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Günther / 11.09.20 / 11:55

Wann springt Gold aus dem "fallenden Keil"?

Seit einigen Wochen sind Anleger bei Gold (WKN: 965515) und Silber (WKN: XAGEUR) von den Märkten in die Warteschleife geschickt worden. Mal rauf, mal runter, aber seit Anfang August eigentlich in einer fallenden Keilformation mit ansteigenden Unterstützungskursen oberhalb von 1.900 und 25 USD "gefangen". Das könnte ein bullishes Zeichen sein, meinen Analysten, die Gold und Silber jetzt mit einem neuen Sprung an die letzten Allzeithochs von über 2.000 und 29 USD ansetzen sehen.

Offensichtlich ist das Lager der Käufer bei Gold und Silber in den letzten Tagen wachgerüttelt worden. So insbesondere bei Gold: Spätestens mit dem kurzzeitigen Abstecher unter die Unterstützung bei 1.920 USD vorgestern gab es wohl ein Weckalarm. Am Donnerstag dieser Woche, wie so oft ein Tag der Zentralbanken in den USA und Europa, folgten dann neue Impulse für die beiden Metallkurse.

Während die Europäische Zentralbank (EZB) nach ihrem letzten regulären geldpolitischen Treffen über ihre Chefin Christine Lagarde der Presse erwartungsgemäß keine sensationellen Neuigkeiten zu berichten wusste, stabilisierte dies die Gemeinschaftswährung, schwächte den US-Dollar und schob im Tagesverlauf Gold auf 1.960 USD nach oben. Marktbeobachter sehen den aktuellen EZB-Kurs weiter als Treiber für die Gold-Notierung. Denn die Zinssätze sollen auf diesem Nahe-Null-Zinsniveau längerfristig niedrig bleiben, bis die Inflation den gewünschten Zielbereich von rund 2% pro Jahr erreicht. Gleichzeitig ändert sich nichts bei den Volumina der gestarteten Anleihekaufprogramme.

Gold: Beachtliche Jahresperformance

Für das zinslose Edelmetall sicherlich weiterhin ein günstiges Umfeld. Wir erinnern uns: Nach dem Rückfall auf die Unterstützungszone um 1.865 USD kam es Mitte August beim Goldpreis zu einem Rebound, der den Kurs des Edelmetalls über die Hürde bei 1.985 USD und damit wieder in die Nähe des zuvor frisch markierten neuen Allzeithochs bei 2.074 USD führte. Nach einer weiteren Korrektur suchte sich Gold eine Unterstützung bei 1.920 USD. Nach einem kurzen Abtauchen unter eine mittelfristige Aufwärtstrendlinie, wurde dieser Bereich im gestrigen Handel wieder zurückgewonnen.

Nun sind die Hochs der letzten Tage deutlich übertroffen.

Gold hat bis jetzt schon eine sehr beachtliche Jahresperformance hingelegt: Nicht nur, dass es eine beeindruckende Schützenhilfe durch den US-Dollar gab. Dieser wertete inzwischen sowohl auf handelsgewichteter Basis als auch gegenüber dem Euro auf ein Zwei-Jahres-Tief ab. Im Juli stieg Gold so stark wie zuletzt vor 4,5 Jahren und ein viertes Mal in Folge. Der Goldpreisanstieg war in diesem Sommermonat mit 11 Prozent fulminant. Seit Jahresanfang ist Gold um mehr als 30 Prozent angestiegen. Auch hier drängt sich der Vergleich mit dem letzten Rekordanstieg seit dem Jahr 2007 auf.

Gold/Silber: Wie geht es technisch weiter?

Technisch gesehen, meint denn auch das US-amerikanische Branchen- und Marktportal Kitco-News, dass „Gold-Futures-Bullen im Oktober angesichts des jüngsten unruhigen Handels einen kurzfristigen technischen Gesamtvorteil“ hätten.

Die Edelmetall-Preise seien „immer noch in einem fünf Monate alten Aufwärtstrend“ (Tages-Balkendiagramm). Das nächste Kursziel im Oktober könnte mit einem Schlusskurs über dem robusten Widerstand vom Septemberhoch von 1.992,50 USD liegen.

Allerdings: Sollten die Bullen mit ihrem jetzigen Ausbruchsversuch an der 1.960 USD-Marke scheitern, könnte ein erneuter Einbruch bis auf 1.920 USD oder sogar weiter darunter bereits bis auf 1.885 USD folgen. Hier besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine erneute Erholung über der 1.900-USD-Marke.

Positiv gestimmt sind die Analysten für Silber

Das Industriemetall läge dank „eines kurzfristigen technischen Gesamtvorteils angesichts eines fünf Monate alten Preisaufwärtstrends“ (Dezember-Futures, Tages-Balkenchart) gut im Rennen für weiteren Preisauftrieb. Das nächste Kursziel sei „das Schließen der Preise über dem soliden technischen Widerstand beim Septemberhoch von 29,235 USD pro Unze“. In die andere Richtung gäbe es einen ersten Widerstand beim aktuellen Hoch von 27,755 USD und dann bei 28,00 USD. Unterstützt wird Silber in der Nähe des letzten Mittwochstiefs von 26.565 USD sowie beim vergangenen Wochen-Tief von 25.985 USD.

Meine aktuelle Einschätzung

Mit den Analysten stimme ich insofern überein, dass wir beim Gold- und Silberpreis nur eine kurzfristige Verschnaufpause sehen, die bald nach oben aufgelöst werden sollte. Ein Ziel von 2.500 USD beim Gold- und bis zu 40 USD beim Silberpreis, halte ich bereits für das 1. Halbjahr 2021 für ein realistisches Ziel.

Sie sollten darum jetzt die aktuelle Konsolidierung nutzen und sich mit sprungbereiten Aktien aus dem Gold- und Silbersektor eindecken.

Einzelne Werte notieren noch unterhalb ihrer Ausbruchslinie, die im Hoch 2016 zu finden ist und besitzen bis dort hin und darüber beträchtliches Aufholpotenzial.

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Kommentare
Max Lehmann / 14.09.20 / 14:17 Uhr Ach Gold schafft das schon und wird bis zum Jahresende wahrscheinlich nur noch mehr steigen. Es gibt viel wichtigere Dinge als den aktuell schwankenden Goldpreis. Was mir viel mehr Kopfzerbre-chen bereitet sind die Regulierungen, die die Regierung uns Anlegern auferlegen möchte. Scholz denkt schon, er könne Goldanlegern fette Steuern aufdrücken, damit sich der Staat weiter berei-chern kann. Seit mehr als einem Jahr gibt es nun laut https://www.maple-leaf.de/tafelgeschaeft-maple-leaf-anonym-kaufen/ nur noch Gold für unter 2000 Euro das man bar erwerben kann, möchte man anonym bleiben. Bei größeren Summen hat schon wieder der Staat seine Finger im Spiel um bei Bedarf auf das Gold zugreifen zu können. Und ich habe das Gefühl uns erwartet mehr von dieser Sorte von Gesetzen.