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Palantir-Aktie +10%: Ist das der Turnaround?

Simon Ruic / 03.06.22 / 9:55

Palantir (WKN: A2QA4J) weitet die Zusammenarbeit mit der US Space Force weiter aus. Das Geschäft mit kommerziellen Kunden floriert zudem: Vergangene Woche meldete der Datensammler eine umfassende Partnerschaft mit einem Automobil-Riesen, der 14 ikonische Marken umfasst. Für welchen Anlegertypen kommt die Big-Data-Aktie in Frage?

Palantir sammelt und strukturiert Daten im Auftrag von anderen Unternehmen und Regierungen. Der Kunde soll auf diese Weise Prozesse besser verstehen und die Effizienz seiner Organisation erhöhen. Das 2003 gegründete Unternehmen ist seit September 2020 an der US-Tech-Börse Nasdaq gelistet und kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 19 Milliarden US$.

Partnerschaft mit US-Raumfahrt- und Raketensystemzentrum erweitert

Palantir hat seinen Data-as-a-Service-Vertrag mit dem US Space Systems Command (SSC) erweitert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das SSC ist das Forschungs- und Entwicklungszentrum der erst 2019 gegründeten United States Space Force. Zuvor gehörte die Abteilung zur US Air Force.

Der Wert der bereits bestehenden Vereinbarung zwischen den Partnern wurde demnach von 121,5 auf 175,4 Millionen US$ erweitert. Der neue Kontrakt läuft bis März 2023.

Palantir unterstützt Air Force und Space Force dabei, Daten auszutauschen, um Entscheidungen in den Bereichen Personalmanagement, Einsatzplanung und Situationsbewusstsein zu treffen sowie anderweitig zusammenzuarbeiten, heißt es in der Unternehmensmeldung. Die Vertragserweiterung gewährleistet den Angaben nach die kontinuierliche Bereitstellung der Daten- und Entscheidungsplattform von Palantir zur Unterstützung der nationalen Sicherheitsziele.

Wie es bei dem volatilen Palantir-Aktie zu erwarten war, schlug die Meldung gestern an der US-Börse Nasdaq wuchtig ein: Der Titel machte einen großen Satz um knapp +10% auf 9,30 US$. Aufgrund des derzeit üblen Marktumfelds für Tech-Papiere sind die Anteilsscheine des US-Konzerns auf Jahressicht weiterhin um knapp die Hälfte eingebrochen.

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Geschäft mit kommerziellen Kunden holt auf

Aufträge für Geheimdienste, Verteidigungs- und Sicherheitsbehörden waren seit der Gründung Palantirs Brot- und Buttergeschäft. Kein Wunder, dass der Datensammler mitunter einen pikanten Ruf genießt. Kritiker behaupten, dass das Unternehmen dabei helfe, Überwachsungsstaaten zu errichten.

Seit zwei Jahren wächst jedoch vor allem der Stamm Palantirs kommerzieller Kunden rasant, im vergangenen Jahr hat er sich verdreifacht. Erst vergangene Woche hat der Daten-Spezialist in diesem Segment ein weiteres großes Ausrufezeichen gesetzt.

So gab das Unternehmen eine umfangreiche Partnerschaft mit Stellantis bekannt – einem der weltweit größten Automobilhersteller, der unter anderem Marken wie Alfa Romeo, Citroën, Peugeot, Fiat und Opel unter seinem Dach vereint.

Nichts für schwache Nerven

Dank der steigenden Nachfrage von Unternehmenskunden kann Palantir regelmäßig Wachstumsraten von mehr als +30% aufweisen. Erste Nettogewinne dürften damit spätestens in zwei Jahren sprudeln.

Entwickeln sich Daten langsam, aber sicher tatsächlich zum Öl des 21. Jahrhunderts? Investoren, die davon überzeugt sind, kommen an Palantir kaum vorbei. Sie müssen dafür jedoch weiterhin massive Kursschwankungen des Big-Data-Papiers in Kauf nehmen.

Erst vor drei Wochen hatte Palantir mit seiner Umsatzprognose für das laufenden Quartal den Analystenkonsens knapp verfehlt, woraufhin die Aktie um -22% crashte. Derartige Tagesauschläge sind bei dem Kurs des US-Konzerns nicht unüblich.

Damit ist der Titel eindeutig nichts für Anleger, die überdurchschnittliche Risiken scheuen. Für unerschrockene Trader bietet die Volatilität des Titels hingegen Chancen auf enorme Renditen.

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