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Manuel / 01.04.21 / 15:43

Deliveroo-Debakel: Dieser IPO hat Würze

Ernüchterung in London: Am ersten Handelstag am Mittwoch gab die Deliveroo-Aktie (WKN: DLV007) vom Ausgabepreis bei 3,90 auf 2,78 GBP nach. Das markierte den größten IPO-Patzer im Londoner Börsenviertel seit Langem.

Deliveroos LSE-Börsengang ist in puncto Marktkapitalisierung der größte seit dem des Rohstoffgiganten Glencore. 256.410.256 neue Aktien gab der Essenszusteller aus, nahm 1,5 Milliarden Pfund ein.

Es hagelt Kritik

Adressaten der Kritik sind die beiden IPO-führenden Banken Goldman Sachs und JPMorgan. Beide Banken wollten gegenüber Bloomberg nicht Stellung nehmen. Normalerweise wird – mal abgesehen von der Einzeldynamik der jüngsten Tech-IPOs wie Doordash oder Airbnb – ein Unternehmen nach Verteilung der Aktien an Investoren im Primärmarkt später an den jeweiligen Handelsplätzen so supportet, dass die Wahrscheinlichkeit eines massiven Crashs reduziert wird.

Ihren Anteil am Kursrutsch haben sicherlich Shortselling-Gruppen, die auf einen Kursverfall wetteten. Für ein Tech-Unternehmen reichlich ungewöhnlich hat Deliveroo in Europa seinen Börsengang gewagt. Beobachter sehen Deliveroos hohe Bewertung als Probe für die Aufgeschlossenheit englischer Investoren gegenüber "scale-at-pace"-Geschäftsmodellen.

Der Markt dafür ist da. Deliveroo stellt einen schönen Vergleich an. Von 21 Mahlzeiten in der Woche finden weniger als eine dieser 21 Transaktionen online statt. Ähnlich wie bei Uber (wir berichteten) besteht ein potenzielles Problem des plattformbasierten Geschäftsmodell Deliveroos im Fahrerstatus, ob freiberuflich oder festangestellt. Immer wieder gibt es Kritik hinsichtlich der Arbeitsbedingungen von Investorenseite.

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