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Ballard Power: Solide Q3-Zahlen – wieder ein Investment wert?

Simon Ruic / 08.11.22 / 10:40

Die Ballard Power-Aktie (WKN:A0RENB) ist am Montag um +1,38% auf 7,33 CA$ gestiegen, nachdem das Unternehmen seinen neuen Quartalsbericht vorgelegt hat. Endlich kann der Wasserstoff-Spezialist mal wieder die Markterwartungen mehr oder weniger erfüllen. Auch die Guidance bleibt mit einer kleinen Anpassung stabil. Hat der Elektrolyseur-Hersteller jetzt operativ die Kurve gekriegt?

Ballard Power Systems mit Sitz in Burnaby bei Vancouver, Kanada ist ein Hersteller von Brennstoffzellen. Seinen ersten Wasserstoff-betriebenen Bus hat das Unternehmen bereits vor über 30 Jahren vorgestellt, Anfang des Jahrtausends waren die ersten Produkte marktreif. Der Wasserstoff-Spezialist arbeitet mittlerweile auch an H2-Antrieben für Gabelstapler, Lkw, Züge und Schiffe. Der Börsenwert des Unternehmens liegt derzeit bei knapp 1,6 Milliarden US$.

Q3: Erwartungen alles in allem erfüllt

Ballard-Anlegern dürfte angesichts der Q3-Zahlenvorlage am Montag angst und bange gewesen sein, nachdem die letzten paar Zwischenberichte desaströse Ergebnisse gebracht hatten. Doch Überraschung: Im Großen und Ganzen entsprachen die Zahlen für das abgelaufene Quartal diesmal den Markterwartungen.

So erhöhten sich die Nettoverluste um 40% auf 42,9 Millionen US$ bzw. 0,14 US$ je Aktie, was den Konsensschätzungen exakt entsprach. Auch das bereinigte EBITDA hat die Wall Street korrekt auf -35,1 Millionen US$ geschätzt, nach -23,1 Millionen US$ im Vorjahresquartal.

Die Rückgänge sind den Angaben nach in erster Linie auf eine schwächere Bruttomarge und höhere Betriebskosten zurückzuführen. So haben höhere Aktienvergütungen, Akquisitionskosten und Wechselkurseffekte das Unternehmen belastet.

Beim Umsatz, der um -15% auf 21,3 Millionen US$ zurückging, verfehlte Ballard allerdings die Analystenerwartungen. Hier hatten die Marktexperten im Schnitt 24 Millionen US$ auf dem Zettel.

Der Wasserstoff-Spezialist hat im Berichtszeitraum Aufträge im Wert von 21,3 Millionen US$ bedient und neue Bestellungen in Höhe von 31,8 Millionen US$ erhalten. Der Backlog kletterte damit bis Ende September auf 101,7 Millionen US$.

Guidance mit kleiner Anpassung

Das Ballard-Management hält zwar an seiner Guidance für das Gesamtjahr fest; die Betriebskosten sollen nun jedoch am oberen Ende der Prognosespanne von 130-150 Millionen US$ landen und die Investitionen am unteren Ende der vorhergesagten Bandbreite von 30-50 Millionen US$.

Randy MacEwen, Präsident und CEO von Ballard Power, kommentiert:

Wir sehen nach wie vor ein schwieriges Bild bei der Bruttomarge, das bis 2023 anhalten wird, bis unser Volumen steigt und unsere Initiativen zur Kostensenkung in die Produktion einfließen.

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Indiz für bessere Aussichten

Nachdem Ballard mit seinen Finanz-Updates zuletzt meist für Entsetzen gesorgt hat, sind die Q3-Zahlen nun positiv an der Börse aufgenommen worden: Die Aktie kletterte am Montag an der Toronto Stock Exchange um +1,38% auf 7,33 CA$. Das leichte Kursplus ist allerdings zunächst nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, nachdem der Wasserstofftitel in den vergangenen 12 Monaten rund zwei Drittel seines Werts verloren hat.

Dennoch ist der neue Zwischenbericht ein Indiz dafür, dass sich die Aussichten für Ballard zu verbessern scheinen. Das Unternehmen hat in Europa und Nordamerika schließlich wieder ein Wachstum verzeichnet. Der Q3-Umsatzrückgang ist einzig auf das Chinageschäft zurückzuführen.

Es reicht noch nicht

Die kurz- und mittelfristigen Aussichten sind jedoch weiterhin bei weitem nicht so stabil, wie sich das so mancher Wasserstoff-Enthusiast wünschen würde. Der Kostendruck wird in nächster Zeit anhalten und politische Risiken (wie zuletzt in China) können wieder zu Rückschlägen führen.

Immerhin verfügt Ballard noch über ein stattliches Cash-Polster, das trotz hoher Inflation mindestens für zwei Jahre reichen sollte, bevor der Kapitalmarkt wieder angezapft werden muss. Investierte können sich daher entspannen und die weitere Entwicklung abwarten. Für mich persönlich gehört der H2-Player zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht ins Depot.

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