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Bilfinger-Aktie marschiert – Richtung Jahreshoch?

Simon Ruic / 25.08.22 / 9:43

Bei der Aktie des Industriedienstleisters Bilfinger (WKN: 590900) geht es seit Dienstag kräftig bergauf: Nach Tagesgewinnen von +3,61 bzw. +3,69% startet der Titel heute wieder stark in den Handel: mit +1,5% auf 31,40 €. So setzt das Unternehmen diese Woche wieder Akzente: Die Mannheimer sichern sich einen Auftrag für die zweitgrößte Bio-LNG-Anlage weltweit und untermauern laut einer renommierten Studie ihren Marktführer-Status. Was Aktionäre zudem derzeit erheitern dürfte: Die aktuellen Markt-Entwicklungen spielen dem neuen CEO Thomas Schulz voll in die Karten.

Bilfinger mit Sitz in Mannheim hat sich vor Jahren infolge zahlreicher Akquisitionen von einem Baukonzern zu einem Industriedienstleister gewandelt. Das Unternehmen plant, implementiert und überwacht Bauprojekte überwiegend in den Bereichen Petrochemie, Chemie, Pharma oder Zement. An der Börse hat der SDAX-Konzern derzeit einen Wert von 1,2 Milliarden €.

Für die Aktie von Bilfinger ging es in den letzten beiden Tagen kräftig aufwärts. Mit Tagesgewinnen von +3,61 bzw. +3,69% kletterte der Titel zurück über die 30 €-Marke. Heute startet der Titel wieder mit +1,5% auf 31,40 €. Ein neuer Großauftrag, den die Mannheimer am Dienstag bekanntgegeben haben, leitete offenbar die Kurszuwächse ein.

Bilfinger hilft bei zweitgrößter Bio-LNG-Anlage der Welt

Demnach wird der Industriedienstleister die Reefuelery GmbH beim Bau einer Bio-LNG-Anlage unterstützen. Das Joint Venture der Erdgas Südwest GmbH und des grünen Energie- und Logistik-Unternehmens Avanca wird in der Einrichtung voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2024 jährlich 63.000 Tonnen Biomethan (Bio-LNG) produzieren, das als alternativer Kraftstoff für den Güter- und Schwerlastverkehr dient, um die CO2-Emissionen zu verringern.

Laut dem finnischen Tech-Konzern Wärtsilä, der das Werk in Burghaun bei Fulda errichten wird, wird es sich nach der Fertigstellung um die zweitgrößte Bio-LNG-Anlage der Welt handeln. Demnach können mit den produzierten Mengen bis zu 4.500 Schwerlastfahrzeuge dauerhaft klimaneutral betrieben und im Vergleich zu Diesel so jährlich bis zu 550.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Bilfinger wird bei dem Projekt den Angaben zufolge unter anderem EPC-Leistungen (Engineering Procurement Construction) für die Betankungsanlage erbringen und seine Kompetenzen im Rohrleitungsbau beisteuern. So verfügt Bilfinger über jahrzehntelange Expertise im Anlagenbau für Kunden im Kraftstoffsektor, die sich beim Bau der Bio-LNG-Anlage nahtlos auf einen grünen Energieträger übertragen ließe, heißt es seitens des Unternehmens.

Thomas Schulz, der seit März amtierende Bilfinger-CEO, kommentiert:

Bilfinger hat enormes Potenzial, die Energiewende in der Industrie aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns, Reefuelery bei der Realisierung ihrer ersten deutschen Bio-LNG-Anlage zu unterstützen. Die Anlage ist ein Modell für die Kreislaufwirtschaft und leistet einen Beitrag, Deutschland von fossilen Energien unabhängiger zu machen.

Strategischer Partner Nummer 1 der deutschen Industrie

Am Mittwoch folgte eine weitere Erfolgsmeldung von Bilfinger, die die Aktie des Unternehmens zusätzlich angetrieben haben dürfte: die Veröffentlichung der Lünendonk-Liste – eine Studie über die führenden deutschen Industriedienstleister, die das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder jährlich erstellt.

Demnach ist Bilfinger zum 14. Mal in Folge strategischer Partner Nummer 1 für die deutsche Industrie. Die herausragende Position der Mannheimer zeigt sich demnach sowohl beim Inlandsumsatz als auch im Wettbewerbs-Benchmarking. So wurde der Konzern in den Kategorien Wartung, Instandsetzung und Engineering von den übrigen Studien-Teilnehmern als wichtigster Konkurrent wahrgenommen.

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CEO Schulz setzt deutliche Akzente

Vorstandschef Schulz will sich jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen, wie er bei der Präsentation des Halbjahresberichts vor zwei Wochen deutlich machte. Sein Anspruch ist demnach, auch in puncto Effizienz und Nachhaltigkeit Industriepartner Nummer 1 zu werden. Er hat zudem ein klareres Profil, nachhaltiges Wachstum und höhere Renditen zu den Kernpunkten seiner Agenda erklärt und einen internen Prozess zur Weiterentwicklung der Strategie aufgesetzt.

Damit grenzt sich Schulz deutlich von seinem Vorgänger Tom Blades ab, der hauptsächlich mit Restrukturierung, Portfolio-Umbau und dem Verkauf defizitärer Geschäftseinheiten beschäftigt war. Hinzu kamen Querschüsse wie ein Korruptionsfall. Mit dem neuen Chef steht nun Weiterentwicklung im Fokus statt Umwälzungen, von denen es in den vergangenen Jahren mehr als genug gab.

Bilfinger profitiert von aktuellen Marktentwicklungen

Die Marktentwicklungen spielen dem neuen Unternehmenslenker dabei voll in die Karten. Die Kunden von Bilfinger stehen derzeit enorm unter Druck, ihre Anlagen effizienter und nachhaltiger zu betreiben – insbesondere hinsichtlich des Energieverbrauchs. Aufgrund der Verwerfungen infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sind Gas, Strom und Öl deutlich teurer und CO2-Einsparungen umso wichtiger geworden. Zudem können sich die Mannheimer durch das Wiederaufleben der Kernkraft in einigen Ländern lukrative Aufträge erhoffen.

Das zweite Quartal, das erste Vierteljahr des neuen Chefs, lässt bereits Fortschritte erkennen. So kletterte der Umsatz zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Zehntel auf 1,08 Milliarden €. Das operative Ergebnis (EBITDA) legte sogar um die Hälfte auf 32 Millionen € zu; unter dem Strich blieb ein Gewinn von 19 Millionen €, nach 13 Millionen € im Vorjahr.

Für das laufende Jahr rechnet Bilfinger mit einem deutlichen Anstieg beim Umsatz und EBITDA. Nur der Konzerngewinn wird jedoch wohl deutlich zurückgehen gegenüber 2021, als der Industriedienstleister von Immobilienverkäufen und Steuererstattungen profitiert hatte.

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Bonus für Anleger

Dennoch ist die Aktie des SDAX-Konzerns mit einem KGV unter 15 weiterhin moderat bewertet. Für ein Investment in den Titel sprechen außerdem ein Aktienrückkaufprogramm und eine Dividende, die in den nächsten Jahren etwa 4% Rendite abwerfen dürfte.

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