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/ 15.12.14 / 10:16

Endor nach 200%: Was tun mit den Gewinnen?

endorLeser unseres Blogs waren einmal mehr "one trade ahead!" und konnten mit der Aktie der Endor AG (WKN: 549166) in den vergangenen Wochen rund 200% Kursperformance erzielen. Wir hatten bereits im Oktober auf die potenzielle Neubewertung des Unternehmens verwiesen - damals noch bei einem Kurs von weit unter einem Euro. Mittlerweile kämpft das Papier sogar mit der nachhaltigen Überwindung der Marke von 2 Euro. Der Hersteller von hochwertigen Spiele-Peripheriegeräten und Fahrschulsimulatoren kommt damit auf eine Bewertung von gut 3,5 Millionen Euro. Immer noch nicht viel, doch trotz weiterhin vorhandener Kursphantasie nach oben ist nun auch das Risiko eines heftigen Kursrückschlags als hoch einzustufen. So hätte die Bilanz des Unternehmens noch zum Ende des letzten Geschäftsjahres ein deutlich negatives Eigenkapital aufgewiesen, wenn nicht die Aktivierung latenter Steuern für ein besseres Bild gesorgt hätte. Die Ausstattung an flüssigen Mitteln war mit etwa 350.000 Euro für einen Hardware-Produzenten ebenfalls wenig komfortabel, so dass auch weiterhin externe Finanzierungsquellen in Anspruch genommen werden dürften.

Ob der neue Geschäftsbereich Fahrschulsimulatoren sowie die im 2. Halbjahr dieses Jahres gestartete Erneuerung von Endors Produktpalette ihren Vorschusslorbeeren gerecht wird? Wir denken grundsätzlich ja! Ein weiterer Kurstreiber könnte ein doch noch positiver Ausgang des laufenden Prozesses gegen einen spanischen Distributor werden. In erster Instanz wurde Endor hier im Juni zu einer Zahlung von knapp 700.000 Euro verdonnert - Geld, was Endor im Moment nicht in der Kasse haben dürfte. Und genau hier lauert die große Gefahr! Nach Einspruch Endors wird mit dem Ergebnis in zweiter Instanz nun bis Anfang nächsten Jahres gerechnet. Anleger sollten sich des Risikos bewusst sein und ihre Gewinne vielleicht lieber erstmal absichern.

Eine Rakete wie Endor

Auf der Suche nach dem nächsten Vervielfacher zeigt sich die Aktie von Fundamental Applications (WKN: A12DSM) als ganz heißer Kandidat. Die App-Schmiede rund um Star-Entwickler Julian Ing sammelt gerade Geld bei Investoren ein, um im kommenden Jahr mit einer großen Marketingkampagne den boomenden Messenger-Markt anzugreifen. Die eigens entwickelte, optisch sehr ansprechende und mit Features wie anonymer Gruppenkonversation und Geo-Location ausgestatte "Serum"-App ist seit wenigen Wochen schon im iTunes-Store für nordamerikanische Nutzer erhältlich. Eine Android-Version soll in Kürze folgen, bevor schließlich die Marketingmaschinerie angeworfen und Serum richtig bekannt gemacht wird. Dabei helfen sollen unter anderem bislang nicht enthüllte A-Promis sowie Platzierungen in großen TV-Sendungen. Bei einem Aktienkurs von aktuell 0,19 Euro wird Fundamental derzeit mit nur 2,7 Millionen Euro bewertet. Andere App-Entwickler im Messenger-Bereich liegen hier um ein Vielfaches höher. So konnten beispielsweise mit der Aktie von Big Rock Labs (WKN: A116BN), dem Entwickler eines Messengers für Geschäftskontakte, in der zweiten Jahreshälfte rund 300% Kursgewinn erzielt werden.

Der Marktwert von Messenger-Apps erfährt erfahrungsgemäß eine gigantische Entwicklung, wenn das Potenzial erstmal erkannt wird. So wurde WhatsApp für die unglaubliche Summe von 19 Milliarden Dollar verkauft und selbst für den im Vergleich viel weniger verbreiteten und in den meisten Teilen der Welt völlig unbekannten "Yik Yak"-Messenger wurden gerade erst 62 Millionen Dollar eingesammelt, was der App eine Bewertung von insgesamt 400 Millionen Dollar einbringt. Fundamental Applications stellt derzeit die einzige Möglichkeit dar, sich über die Börse an einem noch extrem günstig bewerteten Messenger zu beteiligen. Bis zum dritten Quartal 2015 soll Serum über eine Million Nutzer zählen. Zum Vergleich: Ein SnapChat-User wird aktuell mit etwa 382 Dollar bewertet, ein WeChat-User mit 200 Dollar. Ein WhatsApp-Nutzer ist circa 42 Dollar wert. Selbst wenn man eine Millione Serum-Nutzer nur mit je 25 Dollar bewerten würde, käme die App auf eine Bewertung von 25 Millionen Dollar, was mehr als dem Siebenfachen des aktuellen Preises entspricht!

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