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Manuel / 17.02.20 / 10:46

Tesla: Übernahme durch Google? Forbes ist davon überzeugt!

Die Online-Ausgabe des renommierten Forbes Magazine bringt Tesla (WKN: A1CX3T) als potenzielles Übernahmeziel des Google-Konzerns (WKN: A14Y6F) ins Spiel – zu nicht weniger als 1.500 USD pro Tesla-Aktie.

Die wirtschaftsorientierte Publikation veröffentlichte ihren Artikel bereits letzte Woche am 10. Februar, auch BILD berichtet nun über eine mögliche „Giganten-Hochzeit“.

Wie realistisch ist eine Übernahme wirklich?

Die Frage ist, zu welchem Preis Tesla-Aktionäre bereit wären, ihre Aktien abzugeben. Google müsste für eine Übernahme wohl Mondpreise bieten – jene 1.500 USD, die von Forbes genannt wurden, scheinen passend, um Tesla-Aktionäre überzeugen zu können.

Die Marktkapitalisierung würde sich dann auf 270 Milliarden US-Dollar summieren – rund das Zehnfache der Umsätze in 2019! Google müsste seinen Free Cashflow – ganz vereinfacht gesagt – von rund zehn Jahren nur für Tesla "sparen".

Forbes spricht in Rätseln

Die aus meiner Sicht wenig überzeugende Argumentation von Forbes: Die Autoren nennen kein Details, in welchen Beteiligungsverhältnissen sie sich Google als „Eltern von Tesla“ vorstellen.

Eine vollständige Übernahme halte ich für nahezu ausgeschlossen, einen Einstieg wahrscheinlicher. Elon Musk selbst hält knapp 20 Prozent. Unwahrscheinlich, dass der multi-talentierte Wirtschaftskapitän, der aus Tesla den ersten integrierten Nachhaltigkeits-Konzern des Planeten geformt hat, selbst bald nur noch in operativer Rolle bei Tesla tätig sein wird.

Auch Google entwickelt Hard- und Software im Bereich Autonomes Fahren mit seiner Tochter Waymo. Mögliche Synergien dürfte es in erster Linie in den Bereichen autonomes Fahren und Software Revenues & Cloud geben. Tesla besitzt im datenbasierten Autonomen Fahren einen extremen Vorsprung.

Ein Elon Musk wird nicht übernommen

Wenig ist so schlagzeilenträchtig, als den Tesla-Visionär und seinen Konzern in Verbindung mit einer Übernahme durch Google zu bringen – vor allem vor dem Hintergrund des kometenhaften Kursanstiegs der Tesla-Aktien.

Tesla als Brand hat eine riesige Strahlkraft. Innerhalb des Google-Konzerns könnte die Marke ihre Außenwirkung wohl kaum so gut entfalten, wie es beispielsweise nach einer vollständigen Übernahme der Fall wäre.

Google hat die Muskeln, aber...

Dass Google die Größe und die „Muskeln“ hätte, die von Anlegern rund sieben Mal geringer bewertete Tesla zu übernehmen, daran zweifeln wohl wenige. Die entscheidende Frage ist, ob es Sinn macht, dass Google diesen Weg einschlägt und das zu einem von Forbes kolportierten (Mond)preis von 1.500 USD pro Aktie.

Den raketenartige Anstieg nutzte Musk kürzlich für eine Kapitalerhöhung. Auch das spricht nicht unbedingt für eine sich anbahnende Übernahme. Eine solche kann ich mir persönlich kaum vorstellen, zu entfernt scheinen die Kerngeschäfte beider Konzerne.

Ich halte diesen Schritt – ähnlich wie die Pleitegerüchte im Sommer 2019, als einige Besserwisser die Pleite herbeiredeten – für wenig realistisch. Aus der Skepsis heraus entstand dann die Rallye, die Tesla auf das bisherige All-Time-High von 968,99 USD führte.

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