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Frank / 06.12.21 / 15:25

Bayer-Aktie: Finger weg oder gute Kaufchance?

Die Bayer-Aktie (WKN: BAY001) hat seit Mitte November wieder kräftig den Rückwärtsgang eingelegt und notiert bei aktuell 44,22 € nur noch knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Selbst gute Quartalszahlen, vielversprechende Daten und positive Einschätzungen von Analysten helfen nicht. Oder ist genau das gerade eine gute Kaufchance?

Bayer mit Sitz in Leverkusen ist ein Chemie- und Pharmagigant mit rund 99.500 Mitarbeitern (Stand Ende 2020). Das Geschäft ist unterteilt in die drei Divisionen Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science.

Die neu entdeckte Corona-Variante Omikron belastet den DAX und somit auch die Bayer-Aktie. Angst, Nervosität und Unsicherheit sind stark gewachsen, sodass für Bayer in einem Monat fast -12% auf dem Kurszettel stehen.

Positive klinische Daten

Zuletzt hat der Konzern positive Nachrichten über seinen Medikamentenkandidaten Nubeqa veröffentlicht, der in einer Phase-3-Kombinationsstudie das Gesamtüberleben bei einer bestimmten Form von Prostatakrebs signifikant verlängert. Bayer will diese zulassungsrelevanten Daten in Kürze bei einem wissenschaftlichen Kongress vorstellen.

Die Schweizer Großbank UBS hat auf die klinischen Daten reagiert. Sie seien gut, schreibt Analyst Michael Leuchten. Die Einstufung lautet daher weiterhin „Kaufen“ mit einem Kursziel von 85 €. Das wäre beim derzeitigen Kurs fast ein Verdoppler!

Mehr Umsatz, mehr Gewinn, besserer Ausblick

Ist es dann vielleicht eine schlechte Geschäftsentwicklung, welche den Aktienkurs negativ beeinflusst? Mitnichten: Bayer hat am 9. November Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht, die ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus aufzeigen.

Vorstandschef Werner Baumann rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Umsatz von 43 Milliarden € – aber auch mit einem höheren Gewinn als zuvor geplant. Erwartet wird nun eine EBITDA-Marge von 25,5 %, nachdem zuvor 25 % in Aussicht gestellt worden waren.

Milliardenschwere Rechtsstreitigkeiten

Was das Papier natürlich weiterhin nachhaltig belastet, sind die ungeklärten milliardenschweren Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter Roundup der US-Tochter Monsanto. Hier hat Bayer bislang mit rund 125.000 Klägern Vergleichsvereinbarungen erzielt. Aber diverse Verfahren schwelen immer noch, sodass in der Bilanz Rückstellungen in Milliardenhöhe gebildet werden mussten.

Fazit: Guter Fang für Dividendensammler

In unsicheren Börsenzeiten sind Dividenden immer ein sicherer Hafen. Und genau das ist einer der größten Vorteile der eher konservativen Bayer-Aktie. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt auf Basis der letzten Ausschüttung von 2,00 € pro Aktie rund 4,5%. Sie wird sich im Laufe der kommenden Jahre ebenfalls im Durchschnitt um die 4-5% bewegen.

Da die Geschäftsentwicklung weiterhin positiv verläuft und die Aktie nahe ihres 52-Wochen-Tiefs notiert, ist sie aktuell trotz aller schwelenden Rechtsstreitigkeiten ein klarer Kauf.

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