein Finanzinvestor investieren möchte. Denn was bis hierher nicht optimiert wurde, wird jetzt wohl auch nicht mehr geschehen. Gleichzeitig sind die Fondsvehikel hinter den Akquisitionen ebenfalls auf sieben Jahre begrenzt. Es ist daher anzunehmen, dass KKR auch seine restliche Beteiligung beizeiten veräußern wird.

Hoher Hebel dank niedriger Marktkapitalisierung

Mit nur 2,1 Milliarden € Marktkapitalisierung bei 20,25 € je Aktie bringt die Aktie einen entscheidenden Vorteil mit sich: Landet nur ein kleiner Teil des enormen Bundeswehrpakets direkt oder indirekt in den nächsten Jahren bei Hensoldt, wird der prozentuale Effekt auf Auftragsvolumina und Erträge enorm sein.

Dass der Bund sich genötigt sah, eine 25,1%-Sperrminorität zu erwerben, sagt über die Leistungsfähigkeit der Technologie und der Nachfrage nach den Produkten wohl alles, was man wissen muss.

Risiko: Inputkosten steigen

Ein Risiko sehe ich in steigenden Inputkosten, die das Unternehmen aber vermutlich weitergeben kann. An Geld sollte es den deutschen Streitkräften bald jedenfalls nicht mangeln! Umfangreiche Risiken durch die Chipkrise sehe ich nur teilweise, da ich mir vorstellen kann, dass die Rüstungsindustrie in einer Zeit wie aktuell bevorzugt beliefert werden wird.

Aktie wird weiterlaufen

Ich bin überzeugt, dass das Papier eine erneute Rallye vor sich hat. Die umplatzierten Aktien gingen sicher zum Teil an kurzfristige Flipper. Ist dieser Überhang abgearbeitet, sehe ich weiter eine deutliche Nachfrage. Kommen die ersten Pressemitteilungen über Ausschreibungen, Aufträge oder wird gar der erwartete Vertrag mit der US-Regierung über die Passivradar-Technologie finalisiert, kann es sehr schnell gehen.

Die Nachfrage nach Aktien, die nicht unter dem Mix aus steigenden Rohstoffpreisen, vorsichtiger Nachfrage, hohen Stromkosten und einfach Angst der Anleger leidet, ist weiterhin groß. Kommt es nicht kurzfristig und überraschend zu deutlichen Entspannungen in der Ukraine, rechne ich mit einem deutlichen Kursanstieg für das Hensoldt-Papier. Das Gap bei 25,50 € wäre ein erstes charttechnisches Ziel.

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Interessenkonflikt: Autor, Herausgeber und Mitarbeiter halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des besprochenen Unternehmens und haben die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern und könnten dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt.

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