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Varta-Aktie: Rebound mit Ansage

Simon Ruic / 04.10.22 / 10:58

Die Varta-Aktie (WKN: A0TGJ5) hat zum Wochenbeginn eine kräftige Gegenbewegung gestartet: Nachdem das Tech-Papier zuvor innerhalb einer Woche um -60% kollabiert ist, geht es am Montag und Dienstag wieder um +10,8 bzw. +2,75% aufwärts auf 33,38 €. Während sich Medienberichten zufolge Insider von ihren Anteilen trennen und Hedgefonds ihre Short-Positionen ausbauen, lag ich mit meiner jüngsten Trading-Idee goldrichtig.

Der Batteriehersteller Varta aus dem baden-württembergischen Ellwangen hat sich in den vergangenen 15 Jahren einen Marktführerstatus im Hörgerät-Segment erarbeitet und nutzt seine Erfahrung mit Mikrobatterien bei den derzeit beliebten kabellosen Kopfhörern. Zum Kundenkreis gehören auch die Tech-Giganten Apple und Samsung. An der Börse hat das Unternehmen derzeit einen Wert von 1,3 Milliarden €.

Aktie mit kräftigem Rebound nach Horrorwoche

Nach der Talfahrt der vergangenen beiden Wochen hat die Varta-Aktie zum Wochenbeginn zu einem kräftigen Rebound angesetzt. Am Montag ist der Titel um +10,8% hochgesprungen, tags darauf notiert er am Vormittag wieder mit einem deutlich Plus von 2,75% bei 33,38 €. Zuvor war das Tech-Papier innerhalb einer Woche um fast -60% abgestürzt.

So hatte es der jüngste Newsflow beim Batteriehersteller durchaus in sich: Vor knapp zwei Wochen hatte der Vorstand seine Jahresprognose komplett einkassiert und damit den heftigen Kursrutsch eingeleitet.

Vergangenen Donnerstag folgte die nächste Hammermeldung: Die Ellwanger gaben bekannt, ihre E-Mobility-Projekte in einer eigenen Gesellschaft zu bündeln und auszugliedern. CEO Herbert Schein wird sein Amt demnach abgeben, um sich voll auf diese Aktivitäten rund um die V4Drive-Zellen für die Autoindustrie zu konzentrieren. Die Abwärtsbewegung der Aktie hatte sich daraufhin weiter beschleunigt.

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Großaktionär trennt sich wohl von Anteilen

Seitdem soll es zudem wieder zu Insiderverkäufen gekommen sein. Medienberichten zufolge hat Großaktionär Michael Tojner Varta-Aktien aus dem Portfolio der VVG GmbH verkauft – eine Tochter der Schweizer Montana Tech Components, die wiederum Tojner gehört.

Der Verkauf hat demnach ein Gesamtvolumen von 7,936 Millionen € zu einem durchschnittlichen Kurs von 36,21 € je Anteil. Im Juli hatte der österreichische Ankeraktionär das letzte Mal Aktien des Batterie-Spezialisten veräußert – damals mit einem Gesamtvolumen von 15,6 Millionen € zu einem Mischpreis von 78 €.

Wetten die Hedgefonds auf ein umfängliches Scheitern bei Varta?

Darüber hinaus wurde berichtet, dass einige Hedgefonds ihre Short-Positionen auf die Varta-Aktie nach dem Kurssturz weiter ausgebaut hätten. Die gesamten Netto-Leerverkaufs-Positionen bei dem MDAX-Unternehmen belaufen sich demnach derzeit auf 8,5% aller ausstehenden Anteile.

Rebound mit Ansage

Die institutionellen Shortseller, die offensichtlich auf ein Scheitern von Vartas E-Mobilitäts-Projekt wetten, dürften sich nach den jüngsten Ereignissen bei den Ellwangern bestätigt fühlen, aber auch ihre Strategie reevaluieren: Machen Leerverkäufe auf dem aktuellen Kursniveau noch Sinn oder sollte man in Form von Rückkäufen nun Gewinne mitnehmen?

Ich hatte in meiner letzten Varta-Analyse getippt, dass sich einige Hedgefonds für Letzteres entscheiden würden, und für Trader eine kurzfristige Long-Wette vorgeschlagen. In Anbetracht der kräftigen Gegenbewegung der Aktie zum Wochenbeginn lag ich damit wohl goldrichtig – ungeachtet, was jüngst über die institutionellen Shortseller berichtet wurde.

Finger weg, Investoren!

Als langfristiger Investor gibt es aus meiner Sicht bei Varta jedoch weiterhin nichts zu holen – auch wenn der Wachstumstitel derzeit deutlich realistischer bewertet ist als noch vor wenigen Wochen.

Einerseits fehlt im E-Mobility-Bereich noch ein Nachweis, dass die neuentwickelten V4Drive-Zellen tatsächlich ein vollelektrisches Fahrzeug antreiben können. Andererseits ist deutlich geworden, dass das Papier immer noch ein Spielball von Reddit-Zockern und Hedgefonds ist.

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