Adidas: Schockierend gute Zahlen – der Erfolg hat einen Namen

von Redaktion  /   09. August 2018, 13:55  /   unter Aktien  /   Keine Kommentare

Here we go: Die Adidas-Aktie (WKN: A1EWWW) katapultiert sich am Donnerstag um stellenweise über +10% ins Plus. Kurstreibend wirken die heute veröffentlichten Halbjahres-Zahlen – vor allem der Anstieg des Konzernüberschusses um +53% auf 938 Millionen Euro (Gewinn pro Aktie 4,47 Euro) entfacht große Euphorie am Kapitalmarkt. Analysten hatten im Schnitt mit deutlich weniger gerechnet. 

Ganz klar: Der seit Oktober 2016 im Amt befindliche Kasper Rorsted – auch als Margen-Künstler bekannt – dreht nach 8-jährigem Wirken bei Henkel nun auch bei Adidas an den richtigen Schrauben. Verschlanken, Geschäftsbereiche fokussieren und gleichzeitig Margen erhöhen – diese Strategie kommt bei Adidas-Aktionären an. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2018 dagegen bestätigte der DAX-Konzern „lediglich“. Damit schnürt Adidas den ganz großen Wachstumsfantasien (und wohl auch dem Aktienkurs) etwas die Luft ab.

Fußball WM in Russland treibt Gewinn

Adidas zieht die Laufschuhe an: Positive Effekte kurbeln wie bereits beschrieben den Gewinn im Jahresvergleich um +53% an auf 938 Millionen Euro. 

Kleiner Wermutstropfen: Der Überschuss wurde durch einen im ersten Halbjahr 2017 bilanzierten Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von rund 200 Mio. Euro nach oben „getrieben“.

Der Umsatz stieg zwischen Januar und Juni 2018 leicht (+3,1%) um 10,81 Mrd. Euro.

Nach eigenen Aussagen war die Fußball Weltmeisterschaft in Russland ein Gewinntreiber. Neben dem Gewinnanstieg punktet der fränkische Sportartikelhersteller vor allem mit einem Anstieg der Margen. So konnte die Bruttomarge im Q2 um 2,2 Prozentpunkte auf 52,3% zulegen.

Die rundum gelungene Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Russland trug zum Adidas-Erfolg im ersten Halbjahr bei

Kasper Rorstedt – der Erfolg hat einen Namen

Kaspar Rorsted avanciert zum Liebling der Adidas-Aktionäre. Der Ex-Henkel-CEO ist auf dem besten Weg, seine Vision zu erfüllen, aus dem Herzogenauracher Unternehmen eine Profitmaschine zu machen – ganze im Sinne der Vision 2020.

Bereits bei Henkel – deren Börsenkurs sich unter Rorsteds Regie verdreifachte – waren die Künste Rorstedts ein gewichtiger Grund, warum Adidas ihn vom DAX-Konkurrenten loseiste.

Zu den aktuellen Zahlen äußerte sich Rorsted wie folgt:

Wir haben wieder ein starkes Quartal vorzuweisen, zu dem eine erfolgreiche Fußball-WM beigetragen hat. Haupttreiber unseres profitablen Wachstums waren erneut unsere strategischen Fokusbereiche Nordamerika, China und E-Commerce.

Mit diesen Ergebnissen sind wir weiterhin auf dem besten Weg, unsere gesteckten Ziele für das Gesamtjahr 2018 sowie unsere langfristigen Ziele bis 2020 zu erreichen.

Fazit

Den Ausblick für das Gesamtjahr 2018 bestätigt Adidas „lediglich“. Damit schnürt der Sportartikelhersteller den ganz großen Wachstumsfantasien (und wohl auch dem Aktienkurs) etwas die Luft ab. Denn bei einem antizipierten Jahresüberschuss 2018 von 1,65 Mrd. Euro ist der DAX-Konzern (Börsenwert 43 Mrd. Euro) schon ansehnlich bewertet.

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