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Manuel / 22.10.19 / 13:48

Verbio: Eine echte Öko-Aktie auf Expansionskurs!

Mit Vorlage des Konzernberichts für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/2019 am 25. September bestätigte die Verbio AG (WKN: A0JL9W) ihre Prognose, 2019/2020 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 65 Millionen Euro erzielen zu wollen. Das großindustrielle Bioenergieunternehmen würde damit unter dem Sensations-EBITDA von 95,1 Millionen Euro aus dem Vorjahr bleiben.

Vor dem Hintergrund des kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedeten Klimapakets wirken die Aktien des wachstumsstarken Bioenergieunternehmens mit seinen klimafreundlichen Kraftstoffvarianten wie eine gewinnträchtige Investitionschance. Der Vorteil von Verbios Biokraftstoffen liegt auf der Hand. Denn diese erreichen laut Konzerninformationen eine CO2-Reduktion von bis zu 90% gegenüber Benzin oder Diesel.

Knackt Verbio bald die Millliarden-Umsatz-Marke?

Die Schallmauer von 1 Milliarde Euro Umsatz scheint bei Erlösen in Höhe von 779 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 (Verbio bilanziert jeweils vom 1. Juli bis 30. Juni) und kontinuierlichen Expansionsplänen - hauptsächlich in Indien und den USA - eine Frage der Zeit. Der Bioenergie-Konzern erzielte dabei ein EBITDA in Höhe von 95 Millionen Euro und einen Überschuss von mehr als 51 Millionen Euro oder 0,84 Euro pro Aktie. Das Gros des Umsatzes und der Gewinne erzielt Verbio mit Biodiesel, das Geschäft mit Bioethanol ist ungefähr halb so groß. Verbio profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr zeitweise von im historischen Vergleichsmaßstab sehr hohen Biodieselpreisen. Für 2019/2020 rechnet das Management in Bezug auf die Preise aber nicht mehr mit einer ganz so lebhaften Nachfrage - trotz weiterhin glänzender Perspektiven.

Regulatorische Maßnahmen steigern Akzeptanz von Biokraftstoffen

Politische Vorgaben für Biokraftstoffe sind einer der wichtigsten Punkte, welche die Bedeutung von Biomethan & Co im bundesweiten Kraftstoffmix weiter erhöhen und die Geschäftsentwicklung von Verbio begünstigen könnten. Beispiel Quotenverpflichtung: Diese im Biokraftstoffquotengesetz („Gesetz zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen“) verankerte Verpflichtung gibt gewisse Quoten für die Beimischung von Biokraftstoffen vor. Die Berechnungen wiederum orientieren sich an einem stetig steigenden Treibhausgasminderungsziel. Gemäß den Gesetzesvorgaben können Verpflichtete ihre Quotenverpflichtung entweder durch Beimischung - das heißt durch das Inverkehrbringen von Biokraftstoff, der fossilem Otto- oder Dieselkraftstoff beigemischt worden ist -  durch das Inverkehrbringen von reinem Biokraftstoff oder durch das Inverkehrbringen von Biomethan erfüllen.

Unter anderem diese Quotenverpflichtung veranlasst das Verbio-Management für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020, in dem ein EBITDA in Höhe von 65 Millionen Euro erzielt werden soll, zu anhaltendem Optimismus. Darüber hinaus sieht Verbio perspektivisch bei im öffentlichen Nahverkehr eingesetzten Fahrzeugen großes Marktpotenzial für seine Kraftstoffe. Von Claus Sauter, dem Vorstandsvorsitzenden der Verbio AG, heißt es dazu:

Wir sehen unverändert Potenzial für Biodiesel und Bioethnaol im Beimischungsmarkt sowie erhebliches Wachstumspotenzial für Biomethan als Reinkraftstoff [...] insbesondere im LKW- und Bussegment.

Die Verbio AG - die Kurzform für Vereinigte Bioenergie AG - betreibt laut eigenen Informationen die derzeit größten Biogasanlagen in Deutschland mit Gesamtkapazitäten von 60 Megawatt. Klar ist: Verbios Erfolg hängt in erster Linie an den Rohstoffpreisen und Absatzpreisen der eigens produzierten Biokraftstoffe - darunter Biodiesel, Bioethanol und Biomethan. Die Gesellschaft mit Zentrale in Zörbig (Sachsen-Anhalt) ist damit massiv von der Rohstoffpreisentwicklung abhängig. Dabei muss man sich im Klaren sein: Ein Preisanstieg bei fossilen Konkurrenz-Energieträgern wie Öl/Benzin erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von Biokraftstoffen wie Biodiesel.

Wer auf Verbio-Aktien setzt, setzt gleichzeitig darauf, dass die klimafreundlicheren Kraftstoffvarianten des Unternehmens wie die der Eigenmarke verbiodiesel weiter stark nachgefragt werden.

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