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Bayer-Aktie: Fit für die Zukunft mit CRISPR

Jens Lion / 10.01.22 / 10:44

Der deutsche Pharma- und Agrarkonzern Bayer (WKN: BAY001) bastelt weiter am konstanten Ausbau seiner Entwicklungspipeline und verlässt sich dabei fortlaufend auch auf Partner. Heute kann ein Deal mit dem Gen-Editierungsspezialist Mammoth Biosciences verkündet werden.

Dauerärger wegen Monsanto

Die Bayer AG mit Sitz in Leverkusen gehört mit rund 100.000 Mitarbeitern und einem 2020 erwirtschafteten Umsatz über 40 Milliarden € zu den größten Chemie- und Pharmakonzernen weltweit. Mit der Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto 2016 hat Bayer seine Führungsstellung untermauert, sich jedoch auch erhebliche Rechtsrisiken ins Haus geholt.

Die Leverkusener treten erst seit kurzer Zeit aktiv im Bereich der Gentherapie und Gen-Editierungstechnologien (CRISPR) auf und investieren aktuell in den Aufbau einer internen konkurrenzfähigen Technologie. Den Kern der strategischen Zusammenarbeit bildet zu Beginn die Entwicklung von Therapien zur Behandlung von Leberkrankheiten.

Systemweiter Einsatz bei CRISPR herausfordernd

Aufgrund der Art und Weise, wie Gen-Editierung aktuell angewendet wird, bieten sich vor allem ophthalmologische Krankheiten und Leberkrankheiten an. Ziel der meisten Forscher ist es zunächst, hier zu beweisen, dass die Technologie funktioniert. Insbesondere im Fokus steht dabei, dass die Gene, die verändert werden sollen, wie geplant verändert werden.

Gleichzeitig ist es elementar, nicht-beabsichtigte Veränderungen zu vermeiden oder gar auszuschließen. Den Jackpot im langfristigen CRISPR-Rennen wird die Firma knacken, die die Therapien für eine sehr breite Palette an Krankheiten zuverlässig ohne unbeabsichtigte Genveränderungen einsetzen kann.

Wann kann der Deal umsatzwirksam werden?

Die heute verkündete Zusammenarbeit muss als langfristig interpretiert werden. Auf der einen Seite lassen sich grundsätzlich Tausende Krankheiten mit der Technologie endgültig heilen. Zahlreiche praktische Hürden und verständliche Zurückhaltung der Aufsichtsbehörden werden den Weg aber lange und steinig gestalten.

Mir gefällt, dass Bayer sich von der aktuell angeschlagenen bilanziellen Situation aufgrund des Monsanto-Dramas nicht von strategischen Investitionen abbringen lässt.

Wenn die Patente der Umsatzschlager Eylea und Xarelto in den nächsten Jahren ablaufen, muss das Unternehmen nachziehen, und der Markt wartet weiter gespannt darauf, wie der Konzern seine Pharmaumsätze erhalten möchte. Persönlich glaube ich eher daran, dass die Agrar-Branche langfristig sogar der dominantere Bewertungstreiber für die Aktie wird – nicht zuletzt auch, weil hier viel höhere Multiples realistisch sind.

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