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Günther / 08.05.20 / 19:50

Solar-Aktien vor Verzehnfachung mit neuer grüner Investitionswelle

Die EU möchte über 1 Billion Euro in den Ausbau von alternativen Energien investieren. Davon profitieren Aktien wie der chinesische Solarmodulproduzent Jinko Solar (WKN: A0Q87R), die deutsche SMA Solar (WKN: A0DJ6J), die US-amerikanische First Solar (WKN: A0LEKM) sowie die Windanlagenbauer Nordex (WKN: A0D655) oder Vestas Wind (WKN: 913769), die sich allesamt kraftvoll gegen den Coronavirus stemmen.

Mit der Sonnenenergie wird nicht nur der Virus selbst beseitigt, sondern auch der globale Energiebedarf umweltfreundlicher gedeckt. Dank der Krise können Sie viele umweltfreundliche Aktien aus dem Solar- und Windsektor jetzt so günstig kaufen wie selten zuvor und das obwohl die Kernprofitabilität und die Gewinnaussichten nach einem zyklischen Tal jetzt immer besser aussehen.

Alternative Energieerzeuger haben in den letzten Jahren verlorenen Boden gut gemacht. Dank neuer Klimaziele und Co2-Reduzierungsprogrammen auf der ganzen Welt gab es 2019 weiteren Auftrieb für die alternativen Energien. Daran dürften regionale und staatliche Shutdown-Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie nichts ändern, so Branchenanalysten.

Höchstens sollte sich die nun durch aufgeschobene Installationen angestaute Nachfrage aus der ersten Jahreshälfte auf die Realisierung in der zweiten Hälfte verschieben, heißt es. Generell dürfte der Wachstumstrend ungebrochen stark bleiben, zumal sich die Realisierung der Projekte, die schon längst die Finanzierungszusagen erhalten haben, allenfalls verschiebt aber nicht aufhebt.

Die weltweiten Installationen für alternative Energien wachsen rasant weiter:

Der EU-Billionendeal von Ursula von der Leyen

Mit großem Trallala wurde von Ursula von der Leyen ein "Grüner Deal" beschlossen, der bis zu einer Billion Euro für die Alternativen Energien vorsieht, die an Investitionshilfen bis 2030 fließen sollen. Zahlreiche Medien berichteten darüber im Februar. Doch bei näherer Betrachtung fällt auf, dass es nun nach dem Coronavirus noch schwerer wird, das Billionenpaket zu schnüren. Bisher ist davon wenig zu sehen. Sven Giegold, der Sprecher der deutschen Grünen-Delegation im Europaparlament, kritisiert im Handelsblatt:

Die Kommission hat kein Geld dafür – aber sie traut sich nicht, das offen zu sagen. Sie redet von 1.000 Milliarden Euro, verfügt in Wahrheit aber nur über 7,5 Milliarden Euro frisches Geld.

Es war geplant, die Europäische Investitionsbank für dieses Ziel zu kapitalisieren, welche dann bis zur Hälfte ihrer gesamten Projekte in diesen Sektor alloziert.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Thema entwickelt. Selbst wenn die Ziele ambitioniert sind, sollten Anleger trotz des Coronavirus die langfristigen Pläne der Bundesregierung und des EU-Parlaments nicht abschreiben, denn es ist weiter eines der strategischen Ziele, die EU bis 2050 klimaneutral und CO2-frei werden zu lassen.

Das ETF-Angebot für echte Alternative Energien ist noch äußerst dünn

Der Vermögensverwalter Lyxor hat mit dem DAX 50 ESG ETF (WKN: ETF909) sein Produktangebot um den weltweit ersten börsengehandelten Indexfonds, der den neuen Dax 50 ESG Index abbildet, erweitert. Der physisch replizierende ETF wurde am 6. April 2020 aufgelegt und ist mittlerweile an der Frankfurter Börse notiert.

Mittels eines mehrstufigen Auswahlverfahrens, das von der Research- und Ratingagentur Sustainalytics erbracht wird, erhalten alle Unternehmen des DAX-Universums ihr persönliches ESG-Rating, das auf die Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung eingeht.

Wer damit sein Gewissen beruhigen möchte, ist hier wohl ganz gut aufgehoben. Doch der ETF ist im Grunde auch nur eine Neuzusammenstellung von bekannten Standardwerten aus dem DAX 30 Index und besteht aus Kernpositionen wie zurzeit Siemens, Allianz, SAP, Linde oder BASF.

Außerdem dürfte es auf dem deutschen Kurszettel ohnehin schwer fallen, heute noch Unternehmen zu finden, die gar nicht nachhaltig denken und handeln. Wer echte alternative Energien und Umweltthemen sucht, für den sind Alternativen besser.

Das Angebot für grüne Fondsanlagen lässt sich sehen

Trotzdem profitiert auch der Sektor für Alternative Energien von den neuen Nachhaltigkeitsaspekten, die im Zuge des ESG-Trends (Environment, Social, Governance) Einzug in das Vermögensmanagement finden, doch allein eine Anlage nach Nachhaltigkeitskriterien erlaubt längst keine Überrendite. Im Gegenteil, wer allzu leichtfertig mit der Masse der Anleger in die heißesten Trends investiert, riskiert zumindest kurzfristig, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Darum soll dieser Überblick dabei helfen, die Chancen und Möglichkeiten zu sondieren.

Der KBC Eco Fund - Alternative Energy (WKN: A0JJ51) ist einer der traditionsreichsten und ältesten Fonds im Sektor und im relativen Performancevergleich gegenüber seinen Wettbewerbern stets auf einem der vorderen Ränge. In den letzten Jahren machte aber vor allem der von Martina Turner verwaltete Quaero Capital Funds - Accessible Clean Energy (WKN: A2DVMW) eine gute Figur. Beide Fonds investieren jeweils stark in Energieversorger, beispielsweise Wasser- und Windkraftanlagenbetreiber wie die spanische Iberdrola oder Infrastrukturtitel wie den spanischen Netzbetreiber Red Eléctrica oder sein italienisches Pendant Terna.

Es fällt auf, dass der KBC Fonds etwas hinter der Entwicklung des Quaero liegt und stärkere Akzente bei potenziell lukrativen Sonderchancen setzt, wie sie beispielsweise eine Tesla oder Wasserstoffwerte offerieren könnten. Für konservative, sicherheitsbewusste Anleger dürfte der Quaero Fonds die bessere Wahl sein.

Wer in alternative Energien investieren möchte, kommt um Einzelanlagen nur schwer herum. Zwar gibt es einzelne Fonds und ETFs, die sich dem Thema widmen, doch jeder hat seine eigenen Schwerpunkte und Anleger sollten sich intensiv mit den enthaltenen Titeln und der Strategie des Fondsmanagers vertraut machen, bevor sie investieren.

Hochspannung pur bei den Einzelwerten

Wer den großen Reibach machen will, kommt um eine starke Einzeltitelauswahl kaum herum. Es zeigt sich in wachstumsstarken Sektoren oft, dass wenige Werte den Trend anführen und ihre Wettbewerber ausspielen, wovon Anleger mit einem glücklichen Händchen profitieren können.

Zunächst geht es um die Grundsatzfrage: Solar oder Windkraft?

Im Windsektor sind den Anlegern vor allem die Aktien von Nordex und Vestas Wind ein Begriff. Doch wer sich die möglichen Standorte für Windkrafträder ansieht, muss schon feststellen, dass viele Flächen längst besetzt sind und es den Betreibern immer schwerer fällt, neue Flächen frei zu machen. Ähnliche Herausforderungen wird es künftig auch bei Solaranlagen geben, doch liegt hier die installierte Leistung noch im unteren Bereich und wächst beschleunigt.

Die Weltmeere bieten seit 20 Jahren eine potenzielle Erweiterungsoption, doch hier haben die Unternehmen mit noch widrigeren Umweltbedingungen zu kämpfen als zu Lande.

Jedenfalls zeigt sich, dass Windradhersteller das Momentum nicht mehr nutzen können. Die installierten Kapazitäten wachsen zwar weiter stetig, doch das Potenzial für starke Kapazitätserweiterungen und Margenverbesserungen, die sich Aktionäre wünschen, ist schon länger stark eingetrübt. Über Nordex schreibt Independent Research, dass Windturbinen-Herstellers im vierten Quartal seine Prognose klar verfehlt habe beim Gewinn je Aktie. Auch der Ausblick, der noch keine Corona-Krise einplante, habe mit Blick auf die daraus zu erwartende Marge enttäuscht.

Deshalb macht es meines Erachtens mehr Sinn, sich den Solaraktien zuzuwenden.

Jinko Solar – Kurseinbußen sind eher eine Chance zum Einstieg

Jinko Solar, der chinesische Hersteller von Solarwafern, Solarmodulen und -zellen sowie von Siliziumbarren, ist einer der ganz Großen in der Branche und dürfte in einer Zeit nach Corona davon profitieren. Selbst wenn der Aktienkurs von Jinko Solar wegen der Covid-19-Pandemie Mitte März wie viele andere eingebrochen ist, so bleibt das Geschäft mit Solarprodukten nicht nur in China nach wie vor gefragt.

In Deutschland zeigen letzte Meldungen aus Branchenkreisen, dass es trotz der Coronakrise eine wachsende Kundennachfrage nach Photovoltaikanlagen und Lösungen rund um den Eigenstromverbrauch gibt. Der Solar-Riese Jinko spürt das auch in China. Jedenfalls berichtet er in den letzten Quartalszahlen darüber. Der Bericht lässt Anleger hoffen, dass Jinko im Geschäft mit der "grünen Energie" trotz Corona-Pandemie als Krisengewinner hervorgehen könnte.

Der Blick in die Geschäftsbücher: Jahres- und Quartalszahlen robust

In China produziert und verkauft Jinko Solar Solarzellen, Solarmodule und Montagesysteme, also nicht nur Solarmodule. Über sein Tochterunternehmen JinkoPower betreibt der Solar-Riese auch eigene Solarparks mit einer Nennleistung von 1.006 MW.

Rund vier von fünf Solarmodulen werden weltweit von chinesischen Herstellern gefertigt, darunter ist Jinko Solar der bedeutendste. Bezogen auf die Energieleistung verschifft Jinko Solar je Quartal weltweit inzwischen über 3.000 Megawatt an Solarmodulkapazität. Das Unternehmen, das die erste vollautomatische Produktionsstraße für Photovoltaik in China entwickelte und betreibt, bezeichnet sich stolz als „einen der größten und innovativsten Solarmodulhersteller der Welt“.

Nun hat der Solar-Riese frische Einblicke in seine Geschäftsbücher gewährt. Viele Anleger und Solar-Freunde hatten das bereits mit Spannung erwartet. Dabei spekulierte in diesem Frühjahr Branchenkenner sowie Experte Alfred Maydorn in Interviews beim Anlegermagazin "Der Aktionär" nach den angehobenen Prognosen vieler Solarwerte per Interview und Analyse vorausschauend, dass bis zu den spät erscheinenden Jahres- und Quartalszahlen 2019 bei Jinko Solar wohl „noch viel passieren“ könne. Womit er recht behielt, zumal das „sehr herausfordernde Umfeld“ mit den weltweiten Covid-19-Maßnahmen alles dafür tat.

So wurden auch Jinko Solar-Aktien im Zuge der Corona-Panik an den Märkten bis Mitte März nach letzten Höchstständen kräftig nach unten auf Kursniveaus knapp über 12 USD durchgereicht. Im Maydorn Report sowie in seinen Statements von Anfang April hielt der Börsenstratege die vergangenen Kursverluste aber selbst bei einer nachteiligen Korrektur der Gewinnprognose für „überzogen“ . Die Quintessenz: Eine baldige und nachhaltige Kurserholung der Jinko Solar-Aktie sei daher wahrscheinlich. Die Aktie war seit 2019 auch auf weitaus höheren Kursniveaus eine bleibende Empfehlung des Maydorn Report. Ganz ähnlich sehen es viele Kommentare auf diversen Börsenportalen.

Deutliche Zuwächse im Jahresvergleich

Seitdem hat sich die Jinko Solar-Aktie bis Mitte April wieder auf bis zu 17,50 USD erholen können. Nicht ganz unerheblich dafür dürften auch die vorgelegten Geschäftszahlen zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2019 sein. Immerhin zeigten sie vielfach deutliche Zuwächse im Jahres- und Branchenvergleich:

  • Rekordabsatz von PV-Modulen 2019 mit einer Gesamtkapazität von 14,3 GW und plus 25,6 Prozent zum Vorjahr;
  • Der Umsatz in 2019 von 4,27 Mrd. US-Dollar legte gegenüber dem Vorjahr um 18,8 Prozent zu;
  • 54,6 Prozent mehr Gewinn gegenüber 2018, welcher auf 780,2 Mio. US-Dollar anstieg;
  • Jinkos Bruttomarge stieg von 14,0 (2018) auf 18,3 Prozent im letzten Jahr;
  • Der operative Ertrag (EBITDA) legte kräftig um 70,1 Prozent auf 375,7 Mio. US-Dollar gegenüber 2018 zu;
  • Im operativen Geschäft stieg der Gewinn 2019 für das Gesamtjahr um 168,2 Prozent auf 248,4 Mio. US-Dollar;
  • Auch der "Non-GAAP"-Jahresüberschuss, also bereinigt um Einmal- und Sonderfaktoren, legte mit 139,3 Mio. US-Dollar um über 122,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Ausblick 2020 angeblich ohne Auswirkungen auf den Gesamtjahresvertrieb

Inzwischen scheint in China die Quarantänezeit, in welcher zeitweise hunderte Millionen Menschen von der Arbeit abgehalten und quasi unter "Hausarrest" gestellt worden waren, ein allmähliches Ende zu finden. Die weitgehend stillgelegte Wirtschaft kann wieder aufatmen. So befinden sich chinesische Fabriken in unterschiedlichen Phasen der Wiederaufnahme ihrer Produktion. Der Druck auf die Lieferketten für wichtige Bestandteile habe nachgelassen, wie berichtet wird. Auch der Solar-Riese Jinko klagte über Schwierigkeiten:

  • Vorübergehend kam es in der Logistik zu Verzögerungen und Lieferengpässen;
  • Mit dem Ausbruch von Covid-19 ab Januar und der zwangsweisen Verlängerung der Ferien verzögerte sich auch die Wiederaufnahme der Arbeit; Transportbeschränkungen wurden mehr und beeinflussten die Logistik in ganz China;
  • Daher kam es im ersten Quartal vorübergehend zu Versorgungsengpässen für bestimmte Rohstoffe in der Modulherstellung.

Darauf habe jedoch das Management rechtzeitig und schnell reagiert:

  • Jinko Solar organisierte eine kontinuierliche Fertigung über die Urlaubszeiten und die "Zwangsferien" hinaus, um damit eine pünktliche Lieferung der Produkte an Endkunden zu gewährleisten;
  • Innerbetrieblich seien in allen Bereichen vorsorgliche und notwendige Quarantäne-Maßnahmen zur Sicherheit der Mitarbeiter ergriffen worden.

Dementsprechend gibt sich die zu den weltweit größten Solarprodukteherstellern zählende Jinko trotz Coronavirus-Pandemie wieder optimistisch für das laufende Jahr 2020. Die Chinesen zeigen sich sehr zuversichtlich in ihrem jüngsten Statement:

Trotz kurzfristiger Schwankungen hat Covid-19 keine Auswirkungen auf die Gesamtjahresvertriebs-Guideline und den Kapazitätserweiterungsplan für 2020.

Außerdem heißt es, dass die Modulproduktion von Jinko Solar auf das normale Niveau im März bereits zurückgekehrt ist, sprich wieder auf Vorkrisen-Kapazitäten hochgefahren werden konnte. Jinko-Aktionäre dürften auch mit diesen Aussagen des Managements beruhigt sein:

  • Die technologische Überleitung zu einem hocheffizienten Portfolio sei abgeschlossen;
  • Mit der erfolgreichen Einführung der selbst entwickelten N-Typ- sowie Zellen- und Kachelbandmodul-Technologie werden erstklassige Produkte gefertigt;
  • Die Kapazitäten in der Produktion der hochwirksamen Mono-Wafer sollten bis April 2020 vollständig auf 18 GW hochgefahren worden sein. Die monokristallinen Siliziumwafer sind Kernstück gerade jener Art von Solarmodulen, die ihren Abnehmern und Anwendern mit der höheren physikalischen Reinheit eine wesentlich bessere Sonnenlichtausnutzung und damit weitaus höhere Stromerträge garantieren;
  • Diese hocheffizienten, mit monokristallinen Siliziumwafern bestückten Produkte werden laut Jinko Solar voraussichtlich im Jahr 2020 geschätzt nahezu 100 Prozent der Auslieferungen ausmachen;
  • Mit fortschrittlicher Technik und einer verschlankten Produktion entwickelt sich Jinko zu einem Branchenführer bei den integrierten Produktionskosten.

So bleibt der Ausblick stabil und das Management gibt sich zuversichtlich:

  • Die Guideline für die gesamte vertriebliche Leistung im Jahr 2020 bleibt unverändert geschätzt zwischen 18,0 bis 20,0 GW;
  • Die Absatzleistung in Höhe von 400 bis 500 MW werde sich voraussichtlich vom ersten Quartal auf das zweite Quartal 2020 verschieben;
  • Für das zweite Quartal wird die Nachfrage noch stärker als bisher eingeschätzt (Nachholeffekte);
  • Der jährliche Kapazitätserweiterungsplan von Jinko Solar bleibt unverändert bestehen.

Jinko Solar News: Hoffnungsvolle Projekte für starken Ausblick 2020

Außerdem sollte im April der Verkauf von zwei Solarkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 155 MW in Mexiko abgeschlossen sein. Er führt zu einem weiteren Schuldenabbau um rund 131 Mio. US-Dollar.

Mit der neu entwickelten Produktlinie der komplett schwarzen Solarmodule vom Typ N will Jinko Solar in diesem Jahr seine Marktanteile und den Geschäftserfolg ausbauen. Diese N Typ-Panels mit der Leistung von 405 Wp sind erst kürzlich vorgestellt und speziell für die Installation zu Hause entwickelt worden. Damit kann auch von privaten Hausbesitzern für diese Leistungsklasse ein höherer Wirkungsgrad von bis zu 21,22 Prozent erreicht werden. Dadurch wird auch ein höherer Stromertrag ermöglicht. Zugleich verspricht das Produkt mit seiner schwarzen Optik ein passenderes Erscheinungsbild für viele Dächer. Strategisch zielt das neue Modul, wie Jinko Solar betont, insbesondere auf den privaten häuslichen Gebrauch ab, was Jinko Solars weltweite Marktposition zusätzlich ausbauen soll.

Neue Gigawatt-Anlage im Wüstenstaat Abu Dhabi

Erst vor wenigen Tagen kursierten in Branchen-Medien Neuigkeiten, die Jinko Solar als Ausschreibungs-Bewerber und Partner im mittleren Osten für Abu Dhabis riesiges 2GW Al Dhafra Projekt ins Spiel bringen. Dort soll laut "PV Tech" zu einem angeblich weltweit niedrigsten Solarstromtarif von 0,0135 US-Dollar je Kilowattstunde (kWh) produziert werden. Laut Meldung von PV-Tech deuten Berichte darauf hin, „dass es sich um ein gemeinsames Angebot des französischen Energieversorgers EDF zusammen mit Jinko Solar handelt“. Die Abu Dhabi Power (ADP) wollte diese Spekulation gegenüber dem Branchendienst aber nicht kommentieren.

Das Al Dhafra Projekt setzt geplant das erste Solar-Großprojekt Abu Dhabi Noor im Emirat fort. Angeblich werde Al Dhafra um 44 Prozent billiger je Kilowattstunde Solarstrom produzieren, als es vor drei Jahren von Noor mit 0,0242 US-Dollar je kWh gelang. Damals war es bereits ein weltweiter Tiefstpreis-Rekord. Abu Dhabi ist einer der weltweit attraktivsten Märkte für die Entwicklung von Solarenergie. Bleibt zu hoffen, dass der chinesische Solar-Riese Jinko Solar hier möglicherweise als namhafter Partner das Rennen durch seine große Stärke im Kostenwettbewerb macht. Vielleicht hilft es, die aktuellen Corona-Sorgen bei Anlegern für den weiteren Jahresverlauf erfolgreich zu vertreiben. Nicht zuletzt könnte das auch Jinko Solars Aktienkurs neuen Schwung verleihen.

Die weltweit mit Abstand günstigste Solaraktie mit einem erwarteten KGV21 von 3-4 und der höchsten Volatilität, so dass sie bei fundamental positiven Entwicklungen massiv steigen sollte, wäre eigentlich Jinko Solar. Doch ich will Ihnen reinen Wein einschenken.

Im Goldherz PLUS-Abo erhalten Sie die Alternative zu Jinko Solar

Goldherz PLUS-Leser haben letzte Woche begonnen, sich im Solarsektor zu positionieren, denn ich glaube, dass Solaraktien vor der bevorstehenden grünen Billionenwelle eine schöne Beimischung sind. Solarmodulhersteller arbeiten ähnlich wie Rohstoffproduzenten und die Kursentwicklung orientiert sich an vergleichbaren Zyklen.

Allerdings haben meine Leser einen anderen Wert gekauft als Jinko Solar. Diese ist sicher eine spannende, interessante Aktie, doch ich muss Ihnen auch reinen Wein einschenken. Eigentlich hätte ich die Aktie am liebsten als Investitionsidee vorgestellt. Doch es gibt schon sehr konkrete Hinweise zu möglichen Patentverletzungen, die Jinko Solar begangen haben soll und entsprechende Klagen vor internationalen Gerichten sind anhängig, was ich aber nicht überbewerte.

Immerhin gibt es sehr schwerwiegende Vorwürfe, die bis hin zu Bilanzmanipulationen oder mindestens Übervorteilung der Aktionäre durch Insiderkreise reichen. Bei solchen Verdächtigungen, die in China auch häufig bestätigt werden, läuten bei mir alle Alarmglocken. Auch wenn diese Beschuldigungen von Leerverkäufern initiiert wurden, müssen sie nicht falsch sein.

Deshalb spekuliere ich persönlich nicht mit den Aktien von Jinko Solar und habe meinen Lesern eine noch bessere Aktie identifiziert, die auch nicht teurer, dafür global noch besser positioniert ist. Es handelt sich um:

  • den technologisch weltweit führenden Solarmodulproduzenten...
  • ...der stark in Forschung und Entwicklung investiert, was ihm einen Wettbewerbsvorteil verschafft;
  • eine Aktie, die mit einer Schnäppchenbewertung, einem KGV unter 4, überzeugt.

Rechne ich die Quartalsergebnisse des 4. Quartals und das für dieses Jahr in Aussicht gestellte Wachstum von 20 Prozent auf das Gesamtjahr hoch, ergibt sich ein ultragünstiges KGV von 3-4.

Ähnlich wie Jinko Solar hat mein Top-Pick ebenfalls ein paar Prozente vom Kurs abgegeben und könnte bis zum jüngsten Hoch wieder +38% steigen. Dieser unmittelbar bevorstehende Sofortgewinn wartet nur darauf, von Ihnen abgeholt zu werden. Es ist wahrscheinlich, dass die Aktie schon in wenigen Wochen wieder am Jahreshoch steht, wie viele andere Titel.

Wo bitte finden Sie sonst eine solche schmackhafte Aktie in einem Sektor, der trotz des Coronavirus mit prozentual dicken zweistelligen Raten wächst, deren Margen sich stetig verbessern konnten und die dazu auch noch von der Bewertung und vom Kurs derart unterbewertet ist, dass selbst eine Vervierfachung nicht ungewöhnlich wäre. Um den Namen meines Favoriten zu entdecken, sollten Sie jetzt probeweise ein PLUS-Abo abschließen.

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Kommentare
Ralf Flemming / 09.05.20 / 9:12 Uhr Nach CORONA sollten wir uns auch mal wieder um unsere lokale Fertigung von Solarzellen erinnern ....Solarworld .....
Günther Goldherz / 12.05.20 / 15:12 Uhr Hallo Herr Flemming. Das stimmt, Solarworld war ein totaler Pleitefall, was aber auch daran lag, dass die deutschen Produzenten leider keinerlei Patente hielten, im Gegensatz zu Japanern und Südkoreanern oder dem Einzelfall SMA Solar, mit seinen sehr wettbewerbsfähigen Wechselrichtern und außerdem keine Skaleneffekte in der Produktion nutzen konnten. Diese strategischen Nachteile konnten die reine Zellen- und Modulfertigung, die in China extrem effizient läuft, nicht aufhalten. Es war aus strategischer Sicht eindeutig, dass die deutschen Firmen leider nicht überlebensfähig sein konnten, mit Ausnahme des Projekt- und Installationsgeschäfts, wo es heute immer noch erfolgreiche Anbieter aus Deutschland gibt.