Günther / 10.11.21 / 14:45

Royal Dutch Shell: Kooperation mit Norsk Hydro

Die Klimapläne westlicher Ölkonzerne nehmen langsam Gestalt an. Am Dienstag verkündete der norwegische Aluminiumproduzent Norsk Hydro (WKN: 851908) eine Zusammenarbeit mit dem Ölriesen Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S). Die Absicht der Kooperation: künftig grünen Wasserstoff aus erneuerbarem Strom herstellen.

Royal Dutch Shell ist eines der weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen. Der Konzern ist in mehr als 140 Ländern aktiv und beschäftigt insgesamt rund 86.000 Mitarbeiter.

Für Shell war 2021 bislang ein grandioses Jahr. Die starken Ölpreise verhalfen dem Unternehmen zu ordentlich Cashflow, Gewinn und zufriedenen Aktionären.

Für das Unternehmen Grund genug, die Investitionen in Erneuerbare Energien fortzusetzen, um die innerbetriebliche Emissionsbilanz zu stärken.

Zusammen mit Hydro Havrand, der grünen Wasserstoff-Sparte des norwegischen Energiekonzerns Norsk Hydro, sollen nun Möglichkeiten zur Produktion und Lieferung von umweltfreundlichen Wasserstoff ermittelt werden.

Klimafreundliche Industrie mit grünem Wasserstoff

Im Gegensatz zu „grauem“ Wasserstoff, der aus Erdgas stammt, wird sogenannter grüner Wasserstoff durch Elektrolyse mithilfe Erneuerbarer Energien hergestellt. Ein kohlenstofffreies Gas, das durch die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff entsteht.

Es wird zunehmend als Möglichkeit zur Dekarbonisierung emissionsintensiver Industrie- und Verkehrssektoren gefördert, die auf fossile Brennstoffe angewiesen sind.

So sagt Elisabeth Brinton, Executive Vice President für Renewables & Energy Solutions bei Shell:

Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung von schwer zu elektrifizierenden Sektoren spielen, was für die Beschleunigung des Fortschritts in Richtung einer emissionsfreien Zukunft von entscheidender Bedeutung ist.

Zunächst wollen die beiden Unternehmen geeignete Produktionsstandorte ermitteln und die eigene Produktion dekarbonisieren. In Zukunft soll auch die Möglichkeit bestehen, einen Drittmarkt zu beliefern, um die Geschäftssparte zu erweitern.

Shell schlägt ein neues Kapitel in der Unternehmenshistorie auf

So wie Norsk Hydro seine Emissionen bis zum Jahr 2030 um 30% reduzieren will, strebt Shell zu dem Zeitpunkt an, seinen Kohlenstoff-Fußabdruck um 20% zu verringern.

Auch wenn Shell künftig den Fokus auf Erneuerbare Energien setzten möchte, so verschwindet jedoch nicht das Erdöl- sowie Gasgeschäft vom Erdboden. Die Produktion fossiler Brennstoffe bleibt weiterhin der gewinnbringende Faktor, um den Interessenwechsel überhaupt zu finanzieren – und das auch über die nächsten Jahrzehnte.

Inwiefern sich die Wasserstoffsparte künftig weiter entwickelt und ob sie sich als gewinnbringend erweist, bleibt vorerst abzuwarten.

Jedoch dürften die laufenden Öl- und Gasgeschäfte Anleger weiterhin mit dicken Dividenden beglücken. So wird für das nächste Jahr eine Dividendenrendite von 4,20% erwartet.

Auch die Analysten von JP-Morgan bleiben für Shell aufgrund des überragenden Quartals und der hohen Ölpreise weiterhin positiv gestimmt. So bewerteten sie die Aktie jüngst mit „Overweight“ und versahen sie mit einem Kursziel von 2300 Pence oder knapp 27,00 Euro. Das entspräche einem Kurspotenzial von weiteren +35%.

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