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BioNTech: Neue Studie ist zum Erfolg verdammt

Simon / 25.01.22 / 16:44

Für BioNTech (WKN: A2PSR2) gab es in den vergangenen Wochen vorwiegend schlechte Neuigkeiten, die die Aktie des Unternehmens unter die 150 €-Marke gedrückt haben – seit dem lokalen Hoch Ende November ein Minus von -42%. Immer mehr Mediziner hatten zuletzt öffentlich die Ansicht geäußert, dass Covid-19 von Behörden bald wie eine normale Grippe behandelt werden sollte. Jetzt steht für die Mainzer die ganze Jahresplanung auf dem Spiel. Der Hoffnungsträger des Unternehmens ist eine neue Studie zu ihrem an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff.

Das Mainzer Pharma-Unternehmen BioNTech war im Spätsommer 2021 mit seinen hohen weltweiten Marktanteilen beim Covid-19-Impfstoff noch der große Gewinner der Branche. Spätestens seit dem Aufkommen der Omikron-Variante ist der Vakzin-Hersteller jedoch unter Druck und legt seine Hoffnung nun in einen speziell auf die neue Mutation zugeschnittenen Impfstoffkandidaten.

Studie zu Omikron-Impfstoff begonnen

Am Mittag gaben BioNTech und Pfizer bekannt, mit einer ersten klinischen Studie zur Untersuchung ihres Omikron-Vakzins begonnen zu haben. Der neue Impfstoffkandidat soll in der Studie als Dreifachimpfung bei ungeimpften Personen sowie als Auffrischungsimpfung bei Personen getestet werden, die bereits zwei Dosen des ursprünglichen Impfstoffs erhalten haben.

Außerdem soll eine vierte Dosis des gegenwärtigen Impfstoffs gegen eine vierte Dosis des Omikron-Vakzins bei Personen getestet werden, die ihre dritte Dosis drei bis sechs Monate zuvor erhielten. An der Studie sollen mehr als 1400 Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren teilnehmen.

BioNTech-Chef Ugur Sahin sagte:

Die Studie ist Teil unseres wissenschaftlichen Ansatzes zur Entwicklung eines variantenbasierten Impfstoffs, der vor Omikron einen ähnlichen Schutz bietet, wie wir ihn bei vorherigen Varianten beobachtet haben, der aber gleichzeitig länger anhält.

Ende vergangenen Jahres hatte BioNTech bereits angekündigt, an dem angepassten Impfstoffkandidaten zu arbeiten. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung könnte dieser bereits im März zur Verfügung stehen, erklärte das Unternehmen.

Jahresplanung steht auf dem Spiel

Die Aktien sämtlicher Impfstoffhersteller sind zuletzt stark unter Druck geraten, da die bestehenden Vakzine gegen Omikron deutlich weniger Wirkung zeigen. Zudem hatten zahlreiche Wissenschaftler die Vermutung geäußert, dass die neue Mutation das Ende der Pandemie einläuten könnte.

Sollte BioNTech bald positive Resultate der neuen Omikron-Studie melden, ist eine nachhaltige Erholung des Aktienkurses wahrscheinlich. Sollte der neue Impfstoff-Kandidat jedoch durchfallen, hätte das wohl verheerende Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens. 4 Milliarden Impfdosen wollen die Mainzer zusammen mit Pfizer in diesem Jahr herstellen. Im Worst-Case könnte das Pharma-Unternehmen dann sogar auf einem Großteil der Produktion sitzen bleiben.

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