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Valneva-Aktie hebt ab: US-Riese Pfizer steigt ein!

Frank Giarra / 20.06.22 / 9:31

Hammer-Nachricht für Anteilseigner von Valneva (WKN: A0MVJZ): US-Pharma-Riese Pfizer schlägt zu und investiert 90,5 Millionen € in das französische Impfstoffunternehmen. Zu einem Preis von 9,49 € je Aktie erwirbt Pfizer im Rahmen einer exklusiven Kapitalerhöhung 8,1% des Aktienkapitals von Valneva. Und es geht keinesfalls um den Corona-Impfstoff, sondern um den Lyme Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA 15. Die Aktie hebt heute Morgen bei Tradegate um +18% auf 9,35 € ab, in der Spitze sogar auf 9,90 €.

Valneva ist ein französisches Biotechunternehmen mit Hauptsitz in Saint-Herbain. Die Firma entwickelt und vermarktet Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten. Mit seinem Totimpfstoff VLA2001 verfügt Valneva über ein Vakzin gegen das Coronavirus, das bislang jedoch nur in Großbritannien, im Königreich Bahrain und in den Vereinigten Arabischen Emiraten zugelassen ist.

Drama um Corona-Impfstoff verblasst

Anleger jubeln, denn darauf haben sie lange gewartet: Endlich mal eine News, die das Drama um die Zulassung des Corona-Impfstoffs VLA 2001 vergessen lässt! Wir hatten bereits in diesem Artikel darauf verwiesen, dass man sehr wohl auch der Pipeline des Unternehmens außerhalb von Corona Beachtung schenken muss.

Valneva teilt mit, dass die Kooperations- und Lizenzvereinbarung mit Pfizer für den Lyme Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15 aktualisiert worden ist. Bereits seit dem 26. April war bekannt, dass der US-Pharma-Gigant die Phase-3-Studie für VLA 15 im dritten Quartal 2022 beginnen will.

Pfizer profitiert vom Absturz des Aktienkurses

Jetzt sieht es so aus, dass Pfizer direkt in Valneva investiert. Die Kapitalbeteiligung zum Preis von 9,49 € wurde auf der Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der Aktien an der Euronext Paris während der letzten zehn Handelstage festgelegt.

Pfizer profitiert also stark vom Absturz des Aktienkurses seit Mitte Juni, als es für das Valneva-Papier nach der Ankündigung der EU-Kommission, den Vorabkaufvertrag über 60 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs zu kündigen, bergab ging.

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Die Vereinbarung zwischen beiden Firmen sieht vor, dass Valneva nun 40% der verbleibenden gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungskosten für VLA 15 finanziert. Zuvor waren es 30%. Im Gegenzug zahlt Pfizer gestaffelte Lizenzgebühren von 14 bis 22%, ursprünglich begannen sie bei 19%.

Zusätzlich zu den Lizenzgebühren sind nun Meilensteinzahlungen bis zu 100 Millionen € vorgesehen, die Pfizer auf Grundlage der kumulierten Umsätze an Valneva zahlen muss.

Valneva-CEO Thomas Lingelbach kommentiert den Deal mit Pfizer so:

Die Investition von Pfizer in Valneva unterstreicht die Qualität der Arbeit, die wir in den letzten zwei Jahren gemeinsam geleistet haben, und ist eine starke Anerkennung der Impfstoffkompetenz von Valneva.

Obwohl die Kapitalerhöhung natürlich für Altaktionäre eine Verwässerung darstellt, ist sie dennoch positiv für Anleger zu werten. Sie zeigt die Bedeutung von VLA 15, des einzigen Lyme Borreliose-Impfstoffkandidaten, der sich derzeit in der klinischen Entwicklung befindet.

In Europa und Nordamerika gibt es nach Angaben des Unternehmens jährlich rund 600.000 Borreliose-Fälle pro Jahr. Und die Krankheit breitet sich weiter aus.

Wenn alles glatt läuft, könnte bereits 2025 ein Zulassungsantrag für VLA 15 bei der US-Behörde FDA gestellt werden.

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Unsere jüngste Einschätzung, dass sich Anleger gedanklich vom Corona-Vakzin verabschieden und auf die restliche Pipeline konzentrieren müssten, hat sich also als goldrichtig erwiesen. Ich hatte Anlegern empfohlen, angesichts der fairen Bewertung des Unternehmens an der Börse investiert zu bleiben, bis eine neue Finanzprognose mit den für dieses Jahr tatsächlich zu erwartenden Umsätzen vorliegt.

Diese Einschätzung gilt bei einer Marktkapitalisierung von nunmehr knapp unter einer Milliarde € weiterhin. Allerdings auch die, dass ich das Papier auf diesem Niveau nicht kaufen würde. Im No Brainer Club gibt es Aktien mit erheblich besseren Chance-Risiko-Profilen.

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