Steinhoff hat keine Zukunft mehr – Zeit zum Ausstieg!

von Redaktion  /   08. Mai 2019, 8:24  /   unter Small Caps  /   10 Kommentare

Der Skandalkonzern Steinhoff (WKN: A14XB9) legt endlich korrigierte Zahlen für sein Geschäftsjahr 2016/2017 vor. Dummzocker sehen darin wieder einen Grund für einen Einstieg. Doch wer genau hinschaut, weiß: Für Aktionäre sieht es düster aus.

Nach einem nun verbuchten Verlust im Berichtsjahr schrumpfte das Eigenkapital des Möbelriesen  im Zuge immenser Abschreibungen auf nur noch 2,1 Millliarden Euro per Ende September 2017. Ein Jahr zuvor waren es noch 4 Milliarden mehr gewesen. Das Argument der Zocker, die Aktie notiere damit immer noch deutlich unter Buchwert und müsse daher steigen, ist einfach zu widerlegen.

Gratis: Aktien-Tipp mit +500% Kurspotenzial
Verpasse nie wieder +1.190%, +253% oder +128% Gewinn:
Abonniere jetzt kostenlos den SD Insider!
Du kannst Dich jederzeit aus dem Newsletter austragen - Deine Daten werden nicht weitergegeben.
Weitere Hinweise zum Datenschutz.

Es dürfte kaum was übrig bleiben

Die Hoffnung, sämtliche Altlasten seien nun bereits eingepreist, ist trügerisch. Wer einen genaueren Blick in den Geschäftsbericht wirft, stellt fest, dass – wie erwartet – weitere signifikante Verluste anstehen. So kündigt Steinhoff bereits niedrigere Umsätze bei signifikant höheren Kosten in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 an.

Das Problem: Der Steinhoff-Konzern dürfte mit seinem angestaubten Geschäftsmodell und dem riesigen Kostenapparat auf absehbare Zeit weiterhin kein Geld verdienen. Schlussendlich dürfte die Unternehmensgruppe weiter zerschlagen und Vermögen verteilt werden. Gläubiger erhalten ihre Forderungen wohl größtenteils zurück. Für Aktionäre sieht es am Ende hingegen düster aus. Fazit: Kurzfristigen Dummzocker-Hype zum Ausstieg nutzen!

Besuchen Sie unseren kostenlosen Live Chat, um mit Steinhoff-Anlegern in Echtzeit zu diskutieren und darüber hinaus frühzeitig brandheiße Tradingchancen zu ergreifen. NBC-Mitglieder kassieren beispielsweise sichere Prozente am Fließband.

10 Kommentare

  1. Szop 8. Mai 2019 08:55

    Der Begriff „Dummzocker“ muss ja echt nicht sein, oder?!

  2. Redaktion 8. Mai 2019 10:23

    Nein, Intelligentschreiber. Wir können Ihren Frust verstehen, aber haben nun mal wie immer Recht.

    Ihre Redaktion

  3. Ferdinand Fuchs 8. Mai 2019 11:39

    Liebe Redaktion, von internationaler Rechnungslegung verstehen sie nicht sonderlich viel, was?! EK ist dort eine irrelevante residualgrösse. AbbVie weist -8,5 Mrd USD EK aus. So what?

    Hochmut und Dummheit sind ein hässliches Pärchen. Damit will ich steinhoff nicht verteidigen. Geben Sie sich aber nicht schlauer, als sie sind.

  4. Redaktion 8. Mai 2019 12:13

    Lieber Herr Fuchs,

    Sie irren leider gewaltig. Das Eigenkapital ist im Falle SNH ganz entscheidend. Der Konzern lebt genau davon, so lange er nicht mehr profitabel ist. Sie ziehen einen abstrusen Vergleich mit einem Biotechunternehmen, dessen Assets zum Großteil nicht bilanziert werden. Das disqualifiziert Sie leider nur allzu offensichtlich!

    Wenn Sie den Artikel zudem richtig lesen, werden Sie sehen, dass wir uns ja gerade eben NICHT auf das Eigenkapital berufen, wenn wir über die Perspektive für die Aktie sprechen…

    Viele Grüße
    Ihre Redaktion

  5. Ferdinand Fuchs 8. Mai 2019 13:23

    Liebe Radaktion,

    warum ist das abstrus? Und welche Assets werden „zum Großteil“ nicht bilanziert? Patente? Vertriebsrechte? R&D? All das wird von AbbVie sehr wohl bilanziert, da liegen Sie falsch (vgl. 10-K S. 71). Es ging mir auch primär um keinen Vergleich sondern den Hinweis, dass EK nach internationaler Rechnungslegung viele Einflussfaktoren hat, die nicht über die GuV laufen. Außerdem zahlt EK keine Rechnungen, der Cash Flow ist wichtig. Wenn ich nicht irre, war der vor Änderungen des Working Capital 2017 bei SNH noch knapp positiv. In 2018 dürfte das sich ändern, was aber auch nicht neu ist.

    Wie bereits geschrieben, ging es mir auch nicht darum, die Probleme von Steinhoff zu leugnen oder zu verharmlosen und mit der Ertragslage haben Sie ja recht. Allerdings dürften die signifikant höheren Kosten in 2018 auch auf one-offs für PwC, Restrukturierungsberatung u.ä. zurückzuführen sein. Wichtig ist die Entwicklung der operativen Kosten und vor allem der Refinanzierungskosten (hier wissen wir ja, dass sie spätestens 2019 stark steigen werden).

    Primär wollte ich Ihnen verdeutlichen, dass der arrogante Unterton im Artikel unpassend ist. Auch wenn Sie sicher mehr Ahnung als manch fachfremder Kleinanleger haben, bin ich mir sicher, dass auch Sie an der ein oder anderen Stelle noch Nachholbedarf haben. Genau wie auch ich.

    Beste Grüße

    Ferdinand Fuchs

  6. Christian 8. Mai 2019 22:10

    Laut Mitarbeiter von Steinhoff wird der Ursprungssitz in Westerstede mit dem Hochregellager verkauft und alle Mitarbeiter haben in Westerstede bereits ihre Kündigung bekommen!
    Ich glaube nicht das sie das machen würden wenn nicht die Hütte ganz schön brennt

    Ich teile die Meinung der Redaktion das Standhoff keine Zukumpf mehr hat !

  7. micha5a 14. Mai 2019 19:34

    Also das verstehe wer will, aber liest man sich alle Artikel durch die hier über Steinhoff erschienen sind, muss man sich fragen was das nun soll? Jetzt ist Zeit zum Ausstieg? Steinhoff macht weniger Gewinn, aber macht noch Gewinn. Die faire Bewertung liegt bei über 50 Cent, also um das 5 Fache höher. Jetzt ist soweit alles schlechte im Kurs und der Kurs bleibt bei 10 Cent stabil. Warum jetzt verkaufen???

  8. micha5a 14. Mai 2019 19:38

    Zu Christian: Das Geschäft von Steinhoff ( nicht Standhoff ) liegt im Ausland und nicht in einem kleinen Ort. Und die Zukunft ist offen und nicht ( Zukumpf ) was das auch immer ist.

  9. Christian 16. Mai 2019 22:19

    Im Geschäftsbericht für 2017 finde man einen Satz mit Sprengkraft: „Es bestehen erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns und der Gruppe, über absehbare Zeit als Unternehmen weiterzumachen. (Das kann übersetzt bedeuten Zahlungsunfähigkeit) “ Und weiter: „Der Vorstand und die operative Führung benötigen ausreichend Zeit, um den Konzern zu stabilisieren und den Wert auf operativer Ebene wiederherzustellen.“ Das zeige, wie schwierig die Aufgabe sei, die der neue Vorstand des schwer angeschlagenen Möbelkonzerns übernommen habe. Und er zeige, dass es auch 17 Monate nach Ausbruch der Krise völlig unklar sei, wie die Geschichte ausgehe.

    Also nicht einmal der Vorstand hat ein Überblick ob eine Zukunft für Steinhoff möglich ist, dass muß doch jeden zu denken geben!

    Zu Micha5a: 50 Cent fair? Laut Geschäftsbericht hat Steinhoff nur noch 2,1 Mrd EK und Vermögenswerte 7,2 Mrd. Bei noch ca. 8 bis 9 Mrd. Schulden! Der Vorstand rechnet 2018 und 2019 mit Verlusten, da Kosten explodieren und Umsätze zurück gehen! Ich würde Privatinsolvenz anmelden, wenn meine Zahlen Privat so aussehen würden! Das Eigenkapital wird 2018 und 2019 auf Null fallen wenn es wieder 3,7 Mrd Verluste gibt und dann werden alle Banken die Notbremse ziehen!

    Micha5a: Investiere doch dein ganzes Geld das du hast in Steinhoff-Aktien, viel Erfolg! Kannst mich ja dann auf deine Yacht einladen 😉

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Simple Follow Buttons