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Manuel / 01.07.20 / 10:23

Tesla: Breakeven wird laut Musk „super knapp“

In einer Mail an Tesla-Angestellte kurz vor Q2-Ende wird Musk zitiert, es werde „super knapp, den Breakeven zu erreichen“. Jedes einzelne produzierte und ausgelieferte Auto würde einen Unterschied machen, so Musk. Anleger kaufen die Tesla-Aktie (WKN: A1CX3T) +6,98% höher auf 1.079 USD.

Musks Worte haben einen relativ brisanten Hintergrund, da die Tesla-Aktie bald in den prestigeträchtigen S&P 500 Index aufgenommen werden könnte. Gemessen an der Marktkapitalisierung von exakt 200 Milliarden US-Dollar bei einem Kurs von 1.078 USD hat sich der US-Elektroautobauer längst qualifiziert, jedoch erlaubt das GAAP-Regelwerk nur die Aufnahme von Unternehmen, die Gewinne schreiben – und das tat Tesla bis vor kurzem nicht.

Um sich für den marktbreiten S&P 500 zu qualifizieren, muss die Musk-Company für das zweite Quartal einen GAAP-Gewinn nach dem US-Rechnungslegungsstandard ausweisen. In den letzten drei Quartalen hat Tesla akkumuliert einen verwässerten GAAP-Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,42 USD erzielt. Fonds und ETFs, die den wohl prestigeträchtigsten Aktienindex der Welt abbilden, müssten bei Aufnahme kaufen.

Wird das Tesla-Team wieder siegen? 

Es wird ein Krimi, wenn Tesla seine Q2-Zahlen bekannt gibt. Das Unternehmen veröffentlicht seine Produktions- und Auslieferungszahlen für gewöhnlich wenige Tage nach dem Abschluss eines Quartals. Die Daten könnten kurzfristig Auftrieb geben. Doch Musk erzeugt eine hohe Erwartungshaltung – erfreuliche Zahlen dürften nach dem starken gestrigen Kursanstieg schon eingepreist sein.

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Kommentare
Bader / 01.07.20 / 12:23 Uhr Nachdem, was ich bisher gelesen habe, sind die Bedingungen für die Aufnahme in den Index, dass sowohl das letzte Quartal als auch das Gesamtjahr positiv sein müssen. Wenn Tesla für Q2 einen Gewinn ausweißt, dann ist es ein Fall für die Finanzaufsicht. Dann haben wir es mit einer zweiten wirecard mit Faktor 100 zu tun.
Spoo / 01.07.20 / 18:29 Uhr würde mich eigentlich wundern wenn die mit Gewinn über die Coronakrise gekommen wären, der Absatz von Neuwagen brach quasy weltweit über Nacht zusammen sowie mussten vielerorts Werke dicht gemacht werden.... also ich bleib da Skeptisch bei der Tesla-Blase und 200 Milliarden MK als extrem überbewertet.
Weis / 01.07.20 / 18:35 Uhr @Bader Wenn Sie, das wirklich glauben, empfehle ich Ihnen Tesla zu shorten. Im Bärengrab ist noch Platz.
Walter Unger / 01.07.20 / 18:44 Uhr Obwohl ich Herrn Musk für ein Genie halte, so nahe ist auch der Begriff Wahnsinn. Tesla hält sich doch nur mit einem Schneeballsystem mittels Aktien Verkäufe über Wasser, irgendwann wird die Blase platzen.
RaG / 02.07.20 / 9:08 Uhr ....größte Kursblase seit dem Tulpencrash (1637)!! Die Firma mag zwar sehr gut aufgestellt sein...ein Börsenwert von 200 Mrd. USD (..und damit mehr als als alle drei deutschen DAX Autobauertitel zusammen) ist aber vollkommen übertrieben und nicht mehr nachvollziehbar.