Manuel / 07.04.21 / 17:49

Deliveroo: Feiner Zug von Goldman Sachs

Begleitet von Fahrerprotesten startete die Deliveroo-Aktie (WKN: DLV007) heute in den Londoner Handel für Privatanleger. Der Kurs profitiert davon, dass Goldman Sachs Anteile im Wert von 75 Millionen Pfund kaufte, wie die Financial Times berichtet.

Banker von Goldman Sachs und JP Morgan stehen in Großbritannien in der Kritik, weil sie für den Listing-Prozess verantwortlich waren und dann die Kurspflege vernachlässigten. Beide Bankhäuser agierten in einem der größten Listings der britischen Börsengeschichte als "Joint Bookrunners" für die IPO-Platzierung, die zwischen 3,90 und 4,60 GBP bei Investoren platziert werden sollte. Goldman Sachs übernahm dazu die Rolle als alleiniger Stabilisierungsagent, wie aus dem Prospekt hervorgeht.

Letztlich wurde die Deliveroo-Aktie mit 3,90 GBP bepreist und verbilligte sich direkt am 31. März auf 2,87 GBP (wir berichteten). Beobachter sind sich einig, dass bei einem regen Handelsaufkommen am ersten Handelstag die Preisstabilisierung weniger erdrutschartig von statten gehen sollte wie geschehen.

Banker witzeln über „Flopperoo“

Interessanterweise war Deliveroo-CEO Will Shu früher Investmentbanker, er kennt die Tricks der Branche also aus der Jackentasche. Ähnlich wie Uber Eats, Just Eat Takeaway.com oder Delivery Hero generiert Deliveroo Einnahmen durch die Vermittlung zwischen Restaurant und Verbraucher – es stellt die digitale Plattform bereit. Mit Kurszielen halten sich Analysten derzeit zurück, AJ Bell Direktor Russ Mould bezeichnete Deliveroos Börsengang ironisch als „Flopperoo“.

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